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Barfield will klare Ansagen geben

Der neue IndyCar-Rennleiter Beaux Barfield gab in Indianapolis erste Einblicke in seine Gedankenwelt: Neues Regelbuch und neue Blocking-Regeln

(Motorsport-Total.com) - Beaux Barfield, der neue IndyCar-Rennleiter, gab sich am Mittwoch in Indianapolis keinerlei Illusionen über seine neue Aufgabe hin. "Es ist ein undankbarer Job, aber ich bin nicht hier, um die Leute zu unterhalten oder mir Freunde zu machen", lautete seine knallharte Ansage. "Die Entscheidungen liegen im Verantwortungsbereich des Renndirektors. Punkt. Es wird meine Aufgabe sein, den Piloten im Fahrermeeting ganz genau zu erklären, was ich von ihnen erwarte."

Beaux Barfield Rennleiter IndyCars

Neustart: Beaux Barfield ist der neue Rennleiter der IndyCars Zoom

Nach Jahren mangelnder Konstanz in der Rennleitung sind dies Aussagen, die vielen IndyCar-Fans aus der Seele sprechen. Barfield kennt die meisten Piloten aus seiner Zeit bei den ehemaligen ChampCars, wo er von 2003 bis 2008 arbeitete. Später übernahm er in der American-Le-Mans-Series den Job des Renndirektors, den er bis zum Saisonende 2011 ausfüllte. Nun also die IndyCars.

"Schon als junger Rennfahrer, der in Amerika aufgewachsen ist, wollte ich immer etwas mit dem Indy 500 zu tun haben", sagt der 40-jährige Texaner, der in Houston lebt. "Als ich dann vom Rennfahrer zum Rennleiter wurde, war es immer mein Ziel, zu den IndyCars und dem Indy 500 zu wechseln. Das ist der Traum meiner Ambitionen als Rennoffizieller. Es ist mir eine echte Ehre, nun ein Teil der IndyCars zu sein."

Marco Andretti, Scott Dixon, Mike Conway

In St. Pete erwartet Beaux Barfield vermutlich gleich eine Menge Arbeit... Zoom

Seine erste Aufgabe wird es sein, der Serie ein neues Regelbuch zu verpassen. Wenn möglich eines, das nicht mehr von allzu vielen Grauzonen geprägt ist. "Es wird Änderungen geben", lautet sein diesbezügliches Versprechen. Barfield bleibt jedoch vorsichtig: "Wenn du zu viele Worte in Bezug auf eine bestimmte Regel schreibst, dann drängst du dich vielleicht selbst zu sehr in eine Ecke. Mein Job wird es sein, diese Grauzonen anzusprechen."

Zum Beispiel beim so kontroversen Thema Blocking. "Ich glaube an das Recht, eine Position verteidigen zu dürfen", unterstreicht Barfield. Insofern wird es in Zukunft wohl "weniger Blocking-Strafen geben, dafür aber mehr Strafen, wenn es zu einem Kontakt kommt." Der früheren Unart, eine Rennstrecke in imaginäre Linien zu unterteilen, gibt er also eine Absage: "Davon bin ich kein Fan. Man wird sich verteidigen dürfen, aber wenn es gefährlich wird, dann werden wir agieren."

Seine Vorstellung ist klar: "Als Rennleiter muss ich das letzte Wort haben. Alle anderen Stewarts haben vor allem die Funktion, dich in schwierigen Situationen zu beraten." Der erste Realitätscheck seiner Aussagen findet am 25. März in den Straßen von St. Petersburg statt, wenn die IndyCars zu ihrem Saisonauftakt 2012 antreten.

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25.01. 21:15

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