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DTM-Teamchef übt scharfe Kritik an Strafrunde im ADAC GT Masters

Rowe-Racing-Teamchef Hans-Peter Naundorf bezeichnet die "Penalty Lap" im ADAC GT Masters als "Unding" - Sie stellt aus seiner Sicht ein Sicherheitsrisiko dar

(Motorsport-Total.com) - "Das geht zurück ins Mittelalter!" Hans-Peter Naundorf, Teamchef der Motorsport Competence Group, besser bekannt unter dem Namen Rowe Racing, geht mit der Strafrunde im ADAC GT Masters hart ins Gericht. Für ihn stellt sie ein großes Sicherheitsrisiko dar.

Constantin Schöll, Hendrik Still, Strafrunde, Penalty Lap

Die "Penalty Lap" kommt im ADAC GT Masters gut an, außerhalb weniger Zoom

"Einfach mal [mitten auf der Strecke] eine 'Slow Zone' einrichten mit 60 km/h? Sorry, ganz ehrlich: Das ist wirklich unglaublich", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Wenn du in der Formel E einen 'Attack-Mode' machst und offline fahren musst, ist das schon mal was. Aber so etwas bei Renntempo? Ich war vollkommen entsetzt und konnte es nicht glauben."

Die Strafrunde ("Penalty Lap") ist ein klar definierter Bereich auf der Strecke außerhalb der Ideallinie, der vom betroffenen Team mit 60 km/h durchfahren werden muss. Sie erlebte in Oschersleben ihre Premiere. Ein betroffenes Fahrzeug traf die Zone beim ersten Versuch nicht richtig und musste ein zweites Mal hindurch.


Fotos: ADAC GT Masters: Oschersleben 2021


"Da geht man jetzt wirklich zurück ins Mittelalter. Das ist doch keine Lösung. Da frage ich mich schon: Was hat die geritten?", so Naundorf, dessen Team in der DTM und auf der Nürburgring-Nordschleife antritt. "Es ist ein sicherheitsrelevantes Thema. Wenn das auf einer Geraden ist, dann kann dir trotzdem irgendwas passieren."

Die Strafrunde wurde eingeführt für den Fall, dass Teams beim Boxenstopp die Mindeststandzeit unterschreiten. Eine Durchfahrtsstrafe erwies sich in der Vergangenheit als zu harte Strafe für ein meist nur minimales Vergehen.


ADAC GT Masters: Best of Oschersleben 2021

Die besten Szenen von den beiden Rennen aus Oschersleben, dem Saisonauftakt zum ADAC GT Masters 2021

Naundorf schlägt eine andere Lösung vor: "Das kann man doch so lösen, dass jeder einmal im Jahr einen Joker hat und das um eine Sekunde unterschreiten kann. Oder zweimal im Jahr. Dann werden Teams am Ende der Saison einmal oder zweimal eine Sekunde schneller sein, weil sie es noch nicht aufgebraucht haben. Die wenigsten werden das am Anfang machen."

"Und selbst, wenn du es einmal zwischendrin machst, weil du gerade um eine wichtige Position fährst, dann hast du da einen taktischen Faktor, der es interessant machst."

Die Teams des ADAC GT Masters hingegen begrüßen die neue Regelung. In Oschersleben gab es keine Negativstimmen zum neuen Feature. Die Reaktionen waren nahezu durchweg positiv.

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