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Abt erneut im Pech: Risikostrategie bringt nur Rang zehn

Lange Zeit lag Daniel Abt in Putrajaya in Führung, musste letztlich allerdings für seinen Poker büßen, der nach Startproblemen nötig geworden war

(Motorsport-Total.com) - "Die schwarze Katze kann nicht ewig leben." Daniel Abt musste sich nach dem ePrix von Malaysia wieder Mut machen. Denn trotz guter Ausgangsposition landete der Kemptener wie schon beim Formel-E-Debüt in Peking nur auf Rang zehn. Die Technik spielte dem Abt-Piloten am Start einen Streich, sodass er seinen dritten Startplatz nicht in einen Rennerfolg ummünzen konnte. Denn bereits vor der ersten Kurve war Abt plötzlich Letzter, anstatt an der Spitze zu kämpfen.

Daniel Abt

Daniel Abt wartet auch beim zweiten Formel-E-Rennen auf das nötige Glück Zoom

Doch der Deutsche kam durch ein paar Kollisionen der anderen Piloten wieder ein Stück nach vorne und setzte in der zweiten Safety-Car-Phase alles auf eine Karte. Bereits in Runde 10 kam Abt zu seinem Pflichtboxenstopp herein und wechselte das Auto. Damit sparte er sich den Stopp unter Rennbedingungen und damit mehr als eine Minute, doch bei noch 21 zu fahrenden Runden musste er mit der Energie stark haushalten.

"Wir haben mit einer verrückten Strategie gepokert, doch am Ende hätten wir ein Safety-Car gebraucht", lässt er seine Fans via Twitter wissen. Denn obwohl er kurz vor Ende des Rennens in Führung lag, hatte er gegen die heranstürmende Konkurrenz um Sam Bird & Co. keine Chance mehr. Gegner um Gegner musste er mit seinem langsamen Gefährt passieren lassen, sodass er aus den Punkten fiel. Dass es noch der zehnte Platz und damit ein Punkt wurde, hat er Bruno Senna zu verdanken, der seinen Mahindra in der letzten Runde in die Wand schmiss.

Und somit blieb am Ende wieder nur ein Punkt übrig, während Teamkollege Lucas di Grassi von Rang 18 auf Rang zwei vorpreschte. "Ich hätte nicht mehr tun können", sieht es der Deutsche am Ende ein und behält die positiven Dinge im Auge: "Ich bin glücklich, dass ich mich zum zweiten Mal in den Top 3 qualifizieren konnte. Ohne Probleme sind wir an der Spitze!"

Doch die schwarze Katze hatte Abt zuvor im Qualifying bereits verschont. Denn eigentlich qualifizierte sich Abt "nur" auf Rang fünf und profitierte von Strafversetzungen von Nicolas Prost und Jerome d'Ambrosio, doch seine Zeit fuhr er mit einem komplett krummen Auto, nachdem er bereits in der ersten Kurve der ersten Runde die Wand touchierte und sein Auto beschädigte. "Die Lenkung stand nicht mehr gerade, aber ich musste weitermachen und wusste nicht, wie ich Schnellster meiner Gruppe sein konnte", resümierte er noch nach der Qualifikation.

Denn trotz schiefer Lenkung gelang ihm in seiner Qualigruppe 1 die Bestzeit, die auch die zweite Gruppe überstand, bevor Oriol Servia, Nicolas Prost, Jerome D'Ambrosio und Sam Bird noch schneller fuhren. Beim Rennen in Punta del Este hätte Abt allerdings nichts dagegen, wenn es endlich auch einmal im Rennen rund laufen würde - und die schwarze Katze mal bei jemand anderem vorbeischauen würde.