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ESM steigt mit Ligier und Nissan in IMSA-Serie ein

Extreme Speed Motorsports bringt bei seinem Einstieg in die IMSA SportsCar Championship gleich einen neuen Hersteller mit: Nissan fordert Cadillac und Mazda

(Motorsport-Total.com) - Dass Extreme Speed Motorsports zurück in die Vereinigten Staaten von Amerika kehrt, ist allgemein keine große Überraschung mehr. Nach zwei Jahren in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) wird die Mannschaft rund um Spirituosen-Mogul Ed Brown und Scott Sharp wieder in ihrer Heimat sesshaft. Mit zwei Ligier JS P217 nach DPi-Reglement werden Brown und Sharp, die seit Jahren gemeinsam mit Johannes van Overbeek Rennen bestreiten, ihrem jetzigen Partner Onroak treu bleiben.

Scott Sharp, Ed Brown, Johannes van Overbeek

ESM kehrt in die Heimat zurück: IMSA-Engagement mit Nissan! Zoom

Eine größere Überraschung ist hingegen das Triebwerk, das für den IMSA-Einsatz 2017 vorgesehen ist: ESM bringt mit Nissan einen dritten Hersteller in die Meisterschaft. Dabei wird ein 3,8l-V6 aus dem Nissan GT-R Nismo GT3 verwendet, der in seiner Performance an die Triebwerke von Mazda, GM/Cadillac und LMP2-Einheitslieferant Gibson angeglichen wird. Die Verwendung von GT3-Aggregaten war auch der ursprüngliche Plan der IMSA, die Motorenvielfalt auf kostengünstige Weise bei den DPi zu garantieren.

Der Ligier JS P217 hat diese Woche im französischen Magny-Cours seine ersten Testkilometer absolviert und befindet sich nun in der Erprobungsphase. Für den Nissan-Motor werden leichte Modifikationen vorgenommen. Fertig wird das Auto erst im Dezember, womit sich ein enger Zeitplan bis zu den 24 Stunden von Daytona 2017 ergibt. Die "Roar before the Rolex 24"-Testfahrten stehen nämlich bereits vom 6. bis 8. Januar auf dem Programm.

Für die IMSA SportsCar Championship ist der Einstieg ebenfalls ein Erfolg, denn das Prototypenfeld wächst damit weiter. Lange Zeit schwebten Fragezeichen über der DPi-Klasse, doch die Lage sieht immer freundlicher aus: Es ist nicht mehr unwahrscheinlich, dass eine zweistellige Anzahl an Prototypen die Saison 2017 bestreiten wird. Mazda und Cadillac werden voraussichtlich jeweils drei Boliden an den Start bringen, denn das VisitFlorida-Team wird mittlerweile stark mit Mazda in Verbindung gebracht. Core und PR1/Mathiasen wollen mit Gibson-Motoren aus der PC-Kategorie aufsteigen. Starworks ist aktuell noch unentschlossen. (Mehr zum IMSA-Feld hier)

Ed Brown, Johannes van Overbeek, Jon Fogarty

ESM fuhr über viele Jahre in ALMS und der USCC-Serie Zoom

Auch für Onroak Automotive markiert der Schritt von ESM die Eintrittskarte in die USA. "Das Programm ist ein neuer und wichtiger Schritt für Onroak Automotive", sagt Onroak-Chef Jacques Nicolet. "Ich möchte Scott Sharp und Ed Brown danken, die nach zwei Jahren der Zusammenarbeit mit Ligier uns wieder ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Darüber hinaus sind wir stolz darauf, dieses Programm in Partnerschaft mit Nissan und Nismo zu fahren, mit denen wir erfolgreich in der LMP2-Kategorie zusammengearbeitet haben."

ESM hat seine Wurzeln in der ALMS, wo das Team 2010 mit einem GTLM-Ferrari debütierte. 2013 wechselte das Team in die Prototypen-Ränge und war zunächst treuer Honda-Kunde. Das änderte sich zu Beginn der Saison 2015, als sich der HPD ARX-04b als Rohrkrepierer erwies. Mit zwei Ligier JS P2, anfangs mit Honda-, später mit Nissan-Power, wagte sich das Team in die WEC. Dass sich die Truppe komplett aus der Weltmeisterschaft zurückzieht, ist nicht offiziell bestätigt, aber wahrscheinlich. Die Zusammenarbeit mit dem Onroak-Werksteam Oak Racing wird auch in der IMSA-Serie fortgeführt.

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