Startseite Menü

Souveräner Sieg für Maldonado in Monaco

Pastor Maldonado sicherte sich in Monaco einen souveränen GP2-Sieg - Timo Glock sammelte als Dritter wichtige Punkte für die Meisterschaft

(Motorsport-Total.com) - Gut eine Stunde nach dem packenden Formel-1-Qualifying wurde heute in Monaco das einzige GP2-Rennen dieses Wochenendes gestartet - und die jungen Heißsporne sorgten in den engen Straßenschluchten des Fürstentums an der Cote d'Azur nicht für das erwartete Chaos, sondern verhielten sich relativ diszipliniert.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado legte an diesem Wochenende eine echte Talentprobe ab Zoom

Am allerbesten kam mit dem "Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer", wie Nelson Piquet Rennfahren in Monaco einmal bezeichnet hat, der Renault-World-Series-Sieger von 2006 zurecht: Pastor Maldonado (Trident) bestätigte seine Überform von Donnerstag und Freitag, hatte seine Konkurrenten zu jedem Zeitpunkt im Griff und sicherte sich schlussendlich einen verdienten Sieg - seinen ersten überhaupt in der GP2. Zweiter wurde Giorgio Pantano (Campos), Dritter Timo Glock (iSport).#w1#

Zuber wieder der große Pechvogel

Der erste der großen Favoriten verabschiedete sich bereits am Start: Genau wie vor zwei Wochen in Barcelona hatte Andreas Zuber (iSport), der Dritte des Qualifyings, einen äußerst kurzen Arbeitstag, denn wegen einer gebrochenen Antriebswelle bewegte sich sein Auto keinen Meter. Das Feld konnte am für Dubai startenden Österreicher mit Glück vorbeifahren, die befürchtete große Massenkarambolage am Start blieb aus.

Auch in der ersten Kurve ging es erstaunlich gesittet zu - lediglich Karun Chandhok (Durango) und Andy Soucek (DPR) gerieten aneinander. Für Chandhok war das Rennen damit beendet, Soucek musste einige Runden später mit einem wackelnden Frontflügel an die Box kommen, spielte anschließend keine Rolle mehr. Ganz vorne hatte indes Maldonado keine ernsthaften Probleme, seine Pole Position in die Führung umzumünzen.

Aus der ersten Runde kam Maldonado, der sich rasch vom Rest des Feldes absetzte, als Spitzenreiter vor Pantano, Lucas di Grassi (ART), Vitaly Petrov (Campos), Luca Filippi (Super Nova), Ammermüller-Ersatz Sébastien Buemi (ART), Glock, Bruno Senna und Adrian Zaugg (beide Arden) zurück. Formel-3-Leihgabe Buemi hielt seine Verfolger zunächst ein wenig auf, Überholmanöver gab es aber in den ersten Runden keine.

Früher Boxenstopp machte sich bezahlt

Sebastien Buemi

Sébastien Buemi holte bei seinem ersten GP2-Rennen gleich Punkte Zoom

Überhaupt zügelten sich die GP2-Talente, was übermotivierte Attacken anging, so dass die signifikantesten Verschiebungen eher durch die Boxenstopps zustande kamen. Erster regulärer Besucher beim Service war Christian Bakkerud (DPR) in Runde acht, aber auch Glock kam sehr früh herein - und pokerte goldrichtig: Der Meisterschaftsführende wurde so nämlich gleich an vier Konkurrenten vorbeigespült.

Für Action sorgten indes einige Zwischenfälle: Mike Conway (Super Nova) drehte sich beim Herausbeschleunigen aus der Box in die Mauer, Sakon Yamamoto (BCN) krachte frontal in die Barrieren bei Sainte Devote, Roldan Rodriguez (Minardi/Piquet) crashte im Tunnel und Nicolas Lapierre (DAMS) wurde in der Rascasse so unglücklich von Buemi angeschoben, dass er nicht mehr weiterfahren konnte.

Maldonado mit fast fehlerlosem Rennen

In der 17. Runde dann die einzige Schrecksekunde für den ansonsten makellosen Maldonado, als er ebenfalls in der Rascasse von der Ideallinie abkam und um ein Haar an den Leitplanken vorbeischrammte. Genau zu Halbzeit absolvierte der Venezuelaner dann seinen Pflichtboxenstopp, wodurch Senna kurzzeitig die Führung erbte. Der Brasilianer mit dem großen Namen fiel durch seinen eigenen Stopp dann aber wieder weit zurück.

Dann wurde plötzlich Javier Villa (Racing Engineering) langsam, anschließend kam der Spanier an die Box, eine halbe Runde später setzte er sein Auto in die Leitplanken - und löste damit die erste von zwei Safety-Car-Phasen aus. Kaum war das Rennen wieder freigegeben, crashte auch schon Jason Tahinci (FMS) am Schwimmbad, wodurch noch einmal neutralisiert werden musste. Zwischen den Safety-Car-Phasen hätten sich außerdem Glock und Filippi am Hafen beinahe abgeschossen.

Die letzten Runden folgte dann zum Leidwesen der Zuschauer kein nervenzerfetzender Showdown, sondern eher eine Prozession: Maldonado setzte sich von den Verfolgern ab und gewann souverän vor Pantano und Glock, der in der letzten Runde noch einmal den Atem von Filippi im Nacken zu spüren bekam. Di Grassi, Petrov, Buemi und Antonio Pizzonia (FMS), der sich seinerseits ein schönes Duell mit Zaugg lieferte, rundeten die Top 8 ab.

Tolles Überholmanöver von Senna

Bruno Senna

Bruno Senna lag zu Beginn knapp vor seinem Teamkollegen Adrian Zaugg Zoom

Senna sorgte in der Schlussphase immerhin noch für ein wenig Spektakel, als er in der Loews-Kurve den Trident-Boliden von Kohei Hirate erst anschubste, dann aber später an gleicher Stelle doch noch einen fairen Weg am Japaner vorbei fand. Vier Runden vor Schluss kam es ebenfalls in der Loews noch zu einer unnötigen Karambolage zwischen Borja Garcia (Durango) und dem etwas übermotivierten Sergio Jimenez (Racing Engineering).

Die großen Sieger des Wochenendes: zweifellos Maldonado, der gleich zwölf Punkte auf einmal auf seinem Gesamtkonto verbuchen durfte, sowie Glock, der seine Führung in der Meisterschaft ausbauen konnte. Für den deutschen iSport-Titelfavoriten sieht es damit immer mehr nach einem einsamen Solo an der Spitze aus, denn Maldonado und Pantano zählen derzeit ja nicht zu seinen direkten Konkurrenten.

Motorsport bei Sport1

Sport1
ADAC Sport Gala
21.12. 00:00
ADAC Sport Gala
25.12. 14:00

Aktuelle Bildergalerien

Formel-3-Weltcup 2018 in Macau
Formel-3-Weltcup 2018 in Macau

Roborace präsentiert neues Auto
Roborace präsentiert neues Auto

Die Schumachers in der Formel 3
Die Schumachers in der Formel 3

Die 11 neuen Formel-E-Autos beim Test in Valencia
Die 11 neuen Formel-E-Autos beim Test in Valencia

So hat Mick Schumacher seinen Formel-3-Titel gefeiert
So hat Mick Schumacher seinen Formel-3-Titel gefeiert

Mick Schumacher in der Formel-3-EM 2018
Mick Schumacher in der Formel-3-EM 2018

MotorsportJobs.com

ANZEIGE
Entwicklungsingenieur / Konstrukteur (m/w) CATIA im Automotive
Entwicklungsingenieur / Konstrukteur (m/w) CATIA im Automotive

Im Großraum StuttgartAnzeigenkennzeichen: T-1133Ihre Aufgaben: Entwerfen und Konstruieren von 3-D-Modellen sowie Mitwirken beim Erstellen der erforderlichen Fertigungsunterlagen ...

Motorsport-Total.com auf Facebook

Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden! Hinweis: Auch auf Google+ sind wir natürlich präsent!

Anzeige

Das neueste von Motor1.com

50 Jahre Ford RS-Modelle: Unterwegs im 17M RS
50 Jahre Ford RS-Modelle: Unterwegs im 17M RS

Alle BMW M-Modelle im Überblick
Alle BMW M-Modelle im Überblick

Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern
Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern

Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse
Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse

Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor
Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor

Japan-Tuner Damd macht Suzuki Jimny zur G-Klasse
Japan-Tuner Damd macht Suzuki Jimny zur G-Klasse