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Charles Leclerc

Charles Leclerc
Monaco

Porträt

(Stand: 29. Januar 2019) Charles Leclerc gehört zu den Talenten, die als kommende Formel-1-Superstars gehandelt werden. Dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind, will der Monegasse 2019 in seiner Premierensaison als Stammpilot bei Ferrari beweisen. Ein Job, den ihm seine langjährige Verbindungen zur Scuderia und eine tolle Saison 2018 bei Sauber eingebracht haben.

Fast wäre es nicht soweit gekommen: Obwohl im Mekka der Reichen und Schönen daheim, kommt Leclerc aus einfachen Verhältnissen. Seine Großeltern waren Plastikproduzenten, doch der Betrieb schlitterte 2010 in finanzielle Probleme und der kleine Charles hätte mit dem Motorsport aufhören müssen, wäre da nicht die helfende Hand der Familie seines Konkurrenten Jules Bianchi gewesen. Insbesondere dessen Vater rettete die Karriere Leclercs und es entwickelte sich eine Freundschaft.

An Talent fehlte es nie. Schon zu Kartzeiten lieferte sich Leclerc Duelle mit Max Verstappen, zog gegen den Niederländer aber in der WM-Entscheidung 2013 den Kürzeren und musste sich mit dem Silberrang begnügen. Dennoch ging es in seiner Karriere bergauf: Er wurde 2014 Vizemeister im Alpencup der Formel Renault 2.0 und 2015 Zweiter beim Macau-Grand-Prix. Den Wechsel in die GP3-Serie 2016 veredelte er wie sein Debüt in der Formel 2 2017 auf Anhieb mit dem Meistertitel.

In Kontakt mit der Formel 1 kam Leclerc erstmals bei seiner Aufnahme in Ferraris Nachwuchsprogramm Anfang 2016. Die Scuderia verfrachtete ihn für Freitagseinsätze erst zu Haas und später zu Sauber, dazu durfte er mehrmals den roten Renner außerhalb von Grand-Prix-Wochenenden testen. 2018 erhielt er auch dank der Technikpartnerschaft mit Alfa Romeo ein Stammcockpit in Hinwil und überzeugte auf Anhieb: Leclerc holte zehn Top-10-Ergebnisse und war stets schneller als sein erfahrener Teamkollege Marcus Ericsson.