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Edmonton: Sato schlägt Pole-König Power!

Pole-König Will Power ist entthront: Takuma Sato verwies den Penske-Piloten auf Platz zwei und eroberte seine zweite IndyCar-Pole - Ganassi lauert in Schlagdistanz

(Motorsport-Total.com) - Nach einem arbeitsreichen IndyCar-Samstag sind alle Zutaten für ein faszinierendes Honda Indy Edmonton zusammen: Nicht der übliche Pole-Mann auf Platz eins, dessen großer Titelkonkurrent in direkter Schlagdistanz und allen voran ein schneller Außenseiter, der den Top-Favoriten kräftig in die Suppe spucken könnte. Die Rede ist von Will Power, Dario Franchitti und Takuma Sato.

Takuma Sato

Takuma Sato holte sich in Edmonton seine zweite IndyCar-Pole Zoom

Die Serie ist gerissen. Neunmal in Folge stand Power auf den Nicht-Ovalen der IndyCars auf der Pole-Position, bis ihn der Japaner in Diensten von KV/Lotus entthronte. Sato behielt in einem spannenden Qualifying mit 1:18.516 Minuten die Oberhand über Powers 1:18.567. Dahinter lauert das Ganassi-Duo Scott Dixon (3.; 1:18.644), der am Freitag 31 Jahre alt wurde, und natürlich Dario Franchitti (4.; 1:18.663).


Fotos: IndyCars in Edmonton


Für Sato ist es seine zweite IndyCar-Pole binnen weniger Wochen. Schon Ende Juni holte er sich Startplatz eins auf dem Short-Track-Oval von Iowa. "Das war schon etwas besonderes, schließlich war es meine erste Pole in Amerika", freute sich der ehemalige Formel-1-Pilot. Der ganz große Unterschied: "Das hier ist eine Rundstrecke und dieses Rennfahren liebe ich wirklich."

Es war ein beinharter Zweikampf mit Penske-Pilot Power, der sich über alle drei Qualifying-Segmente hinzog. Spätestens in Q1 wurde klar, dass Sato der große Power-Konkurrent sein würde. Der Australier gewann seine Gruppe in 1:18.196, Sato konterte in Gruppe zwei mit 1:18.154. "In Q2 habe ich das Auto dann etwas überfahren", gestand der Japaner, der dort knapp vier Zehntelsekunden auf Power verlor.

Großes Lob für Sato

Takuma Sato

Nummer zwei: Nach Iowa fuhr Takuma Sato auch in Edmonton auf Pole Zoom

Doch als der Penske-Dallara mit der Startnummer 12 mit der linken Fahrzeugseite die Mauer leicht touchierte, war die Edmonton-Pole entschieden. Sato hatte in Q3 auf angefahrenen Reds eine Marke von 1:18.516 erzielt, Powers Konter war nur eine 1:18.567. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der KV/Lotus-Pilot bereits in der Boxengasse und jubelte im Auto.

"Ein tolles Gefühl und der Lohn einer starken Teamleistung, denn wir alle arbeiten wirklich intensiv zusammen." Was sich auch in der Breite auszahlte, denn mit Ernesto Viso (5.; 1:18.738) brachten die Mannen um Kevin Kalkhoven und Jimmy Vasser noch ein zweites Team in die Top 6. Routinier Tony Kanaan startet als Elfter.

Power zollte dem Polesetter ein großes Lob: "In Q1 und Q2 hat noch alles optimal gepasst, aber Takuma hat heute ganz einfach einen fantastischen Job gemacht. Ich wusste, dass er nur schwer zu schlagen sein würde." Gleiches galt auch für das Ganassi-Duo Dixon und Franchitti: "Uns fehlt noch ein Stück zum Puzzle, wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Aber bis morgen müssten wir das hinbekommen."

Auf dem runderneuerten Flugplatzkurs, von dessen altem Layout lediglich zwei von 13 Kurven übernommen wurden, war vor allem "ein sehr technischer Fahrstil" gefragt, wie Sato und Franchitti übereinstimmend berichteten. "Vor allem im Mittelteil musst du es laufen lassen", so der Schotte. "Da bringt es dir gar nichts, wenn du anfängst, das Auto herumzuwuchten."

De Silvestro stark verbessert

Simona de Silvestro

Von 26 auf 16: Simona de Silvestro fand einigen Speed Zoom

Was vor allem Sato entgegen kam. "Es ist wirklich sehr technisch und genau das mag ich. Unser Auto passt auch, denn wir mussten heute fast keine Veränderungen vornehmen." So ist das große Ziel des Pole-Manns klar: "Ich möchte endlich auf das Podium und wenn sich eine Chance zum Sieg ergibt, dann werde ich nicht 'Nein' sagen."

Keine wirkliche Chance in den Top 6 hatte Ryan Briscoe (6.), der dritte Penske von "Nicht-Vorjahressieger" Helio Castroneves kommt von Startplatz neun. Dazwischen starten die beiden Kampfhähne des Qualifying-Samstags Ryan Hunter-Reay (Andretti; 7.) und Oriol Servia (Newman/Haas; 8.), die sich nach Q2 eine kleine Verbalschlacht lieferten. Grund: Servia hatte Hunter-Reay auf dessen letzter Runde aufgehalten.

James Hinchcliffe im zweiten Newman/Haas rundete die Top 10 ab, Sebastien Bourdais (Dale Coyne; 12.) schaffte es in Q1 mit einem wahren Last-Minute-Kraftakt, sich in Q2 - und damit die Top 12 - zu fahren. Simona de Silvestro (HVM), die in den beiden Samstag-Session jeweils 26. und Letzte wurde, zeigte sich stark verbessert und startet am Sonntagabend (Startzeit ist um 20:50 Uhr MESZ) aus Position 16.

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25.01. 21:15

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