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Grosjean gewinnt den Sprint im Regen

In einem hitzigen Sprintrennen auf dem Nürburgring behielt Romain Grosjean kühlen Kopf und baute seine Führung in der GP2-Gesamtwertung aus

(Motorsport-Total.com) - Kräftige Regenfälle über dem Nürburgring bedeuteten am Sonntagmorgen, dass die GP2-Piloten für das Sprintrennen über 23 Runden Regenreifen auf ihre Boliden aufziehen lassen mussten. Den besten Start erwischte Giedo van der Garde, der sich zwischen die aus der ersten Reihe gestarteten Sam Bird und Dani Clos schob. Doch schon in der dritten Kurve, mitten in der Mercedes-Arena, landete der Niederländer im Kies und musste ebenso wie Clos aufgeben.

Romain Grosjean

Romain Grosjean setzte sich bei wechselhaften Bedingungen durch Zoom

Somit konnte der von der Pole-Position losgefahrene Bird die Führung behalten - allerdings nur kurz: Bereits in der zweiten Runde fiel der iSport-Pilot nach einem Dreher zurück. Fortan führte Jules Bianchi vor Romain Grosjean, Charles Pic, Esteban Gutierrez und dem Sieger des Hauptrennens, Luca Filippi.

Die drei letztgenannten lieferten sich rundenlang einen verbissenen Kampf um die dritte Position. Ständige Positionswechsel waren die Folge, während der Grand-Prix-Kurs in der Eifel langsam abtrocknete und die Teams vor die Wahl stellte: Einen Boxenstopp einlegen und auf Slicks wechseln oder doch besser draußen bleiben und versuchen, mit den abgefahrenen Regenreifen über die Runden zu kommen?

In Runde elf bogen Filippi und Pic in die Boxengasse. Während der Franzose das dort geltende Tempolimit überschritt und anschließend mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, bewies der Italiener sofort, dass Slicks von nun an die eindeutig bessere Wahl waren. Der Sieger vom Samstag drehte umgehend die bislang schnellsten Rennrunden.

Somit folgten Runde für Runde alle anderen Fahrer im vorderen Feld dem Beispiel des Colini-Piloten, wobei Bianchi als Letzter der Spitzengruppe den Wechsel auf Slicks vollzog. Der ART-Pilot bog zwar vor Grosjean und Filippi wieder auf die Strecke ein, geriet aber in der Schlussphase des Rennens zunehmend unter Druck. Zwei Runden vor Schluss verbremste sich Bianchi in der Schikane. Grosjean schlüpfte am Ferrari-Testfahrer vorbei und fuhr schließlich zum Sieg.

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