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Jeffrey Schmidt beendet Motorsport-Karriere

Jeffrey Schmidt kehrt dem Motorsport den Rücken - Der dreimalige Laufsieger im ADAC GT Masters konzentriert sich auf andere Dinge im Leben

(Motorsport-Total.com) - Der schnellste Feuerwehrmann der Welt wird künftig langsamer unterwegs sein. Jeffrey Schmidt verkündet sein Karriereende im Motorsport. Der 28-Jährige möchte sich stärker auf seine Geschäfte fokussieren. Ein späteres Comeback im Motorsport schließt er nicht aus.

Jeffrey Schmidt beendet seine Karriere im Motorsport mit 28 Jahren

Jeffrey Schmidt beendet seine Karriere im Motorsport mit 28 Jahren Zoom

"Ich war ziemlich genau 20 Jahre auf hohem Niveau im Motorsport aktiv. Seitdem ich denken kann, war Motorsport der Mittelpunkt meines Lebens. Ich habe gemerkt, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um dieses Kapitel zu schließen - zumindest in dem Maße, in dem ich diesen Sport bislang betrieben habe", sagt der Schweizer.

Schmidt arbeitete sich über zehn Jahre im Kartsport hoch und stieg 2011 ins ADAC Formel Masters ein. Nach einem dritten Platz in der Saison 2012 wechselte er in die Porsche-Cups. Ab 2017 fuhr er schließlich im ADAC GT Masters, zunächst bei Land und Mücke auf Audi, zuletzt bei Callaway auf Corvette.

Zu seinen Karrierehighlights zählen der Meisterschaftsgewinn in der Porsche GT3 Cup Challenge Middle East 2015/16, ein zweiter Platz in der GTD-Klasse bei den 24 Stunden von Daytona und Platz drei bei den 24 Stunden von Spa 2018, beide mit Land-Motorsport, sowie natürlich seine drei Siege im ADAC GT Masters.


Fotostrecke: Rückschau auf 15 Jahre Callaway Competition im ADAC GT Masters

Die Entscheidung zum Rückzug aus dem Motorsport sei bereits Ende 2021 gefallen, betont er. Der vorläufige Ausstieg von Callaway Competition aus der Deutschen GT-Meisterschaft sei dann nur noch das i-Tüpfelchen gewesen: "Als der Ausstieg von Callaway beschlossene Sache war, war es für mich eine weitere Bestätigung, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, um den Helm an den Nagel zu hängen."

Für immer für Feuerlösch-Aktion bekannt

Jeffrey Schmidt erlangte Bekanntheit im Jahr 2021, als er auf dem Lausitzring die brennende Corvette C7 GT3-R eigenhändig löschte. Er wurde daraufhin mit einem Gemälde für die Heldentat gewürdigt.

"In so einem Moment denkt man nicht viel, man agiert eigentlich aus einem Instinkt heraus. Ich weiß, wie hart das Team arbeitet, daher wusste ich auch, wie schmerzhaft der Schaden sein wird. Ich wollte es einfach so schnell wie möglich löschen", erinnert er sich.

Jeffrey Schmidt

Jeffrey Schmidts Heldentat auf dem Lausitzring ist für immer in diesem Gemälde verewigt Zoom

"Ich habe mich unmittelbar nach einem Feuerlöscher umgeschaut. Als ich bemerkte, dass die Feuerwehr nicht eingreift - ich hatte mich ja zunächst abgewendet, da ich aufgrund der Dämpfe des CO2-Feuerlöschers keine Luft bekommen habe - ging bei mir wortwörtlich der Pager an. Ich habe getan, was ich konnte, und ich glaube, dass es das Mindeste war."

Sportlich hingegen war es eine Katastrophe für Team und Fahrer: "Das Feuer hat uns leider alle Chancen genommen. Es hat den Speed, den wir bis dato hatten, regelrecht verbrannt. Wir waren auf Tabellenplatz vier, unweit von den Tabellenführenden entfernt."

"Das Feuer hat Schäden am Fahrzeug hinterlassen, die wir bis zum Schluss nicht beheben konnten. Dadurch, dass die Callaway-Corvette ähnlich einem Prototyp ist, konnten wir nicht einfach ein neues Auto von der Stange nehmen, wie es andere Hersteller getan hätten."

Zukunft im Business

Schmidt wird sich nun auf die Unternehmen konzentrieren, die er nach einem Wirtschaftsstudium zwischenzeitlich gegründet hat. Dazu gehören zwei Kosmetikunternehmen und ein Autohaus. "Ich habe diese Entscheidung bewusst für mich getroffen. Daher ist die Situation, wie sie nun darstellt, für mich zufriedenstellend", betont er.

"Es war nicht immer ein leichter Weg - aber ein Unvergesslicher!" Jeffrey Schmidt

"Ich schaue mit einem Lächeln zurück und freue mich auf alles, was abseits der Strecke kommt. Alles hat seine Zeit und ich bin dankbar für die Menschen, denen ich begegnen durfte, die Erfahrungen, die ich sammeln durfte und nicht zuletzt die Unterstützung, die ich erfahren durfte. Es war nicht immer ein leichter Weg - aber ein Unvergesslicher!"

Eine Hintertür für ein Comeback, wie es beispielsweise Jakub "Kuba" Giermaziak getan hat, hält er sich ebenfalls offen: "Sollte sich irgendwann die Möglichkeit bieten, noch einmal auf einem siegfähigen Auto zu starten, möchte ich nicht ausschließen, dass ich zumindest vereinzelt wieder angreifen werde. Vorläufig ist das jedoch kein Thema für mich."

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