IndyCar-News August 2021: Nachrichten aus der IndyCar-Szene, kurz & kompakt

Aktuelle Nachrichten aus der IndyCar-Szene, kurz und kompakt: Jimmie Johnson hat seine ersten IndyCar-Runden im Oval genossen - Entscheidung für 2022 noch offen

Johnsons erster Ovaltest war "fantastisch" (31. August)

Titel-Bild zur News: Jimmie Johnson

Jimmie Johnson drehte am Montag in Fort Worth seine ersten IndyCar-Ovalrunden Zoom

Jimmie Johnson hat am Montag seinen ersten Ovaltest im IndyCar-Boliden absolviert. Der wie angekündigt kurzfristig vom Homestead-Miami Speedway an den Texas Motor Speedway verlegte Testtag umfasste für den prominenten Rookie in Diensten des Ganassi-Teams sieben Stunden, wobei es schon um 6:00 Uhr morgens losging. Im Verlauf des Tests stiegen die Temperaturen in Fort Worth deutlich an. Johnsons Fazit lautete: "Fantastisch". So bezeichnete der 45-Jährige den Tag als "meinen ersten Schritt in Richtung eines Indy 500 oder [anderer] Ovalrennen."

Eine diesbezügliche Entscheidung steht aber noch aus und braucht laut Johnson "noch mehr Testsessions und bestimmt noch mehr Gespräche mit meiner Familie, mit Chip [Ganassi] und mit unseren Sponsoren". Johnsons Ganassi-Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren bis Ende 2022. Ursprünglich waren für ihn nur die Rundstrecken und Stadtkurse im IndyCar-Kalender vorgesehen. An diesem Plan hat man 2021 festgehalten. Für 2022 aber könnte nun unter Umständen das eine oder andere Ovalrennen hinzukommen.

Dario Franchitti, Jimmie Johnson, Scott Dixon, Tony Kanaan

Geballte Unterstützung für Johnson: Dario Franchitti, Scott Dixon, Tony Kanaan Zoom

Abgesehen von Scott Dixon und Dario Franchitti war am Montag in Fort Worth auch Tony Kanaan vor Ort, um Johnson mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Der Brasilianer hat in diesem Jahr die Ovalrennen anstelle von Johnson im #48 Ganassi-Honda bestritten. Wie das Szenario bei Ganassi in der kommenden Saison aussehen wird, bleibt abzuwarten.

Johnson jedenfalls ist heiß auf weitere Ovaltests und lässt nach seinem ersten noch wissen: "Die Runden, die ich hier zurückgelegt habe, helfen mir dabei, die Unterschiede zwischen IndyCar und NASCAR besser zu verstehen. Das Auto fährt sich ganz anders. Es ist deutlich schneller und reagiert ein bisschen feinfühliger auf das, was der Fahrer macht."

Planänderung für Johnsons ersten Ovaltest (30. August)

Jimmie Johnson

Jimmie Johnson: Heute in Fort Worth erster Ovaltest als IndyCar-Pilot Zoom

Ende Juli war durchgesickert, dass IndyCar-Rookie Jimmie Johnson für Ende August seinen ersten Ovaltest plant. Am heutigen Montag kommt es tatsächlich dazu, allerdings nicht wie ursprünglich angedacht auf dem Homestead-Miami Speedway. Stattdessen wird Johnson laut Informationen von 'USA Today' den Texas Motor Speedway in Fort Worth unter die Räder nehmen.

Unterstützung erhält Johnson bei seinem ersten Ovaltest als IndyCar-Pilot gleich doppelt. Zum einen ist sein erfahrener Ganassi-Teamkollege Scott Dixon vor Ort, um das Auto auf die Bedingungen in Fort Worth abzustimmen. Zum anderen ist auch Dario Franchitti, der seit seinem Rücktritt vom aktiven IndyCar-Rennsport als Fahrercoach für Ganassi arbeitet, vor Ort. Dixon und Franchitti haben es zusammengerechnet auf sage und schreibe zehn IndyCar-Titel gebracht und stehen Johnson mit Rat und Tat zur Seite.

Vorausgesetzt der Test läuft für Johnson und das Ganassi-Team zufriedenstellend, dann ist nicht auszuschließen, dass der siebenmalige NASCAR-Champion im kommenden Jahr einen Versuch unternehmen wird, beim Indy 500 anzutreten. Das hatte Johnson eigentlich jahrelang kategorisch ausgeschlossen. Seit aber Ende Juli sein erster Ovaltest ins Gespräch kam, hat er seine Meinung auch zum Thema Indy 500 geändert - oder besser gesagt, weil er seine Meinung zum Thema Indy 500 geändert hat, kam das Thema Ovaltest überhaupt erst auf.

15. Jahrestag von Marco Andrettis erstem Sieg (27. August)

Marco Andretti

Am 27. August 2006 siegte Marco Andretti als IndyCar-Rookie in Sonoma, aber ... Zoom

Auf den Tag genau 15 Jahre ist es heute her, dass Marco Andretti seinen vermeintlichen Durchbruch in der IndyCar-Serie schaffte. Beim Grand Prix von Sonoma 2006, der damals unter dem Banner der Indy Racing League (IRL) ausgetragen wurde, errang er als Rookie seinen ersten Sieg. Drei Monate zuvor hatte der junge Andretti diesen ersten IndyCar-Sieg ausgerechnet beim Indy 500 denkbar knapp verpasst, als er auf der Ziellinie noch von Penske-Pilot Sam Hornish Jr. abgefangen wurde.

Rückblickend jedenfalls war Marco Andrettis Premierensieg in Sonoma nicht der Durchbruch, der es damals gewesen sein schien. Denn bis zum Ende seiner Laufbahn als Vollzeit-IndyCar-Pilot am Ende der Saison 2020 ist dem Sohn von Michael Andretti und Enkel von Mario Andretti lediglich ein weiterer Rennsieg gelungen. Dieser kam am 25. Juni 2011 auf dem Iowa Speedway zustande.

Michael Andretti, Marco Andretti, Mario Andretti

... die Fußstapfen von Vater Michael und Großvater Mario waren dann doch zu groß Zoom

Komplett beendet hat Marco Andretti seine IndyCar-Karriere noch nicht, aber mit zwei Siegen aus 249 Rennen ist es ihm nicht gelungen, dauerhaft in die großen Fußstapfen seines Vaters und Großvaters zu treten. Ein Sieg beim Indy 500 freilich würde dieses Bild auf einen Schlag ändern. Und genau diesen Traum hat Marco Andretti weiterhin. So will er wie schon 2021, auch 2022 beim Saisonhöhepunkt wieder mitfahren. Es wäre sein 250. IndyCar-Rennen und sein bereits 17. Indy 500. Ob es mit der Erfüllung seines großen Traums noch klappt, wird sich zeigen.

O'Ward ist der Ovalmeister des Jahres (26. August)

Patricio O'Ward

Patricio O'Ward: Sieger der Ovalwertung 2021 (Foto: Sieg in Fort Worth im Mai) Zoom

Die Frage, wer IndyCar-Champion 2021 wird, wird wohl erst beim Saisonfinale am 26. September in Long Beach beantwortet. Eine andere Entscheidung ist bereits gefallen, nämlich war der punktbeste Ovalfahrer des Jahres ist. Die (nur) vier Ovalrennen im IndyCar-Kalender 2021 sind allesamt absolviert. St. Louis am vergangenen Samstagabend war das vierte nach dem Double-Header in Fort Worth (Anfang Mai) sowie dem Indy 500 (Ende Mai).

Der inoffizielle Titel des Ovalmeisters einer IndyCar-Saison wurde vor Jahren mit einer eigenen Trophäe bedacht, der A.J. Foyt Trophy. Analog dazu wurde für den punktbesten Fahrer auf Rundstrecken und Stadtkursen die Mario Andretti Trophy ausgeschrieben.

Die meisten Punkte bei den vier Ovalrennen 2021 hat McLaren-Pilot Patricio O'Ward eingefahren, der momentan auch die Gesamtwertung anführt. Mit 192 Punkten hat O'Ward die diesjährige Ovalwertung klar für sich entschieden. Auf den Plätzen zwei und drei dieser Wertung liegen Josef Newgarden (158 Punkte) und Alex Palou (155 Punkte). Bemerkenswerter sind aber zwei Fahrer knapp außerhalb der Top 5 dieser Wertung.

Erstens: IndyCar-Rookie Scott McLaughlin hat bei den vier Ovalrennen 116 Punkte eingefahren und ist damit Sechster dieser Wertung (hinter Simon Pagenaud und Scott Dixon). Der dreimalige Supercars-Champion McLaughlin hatte bis zu einem Ovaldebüt Anfang Mai in Fort Worth, das er auf Anhieb auf P2 beendet hat, keinerlei Rennerfahrung im Oval.

Und zweitens: Helio Castroneves ist mit 103 Punkten Siebter der Ovalwertung, obwohl er abgesehen vom Indy 500 kein anderes Ovalrennen 2021 bestritten hat. Dass er es trotzdem auf 103 Punkte bringt liegt zum einen daran, dass das Indy 500 doppelt gepunktet wurde und zum anderen daran, dass es bei diesem Rennen auch für die Top 9 des Qualifyings Punkte gab.

St.-Louis-Crash beendet lange Dixon-Serie (25. August)

Scott Dixon

Mit dem Crash in St. Louis gingen für Scott Dixon 28 Rennen ohne Ausfall zu Ende Zoom

Als Rinus VeeKay am vergangenen Samstagabend in der 65. Runde des IndyCar-Rennens in St. Louis jenen Crash mit Alex Palou und Scott Dixon auslöste, für den er sich nicht als Alleinschuldigen sieht (siehe Eintrag vom 23. August hier weiter unten), ist für Dixon eine eindrucksvolle Serie gerissen.

Bis zu diesem Moment hatte der sechsmalige und amtierende IndyCar-Champion sage und schreibe 3.129 von 3.129 möglichen Rennrunden in Folge zurückgelegt. Die Serie umfasste 27 volle Rennen und datierte bis zum Saisonfinale 2019 auf dem Laguna Seca Raceway zurück.

Das letzte Mal vor St. Louis am Samstag, dass Dixon nicht alle Runden eines Rennens geschafft hat, war am 1. September 2019 in Portland, als er aufgrund einer defekten Batterie in seinem Ganassi-Boliden viel Zeit an der Box verbrachte und letztlich mit drei Runden Rückstand ins Ziel kam. Das letzte Mal vor Samstag, dass Dixon überhaupt nicht ins Ziel kam, war am 24. August 2019 ausgerechnet ebenfalls in St. Louis. Damals schied er mit einem defekten Kühler aus. Damit hatte die Serie an Zielankünften für ihn sogar 28 Rennen lang Bestand.

Newgarden wünscht große Flaschen als Standard (24. August)

Josef Newgarden

Die Champagner-Flaschen wie in St. Louis sollten laut Newgarden Standard werden Zoom

Mit seinem Sieg am vergangenen Samstag im Gateway Motorsports Park in St. Louis hat Penske-Pilot Josef Newgarden nicht nur in der IndyCar-Gesamtwertung einen großen Satz gemacht. Nach zuvor 55 Punkten Rückstand liegt der zweimalige Champion nun, drei Rennen vor Schluss der Saison, nur noch 22 Punkte hinter der Tabellenspitze zurück. Und auch bei der Siegerehrung holte Newgarden groß aus. Dabei haben es ihm die großen Champagner-Flaschen, die es in St. Louis gab, besonders angetan.

Bei den meisten IndyCar-Rennen nämlich werden für die Top 3 nur kleine Flaschen bereitgestellt. Laut Newgarden sollte St. Louis zum Vorbild werden. Und er rechnet sich gute Chancen aus, dass er mit seinem Wunsch Gehör findet. Schließlich ist Roger Penske nicht nur Newgardens Boss, sondern auch Besitzer der IndyCar-Serie.

"Ich hasse es, wenn wir diese niedlichen kleinen Champagner-Flaschen haben", so Newgarden nach seinem Sieg am Samstagabend und weiter: "Die hier ist großartig. Wir sollten überall so große Flaschen haben wir hier. Ich kenne ja den Boss und werde bei ihm mal ein gutes Wort einlegen."

Newgardens Argumente: "Ich finde, wer im Rennen einen guten Job gemacht und es auf das Podium geschafft hat, der sollte so eine schöne große Champagner-Flasche bekommen. Die ist wenigstens nicht gleich leer und man kann sie dem Team überreichen, sodass jeder etwas davon hat. Für die Rennserie wäre das einfach besser und ich denke, es wäre nicht schwer umzusetzen. Es ist eine kleine Anregung, die aber die Show deutlich verbessert."

VeeKay sieht sich nicht allein schuld am Ganassi-Crash (23. August)

Crash: Alex Palou, Rinus VeeKay

In den Crash mit Rinus VeeKay und Alex Palou war auch Scott Dixon verwickelt Zoom

Der Crash mit Scott Dixon, Alex Palou und Rinus VeeKay war die Szene schlechthin beim letzten Ovalrennen der IndyCar-Saison 2021. Als sich Carpenter-Pilot VeeKay am Samstagabend in Turn 1 im Gateway Motorsports Park in St. Louis vertat und dabei sowohl Tabellenführer Palou als auch dessen Ganassi-Teamkollege Dixon unglücklich abräumte, begann sich der Titelkampf auf den Kopf zu stellen. Der Sieg von Penske-Pilot Josef Newgarden und der zweite Platz von McLaren-Pilot Patricio O'Ward taten dann ein Übriges.

"Zuerst einmal tut es mir leid für Alex und Scott. Die beiden haben in der Meisterschaft gute Karten", so VeeKays erste Reaktion am Samstagabend im TV-Interview. Damit spielte der Niederländer auf P1 und P3 in der Tabelle an, wo sich das Ganassi-Duo vor dem Zwischenfall befand. Aktuell liegt Palou nur noch auf P2 und Dixon nur noch auf P4 der Tabelle.

"Ich war auf Scott fokussiert und darauf, einfach hinter ihm zu bleiben", so VeeKay und weiter: "Dann schob sich alles zusammen und es wurde zu eng. Bevor ich Scott erwischte, blockierten meine Vorderräder. Jeder weiß, dass das mit Oval-Abstimmung passieren kann. Ich wollte verzögern, habe es aber einfach nicht mehr geschafft. Es tut mir leid für alle. Ich denke aber nicht, dass mich dabei große Schuld trifft."

Auf Twitter unterstrich VeeKay seine Ausführung aus dem TV-Interview noch: "Schlechtes Ende einer großartigen Nacht. Das Auto war gut, ich kam gut nach vorne. Was den Zwischenfall angeht, so tut es mir sehr leid für Alex Palou und Scott Dixon. Nachdem ich mir die Onboard-Aufnahmen angesehen habe, denke ich, dass ich alles getan habe, um nicht verwickelt zu werden. Auf geht's nach Portland."

Nur 24 Autos für St. Louis gemeldet (20. August)

IndyCars in der Boxengasse im Gateway Motorsports Park in St. Louis

Am Samstag im Gateway Motorsports Park fahren nur die 24 Vollzeit-Autos 2021 Zoom

Auf dem 1,25-Meilen-Oval im Gateway Motorsports Park in St. Louis ist für Samstagabend unter Flutlicht das letzte Ovalrennen der IndyCar-Saison 2021 angesetzt. Ein kleines Fragezeichen gibt es derzeit noch hinter dem Wetter, denn die Prognose für Samstag sagt Gewitter voraus - derzeit aber für tagsüber, nicht für abends.

Fest steht indes, dass nur 24 Autos und damit weniger als erwartet gemeldet sind. Dale Coyne Racing setzt nur zwei statt drei Autos ein, wobei Romain Grosjean in seinem angestammten #51 Coyne-Honda sein Ovaldebüt gibt. Außerdem greifen für die Teams Carlin, Carpenter und Ganassi die jeweiligen Ovalspezialisten ins Lenkrad. Conor Daly fährt den Carlin-Chevrolet (Startnummer 59), Ed Carpenter den #20 Carpenter-Chevrolet und Tony Kanaan den #48 Ganassi-Honda.

Derweil ist Indy-500-Sieger Helio Castroneves beim letzten Ovalrennen der Saison nicht mit von der Partie. Der zweite Shank-Honda bleibt wie erwartet zu Hause. Entgegen der Erwartung aber fehlt der dritte Coyne-Honda, den eigentlich Pietro Fittipaldi hätten fahren sollen. Und auch der dritte Rahal-Honda, der wiederholt erfolgreich von Santino Ferrucci bewegt wurde, ist diesmal nicht gemeldet. (Komplette Meldeliste für St. Louis)

Jahrestag des Abschieds vom Trenton Speedway (19. August)

Rick Mears in der CART-Saison 1979

Penske-Pilot Rick Mears gewann am 19. August 1979 das letzte Trenton-Rennen Zoom

Aufgrund seines ungewöhnlichen Layouts war der Trenton Speedway im US-Bundesstaat New Jersey eine der markantesten Ovalrennstrecken überhaupt. Auf der Gegengerade des 1,5-Meilen-Ovals gab es einen Rechtsknick. Somit war der Kurvenradius in den Turns 3/4 wesentlich größer als in den Turns 1/2. Spitzenfahrer wie Mario Andretti liebten diese Herausforderung.

Heute auf den Tag genau vor 42 Jahren, am 19. August 1979, fand mit IndyCars das letzte große Rennen auf dem Trenton Speedway statt. Es war die erste Saison in der Geschichte der CART-Serie. Und das 100-Runden-Rennen auf dem Oval mit Bohnenform war ein denkwürdiges. Nur 16 Autos waren am Start, gerade mal zehn sahen die Zielflagge. Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Entscheidung um den Sieg ausgesprochen spannend ausfiel.

Tom Sneva, der im Team von Jerry O'Connell einen McLaren fuhr, lag in Führung. Drei Runden vor Schluss aber zog Penske-Pilot Rick Mears, der frischere Reifen drauf hatte, im markanten Rechtsknick links neben Sneva und ging eingangs Turn 3 innen vorbei. Auch Mears' Penske-Teamkollege Bobby Unser kam noch an Sneva vorbei, der letztlich nur Dritter wurde. Für Mears hingegen war es der zweite von drei Siegen in der Premierensaison der CART-Serie. Am Saisonende war der Kalifornier der erste Champion in der Geschichte dieser unvergessenen Rennserie.

Übrigens: Auf dem Trenton Speedway fanden bis 1972 auch NASCAR-Rennen statt. Das CART-Rennen am 19. August 1979 aber war (von lokalen Rennen abgesehen) die Abschiedsvorstellung. Wenig später wurde die Strecke abgerissen. Abgesehen von einem See, der sich damals im Infield befand, erinnert heute nichts mehr an eines der markantesten Ovale, das es je gab.

Alex Albon vor IndyCar-Einstieg? (18. August)

Alexander Albon

Fährt Alex Albon nach Formel 1 und DTM künftig IndyCar-Rennen? Zoom

Alex Albon hat Interesse an einem Wechsel in die IndyCar-Serie. Der Thailänder hat es in der Formel 1 bei insgesamt 38 Einsätzen auf zwei Podestplätze gebracht, wurde aber bei Red Bull für die laufende Saison 2021 durch Routinier Sergio Perez ersetzt. Aktuell fährt Albon ein Teilzeitprogramm in der DTM für das von Red Bull gesponserte Ferrari-Team AF Corse. Dieser Tage aber war der 25-Jährige in Indianapolis vor Ort, um an dem von IndyCar und NASCAR als Doppel-Event ausgetragenen Rennwochenende mit mehreren IndyCar-Teambesitzern zu sprechen.

"Ja, Alex hat mit vielen Leuten geredet", bestätigt Dale Coyne gegenüber unserer englischsprachigen Schwesterplattform 'Motorsport.com'. Für Coynes Team greift unter anderem Ex-Formel-1-Pilot Romain Grosjean ins Lenkrad. Für 2022 wird der diesjährige Rookie aber allen voran von Andretti Autosport umworben. Coyne offenbart, dass Albon bei ihm selbst auf der Liste steht: "Wir beobachten ihn schon eine ganze Weile und sprechen schon seit über einem Jahr mit ihm. Er ist interessiert, keine Frage."

"Romain gibt für uns einen großartigen Verkäufer ab, indem er zeigt, was wir als Team drauf haben", lobt Coyne den Franzosen, der in Indianapolis zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf das Podium gefahren ist. "Er und Alex haben sich recht lange unterhalten", so Coyne, wobei darüber gesprochen wurde, "wie toll es in dieser Rennserie ist, wie konkurrenzfähig die Autos sind und wie sie sich fahren lassen".

"Dass sich das [IndyCar-Fahren auf einem Rundkurs] schnell erlernen lässt, haben wir ja bei Lundgaard gesehen", verweist Coyne auf das starke Debüt von Formel-2-Pilot Christian Lundgaard (siehe Eintrag vom 17. August hier direkt drunter). Auch Albon war einst in der Formel 2 erfolgreich. So beendete er die Saison 2018 nach vier Siegen auf dem dritten Gesamtrang hinter den heutigen Formel-1-Piloten George Russell und Landon Norris. Ob Albon für 2022 tatsächlich in die IndyCar-Serie wechselt, bleibt abzuwarten.

Lundgaard mit starkem Debüt hochzufrieden (17. August)

Christian Lundgaard

Christian Lundgaard gab auf dem Indianapolis-Rundkurs einen starken Einstand Zoom

Formel-2-Pilot Christian Lundgaard hat sich mit seinem starken IndyCar-Debüt am vergangenen Samstag nicht zuletzt selber überrascht. Auf dem Rundkurs des Indianapolis Motor Speedway kam Lundgaard am Steuer des dritten Rahal-Honda auf P12 ins Ziel, nachdem er im Qualifying sensationell in die zweite Startreihe gefahren war. Am Renntag kämpfte der 20-jährige Däne, der zum Nachwuchsprogramm von Alpine gehört, mit einer Lebensmittelvergiftung. Dennoch stand er die 85 Runden durch und hat dabei jede Menge gelernt.

Von P4 gestartet wurde Lundgaard in der ersten Runde von Colton Herta überholt. Weil er seinen ersten Boxenstopp unter Grün etwas länger hinauszögerte als die Fahrer vor ihm, verbuchte der IndyCar-Debütant sogar auf Anhieb zwei Führungsrunden. Ins Ziel kam er schließlich als Zwölfter, womit er sogar Ex-Champions vom Schlage Simon Pagenaud oder Sebastien Bourdais hinter sich ließ.

Christian Lundgaard

Im Qualifying für sein erstes IndyCar-Rennen fuhr Lundgaard sensationell auf P4 Zoom

"Das Wochenende war einfach unglaublich", so Lundgaard. "Ich habe jede einzelne Sekunde genossen. Im Qualifying mit 28 Autos in die Top 5 zu fahren, damit war nicht zu rechnen. Das aber brachte uns in eine gute Position für das Rennen. Zwischenzeitlich geführt zu haben, war verblüffend. Unterm Strich ging es mir aber vor allem darum, keine Fehler zu machen und das Rennen sauber zu Ende zu fahren. Es war mir viel wichtiger, alle 85 Runden zu fahren als nur 60 oder so. Es war einfach wichtig, die Erfahrung eines gesamten Rennens zu sammeln."

Lundgaards Teamkollegen, die beiden Rahal-Stammpiloten Graham Rahal und Takuma Sato, beendeten das Rennen auf P7 und P10. "Ich war wahrscheinlich etwas mehr auf der sicheren Seite als auf der aggressiven", so Lundgaard, um aber mit Nachdruck zu unterstreichen: "Mit P12 bin ich happy. Ich habe viel gelernt. Es war ein fantastisches Erlebnis. Jetzt kann ich guten Gewissens und mit jeder Menge Erfahrung aus Amerika die Heimreise antreten."

Palou bleibt nach Motorschaden optimistisch (16. August)

Alex Palou

Ganassi-Pilot Alex Palou lässt sich seine gute Laune nicht verderben Zoom

Für Alex Palou verlief das Indianapolis-Rundkurs-Rennen der IndyCar-Serie am vergangenen Samstag nicht nach Plan. 17 Runden vor Schluss lag er an vierter Stelle, als der Honda-Motor im Heck seines blauen Ganassi-Boliden den Dienst quittierte. Als Tabellenführer nach Indianapolis gekommen, ist Palou dieser zwar nach wie vor. Sein Vorsprung aber ist von 42 Punkten auf 21 Punkte geschmolzen.

Mehr noch: Weil der Motorschaden einen Motorwechsel verlangt, wird Palou beim nächsten Rennen (am Samstag im Gateway Motorsports Park in St. Louis) sechs Startplätze zurückversetzt. Trotzdem blickt der 24-jährige Spanier, der seine zweite IndyCar-Saison und seine erste für Ganassi fährt, zuversichtlich auf die letzten vier Saisonrennen.

"Wir hatten den denkbar schlechtesten Tag, haben aber immer noch 21 Punkte Vorsprung", sieht Palou das Positive und führt an: "Ich glaube, wir befinden uns in einer guten Position. Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher." Was Palou damit meint, ist klar. Bei den bisherigen zwölf Saisonrennen fuhr er neunmal in die Top 10. Mehr Top-10-Platzierungen hat einzig Ganassi-Teamkollege Scott Dixon mit deren zehn eingefahren.

Titelverteidiger Dixon aber ist nach P17 am Samstag auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht. Zweiter ist jetzt wieder McLaren-Pilot Patricio O'Ward, der mit P5 in die Top 10 fuhr und genau wie Palou aktuell bei neun Top-10-Ergebnissen steht. Neben Palou, O'Ward und Dixon haben vier Rennen vor Schluss der Saison auch Penske-Speerspitze Josef Newgarden sowie Marcus Ericsson als dritter Ganassi-Pilot noch realistische Titelchancen. (IndyCar-Gesamtwertung 2021)

28 Autos für Indianapolis-Rundkurs gemeldet (13. August)

Romain Grosjean

Im Mai wurde schon mal auf dem Indianapolis-Rundkurs gefahren, jetzt wieder Zoom

Die Anzahl der für ein IndyCar-Rennen gemeldeten Fahrzeuge wächst im Sommer 2021 von Rennen zu Rennen. Waren es Ende Juni in Elkhart Lake 25 Autos, Anfang Juli in Mid-Ohio 26 Autos und zuletzt Anfang August in Nashville 27 Autos, so sind es an diesem Wochenende auf dem Indianapolis-Rundkurs sogar 28 Autos, die gemeldet sind.

Damit weist das Rennen, das bereits am Samstag über die Bühne geht, die höchste Teilnehmerzahl für ein IndyCar-Rennen, ausgenommen Indy 500, seit fast genau zehn Jahren auf. Mehr als 28 Autos waren abseits eines Indy 500 zuletzt beim tragischen und letztlich gar nicht gewerteten Saisonfinale 2011 in Las Vegas gemeldet. Damals waren es sage und schreibe 34 und somit sogar eins mehr als alljährlich beim Indy 500 startberechtigt sind.

Das bislang letzte tatsächlich gewertete IndyCar-Rennen mit mehr als 28 Autos, das kein Indy 500 war? Kentucky 300 auf dem Kentucky Speedway in Sparta 2011. Jenes Rennen ging dem tragischen Saisonfinale, bei dem Dan Wheldon sein Leben ließ, damals direkt voraus und wies 29 Autos auf.

Beim Rennen am Samstag auf dem Indianapolis-Rundkurs treten neben den 24 auf Vollzeitbasis besetzten Autos folgende vier weitere an: zweiter Shank-Honda (Startnummer 06) mit Helio Castroneves, dritter Rahal-Honda (Startnummer 45) mit IndyCar-Debütant Christian Lundgaard, dritter Coyne-Honda (Startnummer 52) mit Cody Ware und der Top-Gun-Chevrolet (Startnummer 75) mit R.C. Enerson. (Komplette Meldeliste für den Indianapolis-Rundkurs)

Pagenaud und Castroneves wieder Teamkollegen? (12. August)

Simon Pagenaud, Helio Castroneves

Fahren Pagenaud und Castroneves 2022 gemeinsam für Meyer Shank Racing? Zoom

Werden Helio Castroneves und Simon Pagenaud in der IndyCar-Saison 2022 wieder Teamkollegen sein? Bei Penske waren die beiden von 2015 bis 2017 zunächst drei Jahre lange IndyCar-Teamkollegen. Anschließend waren sie im Zeitraum 2018 bis 2020 auch Penske-Teamkollegen bei ausgewählten IMSA-Rennen, wenn auch nicht im selben Auto. 2022 könnten der Brasilianer und der Franzose wieder in der IndyCar-Serie ein Team bilden, dann allerdings nicht bei Penske.

Castroneves wurde vor wenigen Wochen von Meyer Shank Racing als Vollzeitfahrer für 2022 präsentiert. Und nun verrät Teambesitzer Michael Shank, dass einer der Topkandidaten auf ein zweites Vollzeitcockpit Pagenaud ist. "Er steht natürlich auf unserer Liste, aber spruchreif ist das noch nicht", so Shank im Gespräch mit unserer englischsprachigen Schwesterplattform 'Motorsport.com'. Bei dieser Gelegenheit sagt er aber, dass Pagenaud "zu den Top 5 der Leute gehört, mit denen wir sprechen, keine Frage".

Offiziell bestätigt ist zum aktuellen Zeitpunkt weder Pagenauds Trennung von Penske zum Saisonende noch sein Andocken bei Shank für die neue Saison. Pagenaud selbst sagt dazu: "Ich kann wirklich noch nicht über 2022 reden. Es geht hier um Verträge, die Vertraulichkeitsvereinbarungen enthalten. Wenn ich da etwas preisgeben würde, könnte mich das in arge Schwierigkeiten bringen."

Demnach befindet sich der IndyCar-Champion von 2016 und Indy-500-Sieger von 2019 "noch in laufenden Gesprächen mit Penske", die er aber "nicht erklären kann". Im Gegensatz zu Pagenaud haben es dessen drei diesjährige IndyCar-Teamkollegen Josef Newgarden, Scott McLaughlin und Will Power schriftlich, dass sie auch 2022 für Penske fahren werden. Es ist nicht auszuschließen, dass das Team von vier auf drei Autos zurückrüstet.

Nashville-Rennen erzielt extrem starke TV-Zahlen (11. August)

Renn-Action beim Music City Grand Prix der IndyCar-Saison 2021 in Nashville

Marcus Ericssons verrückten Nashville-Sieg sahen 1,2 Millionen Leute bei NBCSN Zoom

Die am vergangenen Sonntag turbulent und zuweilen chaotisch verlaufene Erstauflage eines IndyCar-Stadtrennens in Nashville hat für die höchste Zuschauerzahl für ein IndyCar-Rennen im US-Kabelfernsehen seit mehr als zwei Jahrzehnten gesorgt.

Übertragen wurde das Rennen von NBCs Sportkanal NBCSN. Der verzeichnete am Sonntag 1,2 Millionen Zuschauer. So viele wurden auf NBCSN noch nie für ein IndyCar-Rennen gezählt. Eine für diese Rennserie höhere Zuschauerzahl im US-Kabelfernsehen gab es zuletzt in der CART-Saison 1998, als ESPN übertrug. Ausgenommen aus der Statistik sind die Rennen, die nicht von NBCSN oder ESPN, sondern direkt von NBC beziehungsweise früher ABC (allen voran Indy 500) übertragen wurden.


IndyCar 2021: Nashville

Die Highlights von Rennen 11 von 16 der IndyCar-Serie 2021, dem Big Machine Music City Grand Prix in Nashville! Weitere Formelsport-Videos

Das Stadtrennen in Nashville wird es zumindest auch in naher Zukunft geben. Als im September 2020 der Vertrag mit der IndyCar-Serie geschlossen wurde, wurde dieser mit einer Laufzeit von "mehreren Jahren" kommuniziert. Offen ist, ob es für 2022 gegebenenfalls Umbauten am Streckenlayout geben wird. Insbesondere die engen Kurvenpassagen auf dem Gelände des Nissan-Stadiums sowie zwischen erster und zweiter Überfahrt der Brücke sorgten am Wochenende für allerlei Schrott.

Formel-2-Pilot Lundgaard gibt IndyCar-Debüt (10. August)

Christian Lundgaard

Christian Lundgaard steht vor seinem ersten Rennen in der IndyCar-Serie Zoom

Christian Lundgaard wird im Rahmen des Rundkurs-Rennens auf dem Indianapolis Motor Speedway sein IndyCar-Debüt feiern. Der Däne, der in der Formel 2 für ART an den Start geht, wird das dritte Rahal-Letterman-Lanigan-Auto steuern. Der Alpine-Nachwuchsfahrer hat in seiner Karriere im Jahr 2020 bisher zwei Rennen gewonnen.

Lundgaard hat für RRL bereits vor zwei Wochen im Barber Motorsports Park getestet, um sich auf seinen Einsatz vorzubereiten. Er wird das Auto mit der Startnummer 45 pilotieren, in dem in der Saison 2021 auch schon Santino Ferrucci saß. "Das Auto hat sich großartig angefühlt und ich denke, dass es im Rennbetrieb noch besser sein wird", so der 20-jährige Däne.

Ericsson staunt und fühlt mit Bourdais (9. August)

Marcus Ericsson

Marcus Ericssons zweiter IndyCar-Sieg kam auch für ihn überraschend Zoom

Auch Stunden nach seinem völlig verrückten Sieg beim ersten Stadtrennen der IndyCar-Serie in Nashville konnte Marcus Ericsson nicht verstehen, wie er das Rennen überhaupt als Sieger beenden konnte. Beim zweiten Restart war er ins Heck des Foyt-Chevrolet von Sebastien Bourdais gerauscht. Ericssons Ganassi-Honda stieg auf und verlor kurzzeitig mit allen vier Rädern Bodenkontakt. Doch abgesehen von einem beschädigten Frontflügel hielt sich der Schaden in Grenzen, während das Rennen für Bourdais beendet war.

"Ich versuche immer noch zu verstehen, wie ich am Ende gewonnen haben, nachdem ich in der fünften Runde den Himmel gesehen habe und dachte, mein Rennen wäre vorüber. Ich kann es einfach nicht glauben", so Ericsson, um den Crash mit Bourdais zu schildern: "Es tut mir leid für Seb. Ich wurde da einfach auf dem falschen Fuß erwischt, als ich dachte, dass es wieder losgeht."

"Das Auto wurde repariert. Ich bekam eine Stop-and-Go-Strafe und war Letzter. Von da an ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung", so Ericsson. In der Schlussphase des Rennens geriet er unter starken Druck von Colton Herta, der beide Freie Trainings für sich entschieden hatte, im Qualifying auf die Pole gefahren war und im Rennen die meisten Runden geführt hatte.

Strategiebedingt lag Herta gegen Ende des Rennens aber hinter Ericsson - und krachte prompt in die Mauer. "Glückwunsch an Marcus, der am Ende richtig stark war. Ich hätte nicht gedacht, dass der Sprit bei ihm reichen würde, aber er fuhr mir einfach davon", so der Andretti-Youngster, der zugab: "Ich habe es einfach weggeschmissen."

27 Autos für erstes Stadtrennen in Nashville gemeldet (6. August)

Renn-Action in der IndyCar-Saison 2021

Nashville ist der erste neue IndyCar-Stadtkurs seit zehn Jahren (Foto: Detroit) Zoom

27 Autos auf der Meldeliste für ein IndyCar-Rennen: Ein derart großes Feld hat es abgesehen vom Indy 500 seit mehr als acht Jahren nicht mehr gegeben. Zuletzt gab es in der Saison 2013 in Long Beach ein Starterfeld mit 27 Autos. An diesem Wochenende nun sind 27 Autos für die Erstauflage eines Stadtrennens in Nashville gemeldet.

Beim Big Machine Music City Grand Prix auf dem brandneuen Stadtkurs mit doppelter Brückenüberfahrt (siehe Eintrag vom 3. August hier weiter unten) kommen zu den 24 auf Vollzeitbasis gemeldeten IndyCars folgende drei hinzu: Der zweite Shank-Honda (Startnummer 06), der beim Indy 500 von Helio Castroneves zum Sieg gefahren wurde, und der jetzt abermals vom "Spiderman" pilotiert wird; der dritte Rahal-Honda (Startnummer 45), der zum möglicherweise letzten Mal von Santino Ferrucci gefahren wird; und der dritte Coyne-Honda (Startnummer 52), der nach Elkhart Lake zum zweiten Mal von Cody Ware gesteuert wird. (Komplette Meldeliste für Nashville)

Für Penske-Pilot Josef Newgarden ist die Premiere eines Stadtrennens in Nashville das erste Heimrennen seiner Karriere. Als die IndyCar-Serie in den Jahren 2001 bis 2008 auf dem etwas außerhalb der Stadt gelegenen Nashville Superspeedway fuhr, war Newgarden noch lange nicht dabei. 2005 begann er im Kartsport. Anschließend verbrachte er einige Jahre in Nachwuchsformeln in den USA und Großbritannien. Und nach je einer GP3- und Indy-Lights-Saison stieg er 2012 in die IndyCar-Serie ein.

Scheitert McLaughlins Bathurst-Plan am Termin? (5. August)

Scott McLaughlin

Klappt es für Scott McLaughlin mit dem Gaststart beim Bathurst 1000? Zoom

Seit Scott McLaughlin im vergangenen Winter die Supercars-Serie in Australien als dreimaliger Champion verlassen hat, um in die IndyCar-Serie zu wechseln, war es sein Plan, das Bathurst 1000 als den Supercars-Saisonhöhepunkt in diesem Jahr als Gaststarter zu bestreiten. Bei Dick Johnson Racing, seinem Erfolgsarbeitgeber der Jahre 2018 bis 2020 (damals in Kooperation mit Penske), hält man dem Champion einen der beiden zweiten Sitze für Bathurst frei. McLaughlins Plan aber könnte am Termin scheitern.

Weil bei der Einreise nach Australien eine zweiwöchige Quarantäne vorgeschrieben ist, hätte McLaughlin den ursprünglich geplanten Bathurst-Termin (10. Oktober) ohnehin nicht wahrnehmen können, seitdem das IndyCar-Finale (Long Beach) auf 26. September verlegt wurde. Mittlerweile hat man zwar auch den Bathurst-Termin verlegt, nämlich auf 7. November. In Stein gemeißelt ist McLaughlins Start als zweiter Fahrer in einem der beiden Ford Mustang von Dick Johnson Racing aber trotzdem noch nicht.

"Am jetzt angesetzten Zeitpunkt werden wir [IndyCar-]Wintertestfahrten durchführen", bemerkt McLaughlin im Podcast 'Parked Up' und erklärt: "Aufgrund der zweiwöchigen Quarantäne gehen schon mal zwei Wochen drauf. Und eigentlich habe ich vor, nach meiner Sitzanpassung noch ein paar Wochen vor dem Rennen dort zu verbringen. Ich plane mit eineinhalb Monaten in Australien. Das ist schon eine lange Zeit, die mir dann in meinem IndyCar-Wintertestplan fehlen würde."

Juncos-Comeback dank neuem Partner (4. August)

Rene Binder

Juncos Racing plant für 2022 als erste Vollzeitsaison in der IndyCar-Serie Zoom

Unter neuem Namen Juncos Hollinger Racing kehrt Juncos Racing dank eines neuen Investors in die IndyCar-Serie zurück. Der von Ricardo Juncos gegründete Rennstall spannt mit Brad Hollinger zusammen und setzt bei den letzten drei Rennen der IndyCar-Saison 2021 ein Auto ein. Mehr noch: Für 2022 ist ein Vollzeitprogramm fest vorgesehen.

Wer den Juncos-Chevrolet im September bei den Rennen in Portland, Laguna Seca und Long Beach fahren wird, wurde noch nicht bekanntgegeben. Möglich ist, dass unterschiedliche Fahrer zum Einsatz kommen, um basierend darauf den Stammfahrer für 2022 zu ermitteln.

Zuletzt war Juncos Racing beim Indy 500 des Jahres 2019 in der IndyCar-Serie am Start. Damals war es Kyle Kaiser sensationell gelungen, McLaren-Pilot Fernando Alonso aus dem 33-köpfigen Starterfeld für das Rennen zu kicken. Eine volle IndyCar-Saison, wie sie nun für 2022 geplant ist, hat Juncos bisher noch nie absolviert. 2018 aber brachte man es auf zwölf Einsätze, wobei abgesehen von Kaiser auch Rene Binder (Foto) und Alfonso Celis Jr. fuhren.

Brad Hollinger, der das Juncos-Comeback möglich macht, war bis 2020 geschäftlich am Formel-1-Team Williams beteiligt. 2019 war es unter anderem er, der beim Indy 500 für Dale Coyne Racing ein zusätzliches Auto möglich machte. Dieses wurde damals unter der sperrigen Meldung "Dale Coyne Racing with Jonathan Byrd's Racing and Belardi Auto Racing" eingesetzt und von James Davison auf den respektablen zwölften Platz im Rennen gefahren.

Grosjean zeigt Nashville-Stadtkurs im Simulator (3. August)

Streckenlayout des IndyCar-Stadtkurses in Nashville

Das ist das Streckenlayout des IndyCar-Stadtkurses in Nashville Zoom

Am kommenden Wochenende befährt die IndyCar-Serie erstmals seit zehn Jahren wieder einen neuen Stadtkurs. 2011 war es Baltimore, 2021 nun ist es Nashville. Der Kurs in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Tennessee, der während der vergangenen Wochen in 18 Nachtschichten aufgebaut wurde und derzeit finalisiert wird, ist 3,5 Kilometer lang und hat elf Kurven.

Gefahren wird der neueste IndyCar-Stadtkurs gegen den Uhrzeigersinn, wobei die markanteste Passage die zweimalige Überfahrt der Brücke über den Cumberland River ist. Wie der Stadtkurs in Nashville aus der Fahrerperspektive aussieht, das zeigt IndyCar-Rookie Romain Grosjean mittels eines Onboard-Videos aus dem Honda-Simulator.


Stadtkurs in Nashville: Onboard-Runde im Simulator

Scott Dixon einmal mehr mit der besten Konstanz (2. August)

Scott Dixon

Ganassi-Pilot Scott Dixon führt die IndyCar-Gesamtwertung zwar nicht an, aber ... Zoom

Genau wie in der NASCAR-Saison, so ist auch in der IndyCar-Saison die Sommerpause fast vorbei. Haben die NASCAR-Piloten lediglich zwei rennfreie Wochenenden hinter sich, was für sie trotzdem ungewöhnlich viele auf einen Schlag sind, so haben die IndyCar-Piloten sogar vier rennfreie Wochenenden hinter sich. Weiter geht es für US-Formelrennserie am kommenden Sonntag mit der Erstauflage eines Stadtrennens in Nashville.

In der Gesamtwertung liegt Ganassi-Youngster Alex Palou nach zehn von 16 Saisonrennen an der Spitze. Zwei andere Listen aber werden von seinem routinierten Teamkollegen Scott Dixon angeführt. Der Titelverteidiger hat einerseits die meisten Führungsrunden verbucht, nämlich 396 und damit mehr als doppelt so viele wie der aktuell Zweitbeste dieser Liste: Penske-Pilot Josef Newgarden mit 197.

Zum anderen hat Dixon auch die meisten Top-10-Ergebnisse eingefahren, nämlich deren neun. Das einzige Rennen, bei dem er die Top 10 verpasst hat, war ausgerechnet das doppelt bepunktete Indy 500. Und nicht zuletzt deshalb ist Dixon in der Punktewertung derzeit "nur" Dritter hinter Teamkollege Palou und hinter Patricio O'Ward (McLaren SP), die beide bei acht Top-10-Ergebnissen stehen.

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