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Nach Kritik: Cecotto gibt mit Monaco-Pole die richtige Antwort

Zwei Arden in Reihe eins: Johnny Cecotto jnr. und Mitch Evans werden den GP2-Klassiker in Monaco morgen von vorne angehen - Zahlreiche Favoritenstürze

(Motorsport-Total.com) - Nach den Anfeindungen und bösen Kommentaren zu seiner Fahrweise in Barcelona hat Johnny Cecotto jnr. in Monaco die richtige Antwort gegeben: Der Arden-Pilot sicherte sich mit einer Zeit von 1:21.141 die äußerst wichtige Pole-Position in den engen Straßen des Fürstentums und ist damit auf dem besten Weg, seinen Premierenerfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen. In dem zweigeteilten Qualifying sicherten sich beide Arden-Fahrer jeweils die Bestzeit, sodass Teamkollege Mitch Evans das Rennen morgen ebenfalls aus Reihe eins in Angriff nimmt.

Johnny Cecotto

Johnny Cecotto war mit seinem Arden heute im Fürstentum nicht zu schlagen Zoom

Da die Qualifikation in Monaco immer besonders chaotisch war, entschied man sich seit letztem Jahr dazu, das Abschlusstraining in Monte Carlo in zwei Gruppen auszutragen - zuerst die ungeraden Startnummern, danach die geraden. So kam es, dass die Favoriten auf beide Gruppen aufgeteilt waren und nicht zeitgleich gegeneinander kämpfen konnten. Während Felipe Nasr (Carlin) und James Calado (ART) in Gruppe A vorlegen durften, mussten Stefano Coletti (Rapax), Fabio Leimer (Racing Engineering) und Robin Frijns (Hilmer) in Gruppe B nachlegen.

Cecotto war gleich zu Beginn in Gruppe A unterwegs und sicherte sich dort die Tagesbestzeit, die von niemandem mehr unterboten wurde - weshalb alle Fahrer des ersten Abschnitts von den ungeraden Startplätzen aus ins Rennen gehen werden. Hinter Cecotto klassierte sich Sam Bird (Russian Time), der damit von Rang drei ins Rennen geht, überraschend vor dem Italiener Kevin Ceccon (Trident, Startplatz fünf). Die Favoriten erlebten in dieser Gruppe ein Desaster: Felipe Nasr geht nur aus der fünften Startreihe ins Rennen, James Calado gar nur aus der neunten.

Somit lag es an den anderen Meisterschaftskandidaten, ihre Chance zu nutzen, doch es war GP3-Meister Mitch Evans, der in 1:21.157 Minuten die insgesamt zweitschnellste Zeit setzte, und die Pole nur um 16 Tausendstelsekunden verpasste. Immerhin fuhr Fabio Leimer dahinter in die zweite Startreihe, was ihm einen Vorteil gegenüber Stefano Coletti geben dürfte, der aus Startreihe sieben einen Haufen Arbeit vor sich haben wird. Robin Frijns wurde in seiner Gruppe Fünfter und startet somit von Rang zehn.

Fabio Leimer

Fabio Leimer steht von allen Favoriten am weitesten vorn Zoom

Für Leimer ist die Ausgangsposition damit gar nicht so schlecht. "Ich denke, das heutige Qualifying war ganz gut", zeigt sich der Schweizer zufrieden. "Es ist ein bisschen enttäuschend, dass wir die Pole um eine halbe Zehntelsekunde verpasst haben, aber generell können wir mit der zweiten Startreihe zufrieden sein. Das Rennen morgen wird lang und wir müssen sicherstellen, dass wir es beenden und so viele Punkte wie möglich mitnehmen."

Das wird für die weiteren deutschsprachigen Piloten schwierig, verlief die Qualifikation, die im Übrigen ohne gröbere Zwischenfälle auskam, für sie doch enttäuschend: Rene Binder (Lazarus, 19.), Daniel Abt (ART, 21.) und Simon Trummer (Rapax, 22.), erbten durch die Strafversetzung von Rio Haryanto (Barwa Addax) zwar eine Position, müssen morgen aber schon auf ein Wunder hoffen. Doch in Monaco ist wie immer noch alles möglich. Die Formel 1 macht am Freitag traditionell Pause, doch die GP2-Piloten starten morgen ab 11:15 Uhr in den Saisonhöhepunkt.

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