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Indy-Pole: Briscoe verdirbt die Andretti-Party

Ryan Briscoe (Penske) sichert sich hauchdünn die Pole-Position für das Indy 500 - James Hinchcliffe und die Andrettis denkbar knapp geschlagen

(Motorsport-Total.com) - Viel knapper geht es nicht mehr! Nach vier fliegenden Runden auf dem 2,5 Meilen-Oval von Indianapolis hatte Ryan Briscoe die Nase um drei Tausendstelsekunden vor James Hinchcliffe. In nackten Zahlen ausgedrückt: 2:38.951 Minuten gegen 2:38.954 Minuten oder 226,484 Meilen pro Stunde gegen 226,481 Meilen pro Stunde. Der knappste Abstand in der Indy-Historie und ein Penske-Pilot schlug die versammelte Andretti-Armada.

Ryan Briscoe

Penske-Pilot Ryan Briscoe steht beim 96. Indy 500 auf der Pole-Position Zoom

Denn hinter Hinchcliffe platzierten sich dessen Teamkollegen Ryan Hunter-Reay (2:39.123; 3.) und Marco Andretti (2:39.677; 4.). Die Startplätze fünf und sechs gingen an das Penske-Duo Will Power und Helio Castroneves. Nur Penske und Andretti in den ersten beiden Startreihen und nur Chevy-Power in den Top 6. Ganz vorne lag aber derjenige aus den beiden Top-Teams, mit dem die Wenigsten gerechnet hatten.

"Das ist gewaltig", lautete Briscoes erste Reaktion. "Ich bin einfach nur überglücklich." Und das Lob für den zuletzt oft kritisierten Australier kam von allerhöchster Stelle: "Ryan und sein Team haben das gebraucht", urteilte Roger Penske. Auch "Spiderman" Castroneves freute sich für den Teamkollegen: "Für uns war heute nicht mehr drin, aber Ryans Pole ist einfach überragend." Es war seine erste Indy-Pole und die erste Pole eines Australiers.

Drei Andrettis ganz vorne

Den letztlichen Ausschlag dafür gab Briscoes Konstanz über alle seine vier Runden. "Genau darauf haben wir hingearbeitet und am Ende hat mir meine vierte und letzte Runde die Pole gebracht." In der Tat: Hinchcliffe hatte nach dreieinhalb seiner vier fliegenden Runden noch die Nase vorne gehabt. Denkbar hauchdünn musste sich der Kanadier am Ende geschlagen geben.

James Hinchcliffe

James Hinchcliffe verpasste die Indy-Pole um drei Tausendstelsekunden Zoom

"Mann, war das knapp", schnaufte Hinchcliffe tief durch. "Aber immerhin stehe ich in der ersten Startreihe von Indianapolis. Und wir haben zwei Autos in Reihe eins." Wie Hunter-Reay gelang es ihm im Pole-Shootout nicht mehr, die Briscoe-Zeit zu kontern. Hunter-Reay verbesserte sich in seinem letzten Run immerhin noch auf einen Schnitt von 226,240 Meilen pro Stunde, was Rang drei absicherte.

"Ich hatte schon das Gefühl, Ryans Speed mitgehen zu können", sagte Hunter-Reay. "Aber ich glaube, ich habe auf der Gegengeraden zuviel Gegenwind erwischt." Keine Chance hatte hingegen Pole-Favorit Marco Andretti, der sich schon vor dem Top-9-Shootout fragen musste, "wo denn unser Speed vom Freitag geblieben war." Am Ende stand Andretti als Vierter nicht einmal in Reihe eins.

Ganassi schwer geschlagen

Hinter Power und Castroneves kam der schnelle Rookie Josef Newgarden auf Rang sieben. Der Sarah-Fisher-Pilot war damit auch der beste Honda-Fahrer und der einzige, der den Sprung in die Top 9 schaffte. Die Positionen acht und neun gingen an das KV-Duo Tony Kanaan und Ernesto Viso. Knapp am Top-9-Shootout vorbei schrammte der dritte KV-Pilot Rubens Barrichello, der bei seinem ersten Indy-Start immerhin aus den Top 10 heraus ins Rennen gehen wird.

Die ganz große Enttäuschung des Pole-Days von Indianapolis bildete jedoch das Ganassi-Team. Graham Rahal (12.) und Charlie Kimball (14.) starten beide noch vor dem A-Team mit Scott Dixon (15.) und Geburtstagskind Dario Franchitti (16.), der am Samstag 39 Jahre jung wurde. Takuma Sato im besten Rahal-Honda qualifizierte sich sicher auf Startplatz 19. Mit Ana Beatriz (13.) und Sebastian Saavedra (24.) brachte Michael Andretti alle seine fünf Teams in die Top 24.


Die Top 3 der Qualifikation

Denn genau diese 24 Startpositionen wurden am Samstag ausgefahren und stehen damit fest. Am morgigen Bump-Day geht es um die Startplätze 25 bis 33, für die sich unter anderem noch Sebastien Bourdais und Katherine Legge (beide Dragon-Chevy) und das Lotus-Duo Jean Alesi (Fan-Force) und Simona de Silvestro (HVM) qualifizieren müssen. Beide Lotus-Piloten drehten am Samstag gar keine Runde.

Der Qualifying-Samstag sah auch drei Abflüge, nachdem die Trainingswoche zuvor fast unfallfrei verlaufen war. Fisher-Rookie Bryan Clauson zerlegte seinen Honda in Turn 1, Ed Carpenter crashte seinen Carpenter-Chevy hart in Kurve 2. Auch Oriol Servia muss seinen Dreyer-and-Reinbold-Chevy am Bump-Day ins Rennen fahren. Der zweite Teil der Indianapolis-Qualifikation beginnt am Sonntag um 18:00 Uhr MESZ.

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