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Attack-Modus modifiziert: Mehr Überholmanöver in Marrakesch?

Die Formel E hat Veränderungen am Attack-Modus vorgenommen, um ihn zu verbessern: Zufriedene Fahrer rechnen mit mehr Überholmanövern

(Motorsport-Total.com) - Der Attack-Modus der Formel E war beim Saisonauftakt in Riad - gelinde gesagt - noch ausbaufähig. Fahrer kritisierten vor allem die zu geringe Bonusleistung sowie die Lage der Aktivierungszone, die auf der Innenseite einer langsamen Rechtskurve lag und von Fahrern sogar verfehlt wurde. Doch da es das erste Rennen überhaupt mit dem Gimmick war, kann und will die Serie noch einiges daraus lernen.

Andre Lotterer

Die Bande zeigt es an: Der Attack-Modus wurde in Riad innen aktiviert Zoom

Erste Konsequenz: Beim anstehenden Rennen in Marrakesch wird die Zone nun besser platziert sein. Sie befindet sich nun außen in Kurve 3 und liegt damit etwas "natürlicher" abseits der Rennlinie. Für den amtierenden Meister Jean-Eric Vergne ist das "ein besserer Ort", wie er zu 'Motorsport-Total.com' sagt: "Es war sehr nah an der Mauer (in Riad; Anm. d. Red.), und man musste sie fast berühren, um es zu aktivieren."

Zudem war die Zone für die Fahrer nicht wirklich sichtbar, auch das soll sich in Marrakesch ändern. "Jetzt kann man es sehen, und es ist nicht enger als die Kurve, sondern macht die Kurve etwas offener", meint BMW-Pilot Alexander Sims. Er geht davon aus, dass die Zone nun nicht mehr so hart zu treffen sein wird und die Fahrer weniger Zeit verlieren.

Das könnte zur Folge haben, dass die Fans in Marokko mehr Überholmanöver sehen werden, auch weil die Aktivierungszone vor einer langen Geraden liegt. Fahrer können etwa gleich anschließend auf den Knopf drücken und den unmittelbaren Vorteil genießen. "Potenziell ermöglicht es wohl jetzt eher Überholmanöver, anstatt dass man verlorene Zeit gutmachen muss", so Sims.


Analyse: So hat der Attack-Modus funktioniert

Der Auftakt der Formel E in Saudi-Arabien war der erste Einsatz des neuen Attack-Modus: So hat das neue Gimmick Wirkung gezeigt Weitere Formelsport-Videos

Taktisch könnte noch ein weiterer Faktor hinzukommen, wenn die Zone auf der Außenseite der Kurve liegt. In Riad wollten die Piloten den Boost möglichst spät nehmen, auch um bei einem möglichen Safety-Car keinen Nachteil zu haben, wenn man den Modus schon absolviert hat. Doch nun könnte man mehr Zeit bei der Aktivierung verlieren, je später man durch die Zone fährt.

Hintergrund sind der Reifenabrieb und der Schmutz, die sich im Laufe des Rennens ansammeln - je später desto mehr. Gleichzeitig könnte die Linie aber wieder sauberer werden, wenn bereits viele Piloten durch die Zone gefahren sind. "Das wird das große Thema sein", meint Sims.

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