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Der Kampf um die neue WM-Krone beginnt

Vorschau: An diesem Wochenende startet in Abu Dhabi die neue FIA-GT1-Weltmeisterschaft - Starke deutsche Besetzung, viele prominente Namen im Feld

(Motorsport-Total.com) - Die Premiere kann beginnen: An diesem Wochenende startet auf dem spektakulären Kurs in Abu Dhabi die neue FIA-GT1-Weltmeisterschaft, die aus der bisherigen FIA-GT-Meisterschaft hervorgegangen ist. Im Kalender der Meisterschaft 2010 stehen insgesamt zehn Rennen. Einmal machen die WM-Piloten dabei auch Station in Deutschland. Vom 26. bis 29. August wird auf dem Nürburgring der sechste WM-Lauf ausgetragen.

Michael Bartels, Andrea Bertolini

Michael Bartels und Andrea Bertolini starten mit der Nummer 1 in die Saison Zoom

Zudem sind die Farben Schwarz-Rot-Gold im Starterfeld stark vertreten. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk: "Die neue FIA-GT1-Weltmeisterschaft bietet packenden Motorsport mit großartigen Sportwagen und auf höchstem Niveau. Erfreulich, dass sechs der zwölf Teams sowie mehr als ein Fünftel der Fahrer aus Deutschland kommen."#w1#

Das Rekord-Starterfeld umfasst insgesamt 24 GT1-Sportwagen von zwölf Teams mit Autos von den sechs Marken Aston Martin, Corvette, Ford, Lamborghini, Maserati und Nissan. Das wird damit für höchst spannenden Motorsport in der Saison 2010 garantieren. Die Starterliste ist gespickt mit ehemaligen Formel-1-Piloten wie Ricardo Zonta, Romain Grosjean, Tomas Enge, Enrique Bernoldi, Mika Salo oder 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist Karl Wendlinger.

"Es wird eine schwierige Aufgabe, da wir mehr Gegner haben als in der Vergangenheit." Michael Bartels

Im vergangenen Jahr wurden Michael Bartels und sein italienischer Kollege Andrea Bertolini FIA-GT-Meister. Deshalb geht der Maserati MC12 von Vitaphone mit der Startnummer eins ins Rennen und ist das Fahrzeug, das es zu schlagen gilt. "Es wird eine schwierige Aufgabe, da wir mehr Gegner haben als in der Vergangenheit", erklärt Bartels, der auf der anderen Seite die Ernennung der GT-Serie zur Weltmeisterschaft "für eine gute Entwicklung" hält. Er ist auf alle Fälle kampfbereit: "Wir haben über den Winter hart gearbeitet und freuen uns auf den Fight in Abu Dhabi." Im Schwesterauto mit der Nummer zwei fahren der frühere Formel-1-Pilot Bernoldi und Miguel Ramos.

Der amtierende FIA-GT3-Europameister und ehemalige ADAC-GT-Masters-Sieger Christopher Haase kämpft zusammen mit Peter Kox um die WM-Krone in der GT1-Kategorie. Das Duo pilotiert einen Lamborghini Murcielago R-SV von Reiter Engineering aus dem oberbayerischen Kirchanschöring. Im zweiten Reiter-Lamborghini gehen Ex-Formel-1-Pilot Zomta und sein brasilianischer Landsmann Rafael Daniel an den Start.

Auch das Münnich-Team setzt auf zwei Murcielagos. Im Auto mit der Nummer 37 lautet die rein deutsche Fahrerpaarung Marc Basseng und Thomas Jäger, das Schwesterauto teilen sich Nicky Pastorelli und Dominik Schwager.

"Ich denke, dass unsere Fahrerkombination sehr vielversprechend ist." Altfrid Heger

Nach erfolgreichen Testfahrten im Portimao und Paul Ricard kehrt auch Routinier Altfrid Heger auf die Rennstrecke zurück. Er hat den ehemaligen DTM-Piloten Alexandros Margaritis in sein Triple-H-Maserati-Team geholt. "Ich denke, dass unsere Fahrerkombination sehr vielversprechend ist. Alexandros ist jung und hungrig. Ich kann die Erfahrung aus 30 Jahren Motorsport einbringen. Hinzu kommt das Know-how von Maserati und des Teams", erklärt Heger.

Den zweiten Maserati in Hegers Team teilen sich der frühere Corvette-Pilot Bert Longin und der zweimalige FIA-GT-Meister Matteo Bobbi. "Die Saison verspricht extrem interessant zu werden und wir sind zuversichtlich, dass wir zu den Hauptdarstellern gehören können", kündigt Bobbi selbstbewusst an. "Noch ist aber schwer zu beurteilen, wie konkurrenzfähig wir sein werden. Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht, um sich auf die Saison vorzubereiten. Und wir hoffen, dass wir damit gute Ergebnisse holen können."

Mücke heiß auf den Autakt

Mit dabei ist auch der ehemalige DTM-Pilot Stefan Mücke, der amtierende Champion der Le-Mans-Series. Der Aston-Martin-Werksfahrer, der zusammen mit dem Dänen Christoffer Nygaard einen Aston Martin DBR9 für das Team Young Driver AMR pilotiert, sieht der Premiere erwartungsvoll entgegen. "Das wird mit Sicherheit ein heißer Weltmeisterschafts-Auftakt - allein schon von den Temperaturen her", sagt Mücke. "Da wird der Fahrer gut aufgewärmt und man kommt im Cockpit mächtig ins Schwitzen. Denn eine Klima-Anlage gibt es im Auto nicht. Aber da müssen ja alle durch."

Stefan Mücke

Yound Driver AMR will für Aston Martin Erfolge in der FIA-GT1 einfahren Zoom

Mücke findet schon allein das erlesene Starterfeld in der GT1-WM "interessant und spannend". Mit Prognosenhält sich der Berliner aber noch zurück: "Mein Ziel ist es, so oft wie möglich die Punkteränge zu erreichen, also in die Top 10 zu kommen." Er freut sich jedenfalls "riesig auf die Saison und die damit verbundene neue Herausforderung. Und natürlich auch darauf, in die GT1-Szene zurückzukehren. Jetzt hat die Serie den Status einer Weltmeisterschaft bekommen, ist also auf dem höchsten Level angesiedelt."

Im Schwesterauto von Young Driver AMR fahren Darren Turner und Tomas Enge. Zwei weitere Aston Martin DBR9 werden vom einzigen französischen Team im Feld eingesetzt, Hexis AMR. Hier heißen die Fahrerpaarungen Frederic Makowiecki und Jean-Denis Deletraz sowie Clivio Piccione und Jonathan Hirschi.

Nissan-Teams mit GT-Champions

Zwei Teams vertrauen in der kommenden Saison auf den Nissan GT-R, der 2009 zusammen mit dem Gigawave-Team entwickelt wurde: Swiss Racing und Sumo Power GT. In diesen beiden Teams finden sich zwei frühere FIA-GT-Meister. Einer der beiden ist Karl Wendlinger. Der Österreicher teilt sich bei Swiss Racing das Cockpit mit Henri Moser. Das Schwesterauto pilotieren der japanische Le-Mans-Sieger Seiji Ara und der Schwede Max Nilsson.

Auch bei Sumo Power GT greift ein früherer FIA-GT-Champions ins Nissan-Lenkrad, Jamie Campbell-Walter. Er ist der Kollege von Warren Hughes. Im anderen GT-R der Sumo-Mannschaft fahren der Deutsche Michael Krumm und der Schotte Peter Dumbreck. "Wir konnten während der Tests in allen Bereichen Fortschritte machen, von daher sieht es für dieses Wochenende alles in allem positiv aus", erklärt Krumm. "Natürlich wollen wir auf das Podium, aber das ist das erste große Rennen für das Team. Von daher werden wir zufrieden sein, wenn wir beide Autos in die Top 10 bekommen."

Salo in der Corvette

Im Feld der Corvette-Fahrer geht ein weiterer früherer Formel-1-Pilot an den Start: Mika Salo. Der Finne teilt sich eine Z06 des belgischen Mad-Croc-Teams mit seinem Landsmann Pertti Kuismanen. Ihre Teamkollegen im Schwesterauto sind Xavier Maassen und Alex Müller.

Matech setzt auf Frauenpower: Gachnang und Allemann werden durch Frey verstärkt Zoom

Das Phoenix-Team aus Meuspath in der Eifel geht ebenfalls mit zwei Corvettes ins Rennen. Marc Hennerici und der frühere GP2-Pilot Andreas Zuber fahren im Auto mit der Nummer 13, die Nummer 14 pilotieren Mike Hezemans und Andrea Piccini.

Im Fokus der Öffentlichkeit dürfte in dieser Saison auch das Matech-Team stehen. Denn die Schweizer Mannschaft setzt auf ein reines Damen-Team. Die beiden Schweizerinnen Natacha Gachnang und Cyndie Allemann teilen sich das Cockpit des Matech-Fords mit der Nummer 6. Für die 24 Stunden von Le Mans werden sie von ihrer Landsfrau Rahel Frey verstärkt. Im Schwesterauto mit der Nummer 5 sitzen Thomas Mutsch und der frühere Formel-1-Pilot Romain Grosjean. Er ersetzt Bernoldi, der zunächst bei Matech unterschrieben hatte. Nach den ersten Testfahrten trennten sich die Wege aber wieder, Bernoldi heuerte dann bei Vitaphone an.

Das zweite Ford-Team im Feld ist die belgische Mannschaft Marc VDS. Hier heißen die Fahrerpaarungen Bas Leinders und Maxime Martin sowie Markus Palttala und Renaud Kuppens.

Starterliste FIA-GT1-Weltmeisterschaft 2010:

1 - Vitaphone - Michael Bartels/Andrea Bertolini - Maserati MC12
2 - Vitaphone - Enrique Bernoldi/Miguel Ramos - Maserati MC12
3 - Swiss Racing - Karl Wendlinger/Henri Moser - Nissan GT-R
4 - Swiss Racing - Seiji Ara/Max Nilsson - Nissan GT-R
5 - Matech - Thomas Mutsch/Romain Grosjean - Ford GT Matech
6 - Matech - Natacha Gachnang/Cyndie Allemann - Ford GT Matech
7 - Young Driver - Darren Turner/Tomas Enge - Aston Martin DB9
8 - Young Driver - Stefan Mücke/Christoffer Nygaard - Aston Martin DB9
9 - Hexis - Frédéric Makowiecki/Jean-Denis Deletraz - Aston Martin DB9
10 - Hexis - Clivio Piccione/Jonathan Hirschi - Aston Martin DB9
11 - Mad-Croc - Xavier Maassen/Alex Müller - Corvette Z06
12 - Mad-Croc - Mika Salo/Pertti Kuismanen - Corvette Z06
13 - Phoenix - Marc Hennerici/Andreas Zuber - Corvette Z06
14 - Phoenix - Mike Hezemans/Andrea Piccini - Corvette Z06
22 - Sumo Power GT- Warren Hughes/Jamie Campbell-Walter - Nissan GT-R
23 - Sumo Power GT - Michael Krumm/Peter Dumbreck - Nissan GT-R
24 - Reiter - P. Kox/Christopher Haase - Lamborghini Murcielago R-SV
25 - Reiter - Ricardo Zonta/R. Daniel - Lamborghini Murcielago R-SV
33 - Triple H - Altfrid Heger/Alexandros Margaritis - Maserati MC12
34 - Triple H - Matteo Bobbi/Bert Longin - Maserati MC12
37 - Münnich - Marc Basseng/Thomas Jäger - Lamborghini Murcielago R-SV
38 - Münnich - N. Pastorelli/D. Schwager - Lamborghini Murcielago R-SV
40 - Marc VDS - Bas Leinders/Maxime Martin - Ford GT Matech
41 - Marc VDS - Markus Palttala/Renaud Kuppens - Ford GT Matech

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