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Comeback-Sieg: Montoya triumphiert in Pocono

Juan Pablo Montoya hat es geschafft: Der Kolumbianer gewinnt auf dem Tricky-Triangle von Pocono sein erstes IndyCar-Rennen nach dem Comeback

(Motorsport-Total.com) - Zwischen dem 17. September 2000 und dem 6. Juli 2014 liegen viele Jahre. Damals gewann Juan Pablo Montoya auf dem Gateway International Raceway, bevor er in die Formel 1 und später in die NASCAR wechselte. Es war sein letzter Erfolg in der alten CART-Serie und nun schlug er wieder zu: Der 38-jährige Kolumbianer fuhr seinen Penske-Chevrolet von der Pole-Position zu einem letztlich ungefährdeten Sieg im Pocono Indy 500. Damit ist auch endgültig klar, dass seine Wiedereingewöhnungsphase abgeschlossen ist.

Juan Pablo Montoya

Juan Pablo Montoya gewinnt in Pocono sein erstes IndyCar-Rennen 2014 Zoom

Im Gegenteil: Mit seinen 102 satten Pocono-Punkten muss Montoya ab sofort als Meisterschaftskandidat gelten. "Ich möchte mich bei Roger Penske bedanken, der an mich geglaubt hat, obwohl ich so lange Zeit nicht mehr in einem IndyCar gesessen bin", lauteten die ersten Montoya-Worte, die der "Captain" prompt zurückgab: "Was für eine tolle Sache für Juan", sagte Penske. "Und was für ein großartiges Rennen ist er heute gefahren!"

Am Ende hatte die Startnummer 2 deutliche 2,34 Sekunden Vorsprung auf Penske-Teamkollege Helio Castroneves. Auch der "Spiderman" freute sich für Montoya: "Unglaublich. Schon als er unterschrieben hat, wusste ich, dass er vorne mitfahren, und uns einige Kopfschmerzen bereiten wird." Castroneves ist nun punktgleich mit Will Power im dritten Penske-Chevy, der zwar 69 Runden lang in Front lag, nach einer Durchfahrtsstrafe wegen Blockierens (ausgerechnet gegen Castroneves) und einem späten Tankstopp nur als Zehnter ins Ziel kam.

Auf dem riesigen 2,5 Meilen langen Tri-Oval blieben die ersten 158 Runden komplett unter Grün, bevor Graham Rahal (Rahal-Honda; 19.) mit einem Dreher die erste und einzige Gelbphase des IndyCar-Sonntags auslöste. Dies bedeutete am Ende einen sagenhaften Rennschnitt von 202,402 Meilen pro Stunde oder 325,734 km/h. Wohlgemerkt im Schnitt über eine Distanz von 500 Meilen oder 804,672 Kilometer. Ein wahrhaft rekordreicher Pocono-Sonntag.

Wieder Kontroverse um Power

Will Power, Graham Rahal

Will Power führt vor Juan Pablo Montoya, der gleich angreifen wird Zoom

Montoya blieb das gesamte Rennen über in Schlagdistanz zur Spitze und holte sich beim Restart nach einem Angriff auf Power einen Schaden am Frontflügel ab. "Danach hatte ich etwas Untersteuern, aber ich musste das machen, denn das war der entscheidende Move." Am Ende gab es zwar noch einen Spritpoker den Josef Newgarden (Fisher-Honda; 8.) und Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet; 11.) in der vergeblichen Hoffnung auf Gelb bis auf die Spitze trieben. Als dann auch Kanaan in Runde 197 aufgab, war der Weg frei für Montoya.

Kanaan war über weite Strecken der einzige ernsthafte Penske-Konkurrent, die Power nach der Strafe verloren, was der Australier naturgemäß ganz anders sah: "Ich habe Helio ziehen lassen, ich bin sogar leicht auf die Bremse gestiegen, mehr kann ich dazu nicht sagen." Die Rennleitung sah dies anders und verdonnerte Power zum wiederholten Mal in der laufenden IndyCar-Saison 2014 zu einem außerplanmäßigen Boxengassenbesuch.


IndyCars in Pocono

So fuhr Carlos Munoz am Ende als bester Andretti-Pilot zum dritten Mal in der Saison 2014 auf einen starken dritten Rang: "Natürlich würde ich gerne mal eine Stufe höher klettern", sagte der Kolumbianer. "Aber das gehen wir Schritt für Schritt an." Die Positionen vier und fünf gingen an das Ganassi-Duo Ryan Briscoe und Scott Dixon. Nachdem das Ganassi-Team in Pocono im Vorjahr noch dominiert hatte, stand dies im Juli 2014 nie zur Diskussion. Simon Pagenaud und Rookie Michail Aljoschin kamen in ihren beiden Schmidt-Hondas auf die Plätze sechs und sieben. Lokalmatador Marco Andretti (Andretti-Honda) wurde Neunter.

Für Andretti-Teamleader Ryan Hunter-Reay war es kein guter Tag: Er büsste nach einem Aufhängungsschaden als 18. viele Punkte ein und verlor in der Gesamtwertung zwei Positionen an Montoya und Munoz. Bei den IndyCars geht es in diesen Tagen und Wochen Schlag auf Schlag: Bereits am kommenden Wochenende steht das Nachtrennen auf dem Iowa Speedway an.

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