Alter Hase Felix da Costa: "Eigentlich sollte ich nicht hier sein"

Antonio Felix da Costa weiß, dass er den Formel-3-Weltcup entgegen aller Vorzeichen gewonnen hat, denn eigentlich hätte er gar nicht in Macao starten sollen

(Motorsport-Total.com) - Vier Jahre nach seinem ersten Triumph konnte Antonio Felix da Costa noch einmal beim Formel-3-Weltcup in Macao glänzen. Der Portugiese siegte nach einem überraschenden Deal mit Carlin noch einmal in den Straßen der ehemaligen portugiesischen Kolonie und ist überwältigt: "Hier zu gewinnen, ist fantastisch", strahlt der Formel-E-Pilot, der aufregende Wochen hinter sich hat.

Titel-Bild zur News: Antonio Felix da Costa

Antonio Felix da Costa kam etwas überraschend zum Macao-Grand-Prix Zoom

Dabei war 2016 eigentlich nicht unbedingt sein Jahr: "Ich habe das gesamte Jahr über die schlechten Dinge angezogen und nichts schien zu klappen", meint der 25-Jährige. In der DTM lief es nicht sonderlich gut, und auch mit Aguri in der Formel E fehlten die Ergebnisse. Doch dann wendete sich das Blatt: Als sein DTM-Aus feststand, holte er plötzlich Pole-Positions in der DTM, dazu kam der Wechsel zum BWM-unterstützen Andretti-Team in der Formel E - und jetzt der Sieg in Macao.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als günstig: Eigentlich hätte der Portugiese nach dem Reglement gar nicht antreten dürfen, weil er in diesem Jahr kein Formel-3-Rennen gefahren ist. Gleiches gilt für Felix Rosenqvist und Daniel Juncadella, die als ehemalige Formel-3-Meister sogar keine Startberechtigung für die Formel-3-Europameisterschaft besitzen - dennoch wurde für alle eine Ausnahme gemacht. "Ich sollte eigentlich nicht hier sein und ich sollte eigentlich auch kein Formel-3-Auto fahren. Nichts davon ergibt einen Sinn", weiß Felix da Costa.


Fotos: Formel-3-Weltcup Macao


Die Entscheidung, dass er in Macao antreten würde, fiel auch ziemlich spät, sodass sich Felix da Costa nur mit zwei Testtagen in Spielberg begnügen musste. Zudem weist sein Auto keinerlei Sponsoren auf. "Trevor (Carlin, Teamchef; Anm. d. Red.) hat gemeint, dass er versucht, einen Sponsor zu finden, um mich zu bezahlen", erzählt der Rennsieger. "Aber ich habe gesagt: 'Das ist mir egal. Ich liebe das Rennen, ich liebe das Auto auf dieser Strecke. Vergiss das, ich komme und fahre'".

Bereut dürfte der Portugiese die Entscheidung nicht haben. Denn Macao war für ihn nur ein Bonus. Felix da Costa war am gesamten Rennwochenende sehr entspannt und druckfrei unterwegs, erst am heutigen Sonntag setzte er sich selbst ein wenig unter Druck - mit Hilfe seines Vaters. Denn der rief ihn zuvor an und meinte, dass es historisch wäre, wenn er und Landsmann Tiago Monteiro am Sonntag gewinnen würden.

Und Monteiro legte in der TCR International vor: "Tiago hat mir das Leben wirklich schwer gemacht, weil er schon gewonnen hatte", lacht Felix da Costa und war von der Pole-Position aus voll Feuer, dass er den Sieg einfahren muss. "Vor dem Wochenende dachte ich, dass es großartig wäre, wenn ich unter die Top 5 kommen würde. Aber heute musste ich es einfach schaffen", sagt er. "Ich bin so glücklich, dass es mir gelungen ist. Alles lief einfach gut."

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