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Indy-Mittwoch: Hohe Speeds, erster Crash und wieder Regen

Als keiner mehr damit rechnete, gab es in Indy doch noch Fahrbetrieb: Simon Pagenaud mit schnellster Runde - Jack Hawksworth sorgt für den ersten Crash

(Motorsport-Total.com) - Erst stundenlange Regenfälle, dann, als niemand mehr damit rechnete, tatsächlich eine Lücke im Tiefdruckgebiet, bei kühlen Temperaturen sehr hohe Speeds, und just als es in die Verlängerung gehen sollte, der erste Abflug der Trainingswoche von Indianapolis. So lässt sich in einem Satz der vierte Tag im Vorfeld des 98. Indy 500 beschreiben. Simon Pagenaud (Schmidt-Honda) fuhr mit 226.122 Meilen pro Stunde jenseits der 226-Meilengrenze. Rookie Jack Hawksworth (Herta-Honda) hatte die zweifelhafte Ehre, sich als erster Indy-500-Pilot 2014 in der Mauer wiederzufinden.

Indianapolis

Am späten Mittwochnachmittag konnte in Indy doch noch gefahren werden Zoom

Eigentlich sah es am Indy-Mittwoch lange Zeit wirklich nicht so aus, als würde es am vierten Tag der Trainingsaktivitäten überhaupt irgendeinen Fahrbetrieb geben können. Es regnete permanent, doch am späten Nachmittag verzog sich das über dem Mittleren Westen der USA liegende große Tiefdruckgebiet in Richtung Norden und die Strecke trocknete langsam ab. Um 17:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr MESZ) konnte dann tatsächlich die Grüne Flagge geschwenkt werden, die Trainingssession vom Mittwoch wurde um eine Stunde bis auf 19:00 Uhr Ortszeit verlängert.

Über Nacht gab es zudem einen saftigen Temperatursturz von über 25 Grad Celsius auf nur noch knapp 15 Grad Celsius, was die Speeds kräftig nach oben brachte. Das Resultat: Trotz grüner Strecke lagen nach 30 Trainingsminuten gleich sechs Piloten über der Grenze von 225 Meilen pro Stunde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Helio Castroneves (Penke-Chevrolet; 225.340; 4.) die Nase vor Michail Aljoschin (Schmidt-Honda; 225.310; 5.) und Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda; 225.110; 8.).


Indy 500

Indy-GP-Sieger Pagenaud im zweiten Schmidt-Honda knackte nach etwa 45 Minuten als erster Indy-Pilot 2014 sogar die Marke von 226 Meilen. Der 29-jährige Franzose drehte windschattenbegünstigt in einem großen Pulk von Autos eine Runde mit einem Schnitt von 226.122 Meilen pro Stunde oder 363,9 km/h. Auch J.R. Hildebrand (Carpenter-Chevy; 225.854, 2.) und Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet; 225.494; 3.) schoben sich in dieser Phase zwischen Pagenaud und Castroneves.

Dann folgte nach ziemlich genau 60 Minuten der erste Crash der laufenden Indy-Trainingswoche, als Rookie Jack Hawksworth im Bereich der Kurven drei und vier seinen frisch lackierten Herta-Honda verlor und rücklings in die Streckenbegrenzung krachte. Der 23-jährige Brite blieb dabei unverletzt, zum Zeitpunkt seines Abflugs lag er nach 28 gezeiteten Runden mit einem Schnitt von 224.000 Meilen pro Stunde auf Rang 17.

1.043 Runden in 60 Minuten

Bei seinem Einschlag hinten links zerstörte Hawksworth einen kleinen Bereich der Safer-Barrier, was eine längere Reparaturpause nach sich zog. Weil sich unterdessen das nächste Regengebiet ankündigte, gerieten die frühen Abendstunden in Indianapolis erneut zu einem kleinen Wettlauf mit der Zeit. Es gab tatsächlich noch einmal eine kleine Phase von etwa fünf Trainingsminuten unter Grün, bevor gegen 18:30 Uhr Ortszeit Mutter Natur endgültig wieder das Kommando übernahm.

Simon Pagenaud

Simon Pagenaud dreht am Mittwoch die bisher absolut schnellste Runde Zoom

In der Nettobetrachtung kam es am Mittwoch also auf rund 60 effektive Trainingsminuten, in denen stolze 1.043 Runden gedreht wurden. Am Tagesergebnis änderte sich nichts mehr. Jacques Villeneuve (27.) im dritten Schmidt-Honda wagte sich erstmals in die großen Pulks und hatte dabei einige Eingewöhnungsprobleme. Der Kanadier hing mit einem Schnitt von 221.682 Meilen pro Stunde am hinteren Ende der Zeitenliste herum.

Noch hinter Villeneuve rangierten Martin Plowman (28.) im zweiten Foyt-Honda und Will Power (Penske-Chevrolet; 29.), der überhaupt nur zwei Runden absolvierte. Wer fehlte? Zum Beispiel hatte Kurt Busch (Andretti-Honda) angesichts der düsteren Wetterprognose wohl nur wenig Hoffnung auf Fahraktivitäten und verabschiedete sich vorzeitig in Richtung Charlotte, wo am Wochenende das Allstar-Race der NASCAR stattfindet.

Buddy Lazier hatte seinen Lazier-Chevrolet genauso in der technischen Inspektion wie das KV-Team das fünfte Auto von James Davison mit der Startnummer 33. Nach Pink von Pippa Mann präsentiert Davison ein kräftiges Türkis. Sebastian Bourdais war der planmäßige Pilot, der das neue Auto einem Shakedown unterziehen sollte, doch dazu kam es nicht mehr. Lazier und Davison sind in diesem Jahr die beiden Piloten, die motorenseitig ein Chevy-Kurzprogramm gebucht haben.

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