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Zak Brown: 2020 in Europa womöglich nur noch Geisterrennen ohne Publikum

Sehen wir im Jahr 2020 gar kein "normales" Formel-1-Rennen mehr? Zak Brown glaubt zumindest, dass es in ganz Europa nur noch Geisterrennen geben könnte

(Motorsport-Total.com) - Aktuell versucht die Formel 1 alles, um trotz der Coronakrise so schnell wie möglich wieder Rennen zu fahren. Viele Hoffnungen ruhen dabei momentan auf einem Saisonstart in Spielberg Anfang Juli. Sollte das gelingen, könnten danach weitere Rennen folgen. Allerdings zeichnet sich mehr und mehr ab, dass es 2020 womöglich nur noch sogenannte Geisterrennen ohne Zuschauer geben wird.

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"Es ist möglich, dass dieses Szenario sehr wahrscheinlich auf alle Rennen in Europa zutreffen wird", erklärt McLaren-Boss Zak Brown gegenüber der 'BBC'. Während in Österreich bereits klar ist, dass im Fall der Fälle ohne Zuschauer gefahren würde, wird diese Option aktuell auch in Silverstone diskutiert. Und Brown glaubt, dass es den anderen Strecken ähnlich gehen wird.

"Bei unserem verkürzten Kalender ist die Frage, was der beste Weg ist, so viele Rennen wie möglich hinzubekommen. Eine dieser Ideen sind vielleicht mehrere Events am gleichen Ort", so der McLaren-Boss. Hintergrund: Weil die Ein- und Ausreise in vielen Ländern ein Problem für das Formel-1-Paddock darstellen könnte, ergibt es Sinn, mehrfach auf der gleichen Strecke zu fahren, wenn man einmal dort ist.


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Außerdem geht es in einem weiteren Schritt darum, das Fahrerlager so klein wie möglich zu halten. Deshalb könnten bei den Rennen nicht nur Zuschauer ausgeschlossen werden, auch die zugelassen Journalisten und Co. könnten auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Je weniger Leute an die Strecke kommen, desto größer ist die Chance, dort ein Rennen fahren zu können.

Und das steht für Brown aktuell über allem. Denn solange keine Rennen stattfinden, verlieren die Teams noch mehr Geld als ohnehin schon. "Es ist ziemlich hart", betont er und stellt klar: "Es kommt wenig bis gar [kein Geld] rein, weil wir keine Rennen fahren. Die Beiträge, die Promoter und Sponsoren leisten, sind wirklich toll. Aber auch sie selbst stehen unter einem großen Druck."

Deshalb versuchen alle Teams, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten, "bis wir wieder Rennen fahren", erklärt Brown. Geisterrennen mit einem dezimierten Fahrerlager sind ganz sicher nicht der Wunsch der Verantwortlichen. Wenn sich Formel-1-Rennen im Jahr 2020 anders aber nicht mehr realisieren lassen, wird man diese Karte sicher ausspielen.

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