powered by Motorsport.com
Startseite Menü

Kein Aeroscreen oder Halo: IndyCar mit neuem Cockpitschutz

Anstelle der mehrfach getesteten Windschutzscheibe hat die IndyCar-Serie einen neuen Cockpitschutz entwickelt, der ab dem Indy 500 zum Einsatz kommen soll

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 fährt seit Saisonbeginn 2018 mit dem Cockpitschutz Halo. Auch andere Formelrennserien, wie etwa die Formel 2, die Formel E oder die neue FIA Formel 3, haben den Bügel über dem Cockpit verpflichtend vorgeschrieben. Die IndyCar-Serie geht einen anderen Weg.

AFP: IndyCar-Cockpitschutz 2019 2019

AFP: Der neue IndyCar-Cockpitschutz ist ein kleiner Titan-Aufsatz vor dem Cockpit Zoom

Im Verlauf des vergangenen Jahres wurde abseits der IndyCar-Rennen mehrmals eine leicht abgewandelte Variante des von der Formel 1 verworfenen Aeroscreens getestet. So waren Scott Dixon beim Phoenix-Test im Februar 2018 und Josef Newgarden beim Indianapolis-Test im April 2018 mit einer als "Shield" bezeichneten, überdimensionalen Windschutzscheibe unterwegs. Wenngleich beide Piloten nur geringfügige Beeinträchtigungen meldeten, waren die IndyCar-Offiziellen nach Tests abseits der Strecke nicht komplett glücklich mit dieser Lösung.

Deshalb hat man sich in Indianapolis weitere Gedanken gemacht und nun, kurz vor Beginn der IndyCar-Saison 2019, einen neuartigen Cockpitschutz als 3D-Computergrafik (Rendering) präsentiert. Dieser trägt den Namen AFP (Abkürzung für Advanced Frontal Protection) und besteht aus einem von Dallara gefertigten Titanaufsatz, der direkt vor der Cockpitöffnung angebracht wird.

Der nur etwas mehr als 7,5 Zentimeter hohe Aufsatz soll den Fahrer vor Teilen schützen, die von vorn in Richtung Cockpit und damit in Richtung Helm fliegen. Der Test, den AFP bestehen muss, entspricht von der Belastung her jenem für den Überrollbügel, der sich am hinteren Ende des Cockpits befindet.

Aeroscreen

Die als "Shield" bekannte Aeroscreen-Variante hat man zurückgestellt Zoom

"Das Streben nach [mehr] Sicherheit ist eine niemals endende Jagd und das hier ist nun der jüngste Evolutionsschritt seitens IndyCar", kommentiert IndyCar-Präsident Jay Frye mit Blick auf AFP und kündigt für die nahe Zukunft "noch weitere Details zu den kommenden Phasen" an.

Erstmals im Ernstfall getestet werden soll AFP am 24. April, dem Testtag in Vorbereitung auf die diesjährige Auflage der 500 Meilen von Indianapolis. Beginnend mit dem Indy 500 selbst, das für den 26. Mai auf dem Programm steht, soll AFP dann auch bei den Rennen verpflichtend sein.

Folgen Sie uns!

Motorsport-Total.com auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt

Motorsport bei Sport1

Sport1
ADAC Sport Gala
25.12. 19:00
Anzeige