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Harding Racing will noch weitere Fahrer testen

Gabby Chaves wird beim IndyCar-Rennen in Toronto durch Conor Daly ersetzt - Harding Racing möchte im Hinblick auf 2019 noch mehrere Fahrer evaluieren

(Motorsport-Total.com) - Die Zwangspause für Gabby Chaves könnte länger werden: Der Kolumbianer wird in der IndyCar-Saison 2018 voraussichtlich noch mehrere Rennen aussetzen müssen. Nachdem er in den ersten elf Läufen der Saison kein besseres Resultat als Rang 14 holte (eine Enttäuschung nach den starken Auftritten während der Teilzeit-Saison 2018), hat sich Harding-Teamchef Brian Barnhart entschlossen, die Saison als Test für 2019 zu verwenden. Dann will das Team auf zwei Fahrzeuge expandieren.

Gabby Chaves

Gabby Chaves wird wohl noch einige Rennen mehr pausieren müssen Zoom

So kommt in Toronto zunächst einmal Conor Daly zum Einsatz, der in den USA zu den beliebteren Fahrern zählt. Der Sohn von Ex-Formel-1-Fahrer Derek Daly fuhr zwischen 2013 und 2016 insgesamt 22 IndyCar-Rennen für A.J. Foyt Enterprises, Schmidt Peterson Motorsports und Dale Coyne Racing. Allerdings dürfte das nicht der letzte Platztausch sein.

Pato O'Ward soll bereits eine Sitzprobe im IndyCar absolviert haben. Der Mexikaner liegt bei den Indy Lights derzeit auf der zweiten Gesamtposition und hat in der IMSA SportsCar Championship mit einigen starken Leistungen vor allem im Qualifying auf sich aufmerksam gemacht. Harding Racing schaut sich ebenfalls Tabellenführer Colton Herta und Santiago Urrutia, den Drittplatzierten der Meisterschaft, genau an. Dieses Triumvirat bestimmt die Indy Lights, die allerdings nur noch aus einer Handvoll Fahrzeugen besteht.

"Wir wollen für den Rest der Saison 2018 sehen, wo wir stehen und schauen, was wir für 2019 tun können, weil wir dann ein Zwei-Wagen-Team werden wollen", begründet Barnhart. "Deshalb möchte Mike (Harding, Teambesitzer; Anm. d. Red.) einige Fahrer beurteilen, die dieses Jahr am Indy 500 teilgenommen haben, oder ihr Talent bei den Lights beweisen."

Kurzum: Man ist sich nicht sicher, ob Chaves wirklich das Maximum aus dem Chevrolet-Paket herausholt oder ob man sich als Team weiter steigern muss. Barnhart nimmt seinen Fahrer in Schutz: "Es ist ziemlich schwierig mit nur einem Auto, einem Ingenieur und einem Fahrer. Das soll keine Anschuldigung in Richtung Gabby sein. Er ist bei uns weiterhin unter Vertrag und hat einen Kontrakt für 2019. Natürlich war er nicht gerade begeistert und das Gespräch war nicht leicht. Aber er wird noch 2018 wieder zu sehen sein." Nach Toronto stehen noch fünf weitere Rennen auf dem Programm.

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