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Indy 500: Scott Dixon mit Rekord auf Pole, Grosjean auf Top-10-Startplatz

Mit zweitschnellstem Vier-Runden-Schnitt in einem Indy-500-Qualifying erringt Scott Dixon zum fünften Mal die Pole - Romain Grosjean in Reihe 3 - Jimmie Johnson driftet

(Motorsport-Total.com) - Scott Dixon (Ganassi-Honda) ist der Polesetter für die 106. Auflage der 500 Meilen von Indianapolis, die am kommenden Sonntag (29. Mai) auf dem Indianapolis Motor Speedway als Höhepunkt der IndyCar-Saison 2022 über die Bühne geht. (ANZEIGE - Streame alle Rennen live mit Sky Ticket!)

Scott Dixon

Schon die fünfte Indy-500-Pole für Scott Dixon (Ganassi-Honda) Zoom

Mit überragendem Bestwert am zweiten Qualifying-Tag im "Brickyard" hat sich Dixon nicht nur die fünfte Indy-500-Pole seiner Karriere (nach 2008, 2015, 2017 und 2021) gesichert, sondern er hat auch den zweitschnellsten Vier-Runden-Schnitt in einem Indy-500-Qualifying überhaupt hingelegt: 234,046 Meilen pro Stunde (376,580 km/h).

"Dieser Ort ist einfach unglaublich, mit all den Höhen und Tiefen, die er über all die Tage immer wieder hervorbringt. Das hier ist einfach das Ergebnis harter Arbeit von jeder Menge Leute. Ein Riesendankeschön an meine Teamkollegen", so Dixon, dessen vier Ganassi-Teamkollegen allesamt die Top 12 für Sonntag erreichten.

234,046 Meilen pro Stunde: Rekordschnitt für eine Indy-500-Pole

Mit gerade mal 18 Grad Celsius Lufttemperatur und teilweise bewölktem Himmel waren die Bedingungen am Sonntagnachmittag in Indianapolis nahezu perfekt. Bezogen auf eine Pole ist Dixons Vier-Runden-Schnitt sogar neuer Rekord, denn der bisherige Pole-Rekord - aufgestellt 1996 von Scott Brayton mit 233,718 Meilen pro Stunde - wurde übertroffen!

Auf den absoluten Bestwert über vier Runden - aufgestellt 1996 von Arie Luyendyk im nicht für die Pole relevanten Qualifying-Segment mit 236,986 Meilen pro Stunde (381,310 km/h) - fehlt Dixon zwar trotzdem einiges. Aber das hat einen Grund: Zum Monat Mai 1996 wurde der Indianapolis Motor Speedway komplett neu asphaltiert, seither nicht mehr. (Fotos: Trainings und Qualifying zum 106. Indy 500)

Kurz bevor am Sonntag das Top-6-Shootout - das letzte Segment (Q3) des neuen Indy-500-Qualifyings - über die Bühne ging, gab es eine Paraderunde. Diese wurde angeführt von Rick Mears, der mit sechs Poles der diesbezügliche Rekordhalter beim Indy 500 ist. Mears saß im diesjährigen Pace-Car, einer Chevrolet Corvette Z06, und hatte auf der Paraderunde die sechs finalen Shootout-Teilnehmer in deren IndyCars hinter sich.

Ganassi mit vier Autos im Top-6-Shootout

Im Top-6-Shootout setzte sich der sechsmalige IndyCar-Champion Scott Dixon dann mit seinem Vier-Runden-Schnitt von 234,046 Meilen pro Stunde gegen seine fünf Mitstreiter durch. Zweitschnellster war Ganassi-Teamkollege Alex Palou mit einem Vier-Runden-Schnitt von 233,499 Meilen pro Stunde.

Der amtierende IndyCar-Champion Palou startet somit am kommenden Sonntag aus der Mitte der ersten Startreihe. Auf der Außenseite der ersten Reihe nimmt Rinus VeeKay (Carpenter-Chevrolet) als Drittschnellster Aufstellung. Die zweite Reihe in der Startaufstellung bilden Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet; 4.), Marcus Ericsson (Ganassi-Honda; 5.) und Tony Kanaan (Ganassi-Honda; 6.). (Ergebnis: Qualifying 3 (Top-6-Shootout) zum 106. Indy 500)

Alex Palou, Jimmie Johnson, Scott Dixon, Chip Ganassi, Tony Kanaan, Marcus Ericsson

Indy-500-Polesetter Scott Dixon mit Alex Palou, Jimmie Johnson, Tony Kanaan, Marcus Ericsson und Chp Ganassi Zoom

Das Team von Chip Ganassi hatte somit vier seiner fünf Autos im Top-6-Shootout, und das fünfte im direkt vorangegangenen Top-12-Shootout mit dabei. Übrigens: Polesetter Dixon hatte nach dem ersten Qualifying-Tag (Samstag) nur auf P10 gelegen, aber das reichte zum Top-12-Einzug und damit zum erneuten Antreten am Sonntag.

Romain Grosjean in Reihe 3 - Jimmie Johnson mit wildem Drift

Dem Top-6-Shootout vorausgegangen war am Sonntag das Top-12-Shootout (Q2). In diesem zweiten Segment des zweitägigen Qualifyings gingen die Top 12 vom Samstag (Q1) in umgekehrter Reihenfolge für vier fliegende Runden auf die Strecke. Für die sechs Schnellsten dieses Segments ging es dann in Q3 nochmals über vier fliegende Runden.

Bevor Kanaan, Carpenter, Ericsson, Palou, VeeKay und Dixon in dieser Reihenfolge im Top-6-Shootout die ersten zwei Startreihen unter sich ausmachten, wurden die Startplätze 7 bis 12 bereits im Top-12-Shootout fest vergeben.

In folgender Reihenfolge haben sich die Piloten für die Plätze in der dritten und vierten Startreihe qualifiziert: Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet; 7.), Felix Rosenqvist (McLaren-Chevrolet; 8.), Romain Grosjean (Andretti-Honda; 9.), Takuma Sato (Coyne-Honda; 10.), Will Power (Penske-Chevrolet; 11.) und Jimmie Johnson (Ganassi-Honda; 12.). (Ergebnis: Qualifying 2 (Top-12-Shootout) zum 106. Indy 500)

Romain Grosjean

Romain Grosjean (Andretti-Honda) startet sein erstes Indy 500 von P9 Zoom

Für Indy-500-Rookie Romain Grosjean hat es mit P9 im Top-12-Shootout zwar nicht zum Einzug ins Top-6-Shootout gereicht. Dennoch ist der Platz auf der Außenseite der dritten Startreihe überaus respektabel für den ehemaligen Formel-1-Piloten. Apropos ehemaliger Formel-1-Pilot: Für Takuma Sato, der vor dem zweitägigen Qualifying alle drei Trainingstage zum diesjährigen Indy 500 angeführt hatte, ist der zehnte Startplatz eine Enttäuschung.

Auch der aktuelle IndyCar-Tabellenführer Will Power klang angesichts seines elften Startplatzes nicht überglücklich. Dennoch ist es für ihn kein Vergleich zur Dramatik des vergangenen Jahres, als er sich durch das damals stattgefundene Last-Row-Shootout zittern musste, um es mit seinem Penske-Chevrolet überhaupt ins 33-köpfige Starterfeld für das Rennen zu schaffen.

Jimmie Johnson - genau wie Grosjean ein Rookie beim Indy 500, aber nicht in der IndyCar-Serie - erlebte direkt in der ersten Kurve der ersten seiner vier Runden eine riesige Schrecksekunde. Einen nachhaltigen Mauerkontakt (wie es ihm am Freitag passiert war) oder gar einen Crash konnte der siebenmalige NASCAR-Champion gerade so vermeiden. Aber beim wilden Drift ausgangs Turn 1 ging zu viel Zeit verloren, um den Einzug in die Top 6 zu schaffen. Als Zwölfter startet Johnson von der Außenseite der vierten Reihe.

Was die Motorenhersteller betrifft, so war die Top-12-Besetzung mit 7:5 für Honda gegen Chevrolet recht ausgeglichen, wobei Chevrolet das Klassement nach dem ersten Tag dank Rinus VeeKay angeführt hatte. Am Ende des zweiten Tages aber hatte dann doch Honda dank der Ganassi-Übermacht die Nase vorn.

Bemerkenswert: Wie schon in der gesamten Trainingswoche, so gab es auch am zweitägigen Qualifying am Wochenende keinen einzigen Crash. Nun, da über zwei Tage hinweg alle drei Segmente des neuen Indy-500-Qualifyings absolviert sind, ist die 33-köpfige Startaufstellung für das 200-Runden-Rennen am kommenden Sonntag komplett.


Fotostrecke: Die Startaufstellung zum Indy 500

Gemäß des für dieses Jahr neuen Qualifying-Formats mit drei Segmenten gibt es für die zwölf Teilnehmer des Top-12-Shootouts Bonuspunkte für die IndyCar-Gesamtwertung. In dieser hat Will Power trotz seines elften Startplatzes (zwei Bonuspunkte) die Spitzenposition behalten.

Am Montag gibt es noch ein zweistündiges Freies Training in Rennabstimmung. Am Freitag, dem "Carb-Day", findet traditionell das Abschlusstraining statt. Dieses ebenfalls in Rennabstimmung gefahrene letzte Training vor dem Rennen ist ebenfalls auf zwei Stunden angesetzt.

Am Sonntag, dem Renntag des 106. Indianapolis 500, beginnt die ebenso traditionelle wie umfangreiche Pre-Race-Show um 11:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MESZ). Der Start in die 200 Runden erfolgt um 12:45 Uhr Ortszeit (18:45 Uhr MESZ). Im deutschsprachigen Raum überträgt Sky Sports F1 ab 18:15 Uhr MESZ live und wir bieten auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com ein Watchalong mit Pete Fink und Stefan Ehlen an. (Infos zum 106. Indy 500: TV-Zeiten, Zeitplan, Teilnehmer, Historie & Co.)

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