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Vom Sofa aus: Leimer fiebert immer noch mit

Noch immer verfolgt Meister Fabio Leimer das Geschehen der GP2 mit Interesse und drückt besonders seinem Ex-Team die Daumen - Sein Favorit ist aber ein anderer

(Motorsport-Total.com) - Das Monaco-Wochenende der GP2-Serie war wieder einmal spektakulär. Starke Überholmanöver, haarige Unfälle und umjubelte Sieger sorgten dafür, dass den Zuschauern wieder einiges geboten wurde. Auch ein ehemaliger Pilot lässt es sich nicht nehmen, das Geschehen vom heimischen Sofa (oder von wo auch immer) aus zu verfolgen - denn seit seinem Meistertitel darf er nicht mehr am Unterhaus zur Formel 1 teilnehmen. Im vergangenen Jahr war er in Monaco noch selbst am Start, doch selbst von außen verfolgt Fabio Leimer noch jede mögliche Sekunde.

Fabio Leimer

Fabio Leimer hat immer noch Spaß an der GP2-Serie, wenn auch nur noch von außen Zoom

"Ich schaue alle Rennen, alle Qualis, alle Freien Trainings, weil es mich natürlich interessiert", erzählt der Schweizer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Leimer weiß aus allen Facetten, was die GP2-Serie bieten kann: "Die GP2 war immer interessant wegen Crashes, Überholmanövern und alles. Daher finde ich es schön, die GP2 jetzt auch einmal von außen zu schauen und andere Sachen zu sehen", so der aktuelle Meister.

Und was er zu sehen bekommt, ist in diesem Jahr bislang eine Show von Jolyon Palmer. Der Brite führt die Meisterschaft nach dem Monaco-Wochenende souverän an, nicht überraschend ist daher der Tipp des Schweizers, wer denn sein Nachfolger wird: "Im Moment ist für mich fahrerisch ganz klar Palmer der Stärkste. Er ist sehr, sehr schnell und sehr konstant", lobt Leimer seinen ehemaligen Kollegen.

Zudem habe Palmer in seiner vierten Saison eindeutig die Vorteile auf seiner Hand: "DAMS ist immer noch ein sehr schnelles, wenn nicht das schnellste Auto, und er hat sehr viel Erfahrung. Das setzt er um, daher würde ich auf ihn setzen", so Leimer. Doch alle, die eine langweilige Dominanz des Briten befürchten, kann der 25-Jährige beruhigen: "Aber man weiß es nie. 2013 hat man nach ein paar Rennen auch gedacht, der Coletti macht's. Und am Ende hat er es doch nicht gemacht." Meister wurde dann: Fabio Leimer.

Dass sein ehemaliger Meisterschaftsrivale Stefano Coletti bei Racing Engineering quasi in Leimers früherem Cockpit sitzt, findet Leimer im Übrigen nicht seltsam. Im Gegenteil: Er drückt sogar die Daumen: "Ich hoffe, dass es dieses Jahr etwas besser läuft für ihn und dass er um die Meisterschaft mitfahren kann. Ich bin natürlich immer noch für Racing Engineering und hoffe für mein Team, dass sie noch etwas schneller werden und um die Meisterschaft kämpfen können." Doch egal, ob es klappt oder nicht: Leimer wird es auf jeden Fall weiter intensiv verfolgen.