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Zhou sieht Chancen auf Alfa-Romeo-Verbleib: "Team ist sehr zufrieden"

Guanyu Zhou rechnet sich Chancen auf einen Verbleib bei Alfa Romeo aus: Der Chinese zeigt eine solide Debütsaison, mit der das Team laut ihm zufrieden ist

(Motorsport-Total.com) - Guanyu Zhou darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein zweites Formel-1-Jahr mit Alfa Romeo machen. Ursprünglich hatte der Rennstall geplant, seinen Nachwuchsfahrer Theo Pourchaire zeitnah in ein Formel-1-Cockpit zu bekommen, doch der Franzose wird den Titel in der Formel 2 vermutlich verpassen, während Zhou eine solide Debütsaison hinlegt.

Guanyu Zhou (Alfa Romeo)

Guanyu Zhou hat sein Cockpit für 2023 noch nicht sicher Zoom

Daher sind die Stimmen ein wenig verstummt, die Pourchaire als einzigen logischen Kandidaten für 2023 sehen. Zhou selbst glaubt, dass er mit seinen Leistungen genug getan habe, um beim Team zu bleiben: "Fred (Vasseur, Teamchef; Anm. d. Red.) und alle in der Fabrik sind mit meinem Leistungen ziemlich zufrieden", sagt der Chinese.

Zwar sagt er, dass er ohne die vielen Ausfälle und den Unfall in Silverstone mehr als die fünf Punkte haben sollte, die aktuell auf seinem Konto sind, "aber so etwas passiert, und das Gute ist, dass jeder im Paddock mein Potenzial gesehen hat."

Als Rookie hatte es Zhou naturgemäß zu Beginn etwas schwer, "aber ich bin zufrieden damit, dass ich jedes Mal schneller bin, wenn ich ins Auto steige. Wenn ich jetzt vier Zehntel hinten bin, bin ich unzufrieden, während ich ganz am Anfang vielleicht acht Zehntel zurücklag", sagt er.

Und er betont, dass er im Grunde bislang nie einen großen Fehler gemacht habe. "Das ist gut für das Team, und sie waren mit meiner Konstanz ziemlich zufrieden und auch damit, wie ich meine Performance über das Jahr aufgebaut habe. Von daher bin ich nicht besorgt. Fred ist mit allem sehr zufrieden, von daher freue ich mich darauf, weiter mit ihnen zu arbeiten."

Piastri-Saga ohne Auswirkungen

Das Fahrerkarussell hatte sich in der Sommerpause ziemlich schnell gedreht, scheint sich mit der Verkündung von Oscar Piastri so langsam aber zu setzen. Doch darauf hatte das Lager von Zhou ohnehin nicht geschaut: "Wir haben unsere eigenen Pläne, und die hatten eigentlich nichts mit Piastri zu tun", sagt er.


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Gefährlich hätte Theo Pourchaire werden können, doch der Franzose liegt in der Formel 2 drei Wochenenden vor dem Ende schon 45 Punkte hinter dem führenden Felipe Drugovich und hat sich in Zandvoort mit einem Unfall im Qualifying wieder in eine schlechte Ausgangsposition gebracht.

Und während Pourchaire nur noch in Zandvoort und Monza Zeit hat, sich zu beweisen, bevor die Formel 2 erst beim Saisonfinale in Abu Dhabi weitermacht, kann Zhou bis dahin noch achtmal beweisen, warum man ihm eine zweite Saison geben sollte.

Viele neue Strecken im Herbst

Seine Ziele für den Rest der Saison sind vor allem zwei Dinge: dem Team zu helfen und sich selbst zu entwickeln. "Ich muss natürlich besser werden, besser und besser", so Zhou. "Für uns als Team ist es ganz klar, dass wir das Auto für die kommenden Rennen und die Zukunft entwickeln müssen, um zu verstehen, wo unsere Schwächen liegen."


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"Andererseits weiß ich, dass ich in der zweiten Saisonhälfte eine Menge unbekannter Strecken vor mir habe." Singapur, Suzuka, Austin, Mexiko und Sao Paulo sind für den Chinesen Neuland, doch während er zu Beginn die Befürchtung hatte, dass neue Strecken zum Problem werden könnte, sieht er das mittlerweile gelassener.

Als größte Herausforderung sieht er noch Brasilien, wo der letzte Sprint ansteht. "Da war ich noch nie, und wir haben nur eine Session, bevor es direkt ins Qualifying geht", sagt er. Das wird also eine harte Nuss. Aber für den Rest sehe ich kein Problem, ich werde einfach so weitermachen, wie ich es bisher getan habe."