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Chaos auf der Belle Isle: Dixon gewinnt Detroit-Marathon

Scott Dixon holt sich nach zweistündiger Unterbrechung den Sieg in Detroit vor Ganassi-Teamkollege Dario Franchitti - Honda-Dreifachsieg vor Chevys Haustür

(Motorsport-Total.com) - Nachdem der Chevrolet Detroit Belle Isle Grand Prix aufgrund des in mehreren Kurven aufgebrochenen Streckenbelags für insgesamt zwei Stunden unterbrochen werden musste, nahmen die IndyCar-Piloten den Rennbetrieb doch noch einmal auf. Die ursprünglich vorgesehene Renndistanz wurde allerdings von 90 auf 60 Runden verkürzt, nachdem Will Power und Tony Kanaan die Strecke am Steuer einer Corvette persönlich in Augenschein genommen und für befahrbar erklärt hatten.

Scott Dixon

Ganassi-Pilot Scott Dixon fuhr in Detroit zu seinem ersten Saisonsieg Zoom

Als die Rote Flagge herausgekommen war, standen 45 Umläufe zu Buche. Die Piloten fochten den Sieg beim IndyCar-Comeback in Detroit demzufolge im Zuge eines Shootouts über 15 Runden aus. Zu allem Überfluss setzte unmittelbar vor dem geplanten Restart leichter Regen ein, was an den Boxen für reichlich Kopfzerbrechen sorgte.

Letztlich behielt Scott Dixon (Ganassi-Honda) einen kühlen Kopf und setzte sich im Finale auf Slicks gegen Teamkollege Dario Franchitti und Simon Pagenaud (Schmidt-Honda) durch. "Das fühlt sich toll an. Angesichts der Verzögerung war es ein schwieriges Rennen, aber ein weiterer Doppelsieg für das Team ist eine tolle Sache", freute sich Dixon, der sich in der Gesamtwertung bis auf 26 Zähler an Will Power (Penske-Chevrolet; 4.) heran schob. Pagenaud realisierte mit Rang drei seinen zweiten Podestplatz der Saison.


Fotos: IndyCars in Detroit


Angesichts dreier Honda-Piloten auf den ersten drei Plätzen hätte die Schlappe für die Chevy-Teams in der Heimatstadt des US-Herstellers kaum derber ausfallen können. Dass in Person von Will Power (Penske), Oriol Servia (Dreyer & Reinbold), Tony Kanaan (KV) und Ryan Hunter-Reay (Andretti) vier Chevy-Piloten auf den Positionen vier bis sieben einliefen, war für die in Detroit ansässigen Bosse ein schwacher Trost.

Dixon behält in der Schlussphase kühlen Kopf

Dixon führte das Feld vor Power und Pagenaud nach zwei Runden unter Gelb ins Finale. Kanaan nahm den zweiten Teil des Rennens nach einer abweichenden Strategie im ersten Teil von Platz vier in Angriff. Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 17.) ging neben Indy-500-Sieger Franchitti aus der dritten Reihe in die entscheidenden 15 Umläufe.

Dario Franchitti

Dario Franchitti sorgte für einen neuerlichen Ganassi-Doppelsieg Zoom

Beim Restart nach der zweistündigen Unterbrechung hielt Dixon auf der Innenseite die Spitze, während Power hinter Pagenaud zurückfiel. Franchitti machte eine Position gut, als es in Kurve sechs mit einem geordneten Rennverlauf zunächst vorbei war: Castroneves drehte sich mitten im Feld. Wenige Meter später gerieten mehrere Fahrzeuge - darunter die von Marco Andretti (Andretti-Chevy; 11.) und Josef Newgarden (Fisher-Honda; 15.) - aneinander. Die Gelbe Flagge war die logische Folge.

Beim neuerlichen Restart lag Dixon vor Pagenaud und Power, während Franchitti aus Reihe zwei erneut zwei Positionen gewann und sich hinter seinem Ganassi-Teamkollegen auf Platz zwei wiederfand. "Dario war bei den Restarts einfach unglaublich", lobte Teamchef Chip Ganassi unmittelbar nach dem Zieleinlauf. "Ich musste nach dem verpatzten Qualifying einfach etwas riskieren", bemerkte der ursprünglich nur aus Reihe sieben losgefahrene Franchitti trocken.

Tagliani rettet Top-10-Platzierung

KV-Pilot Ernesto Viso (18.) sorgte mit einem Dreher in Kurve vier nach Kontakt mit Marco Andretti für eine erneute Caution. Bei noch sieben ausstehenden Runden erwies sich Dixon ein weiteres Mal als der beste Neustarter. Auch dahinter hielten die Piloten ihre Positionen und brachten den Marathon-Tag in "Motown" schließlich ohne weitere Zwischenfälle zu Ende.

Alex Tagliani

Für Alex Tagliani schien das Rennen eigentlich schon am Start verloren... Zoom

Alex Tagliani (Herta-Honda) konnte von seinem im Qualifying herausgefahrenen dritten Startplatz nicht Gebrauch machen. Während das Feld mit Dixon und Power an der Spitze um 21:45 Uhr MESZ die erste Grüne Flagge unter die Räder nahm, musste der Kanadier aus der Boxengasse tatenlos zusehen. Elektronikprobleme waren der Grund. Mit Verspätung nahm Tagliani das Rennen auf und konnte sich nach dem chaotischen Verlauf des Renntags schließlich über Rang zehn freuen. Simona de Silvestro fuhr im einzig verbliebenen Lotus-getriebenen Fahrzeug auf Platz 13.

Ausfälle für Barrichello, Wilson und Bourdais

Rubens Barrichello hatte bei seinem ersten Auftritt auf der Belle Isle kein Glück. Der Ex-Formel-1-Pilot in Diensten des KV-Teams musste nach zehn Runden mit Motorproblemen die Box aufsuchen und wurde unterm Strich als 25. und Letzter gewertet. "In 19 Jahren Formel 1 hatte ich einige schlechte Tage", kommentierte der Brasilianer und fügte enttäuscht an: "Hier hatte ich schon früh im Rennen Fehlzündungen und musste aufgeben."


Die Höhepunkte aus Detroit

Justin Wilson - Sieger beim bisher letzten Detroit-Grand-Prix im Jahr 2008 - hatte ebenfalls Pech. Der Brite in Diensten von Dale Coyne Racing geriet im Getümmel der ersten Runde an die Mauer, musste mit beschädigter Radaufhängung die Box aufsuchen und wenig später schließlich aufgeben. Auch Sebastien Bourdais kam nichts ins Ziel. Der Franzose musste den inzwischen einzigen Dragon-Chevy im Feld kurz vor der Roten Flagge mit technischem Defekt abstellen.

Am kommenden Wochenende steht auf dem Texas Motor Speedway das zweite Ovalrennen im diesjährigen IndyCar-Kalender auf dem Programm.

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