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Yuki Tsunoda: Das Schwierigste in der Formel 1 ist es, das Limit zu finden

Yuki Tsunoda verrät, woran er sich in der Formel 1 zunächst gewöhnen musste - Am absoluten Limit kann er den AlphaTauri auch nach fünf Rennen noch nicht bewegen

(Motorsport-Total.com) - "Ich habe noch immer nicht das Gefühl, dass ich das Auto komplett kontrolliere", gesteht Formel-1-Neuling Yuki Tsunoda im Podcast 'Beyond The Grid'. Der Japaner schloss die vergangene Formel-2-Saison auf Rang drei und damit als bester Rookie ab. Daraufhin holte Red Bull den damals 20-Jährigen mit AlphaTauri in die Königsklasse.

Yuki Tsunoda

Yuki Tsunoda fährt in diesem Jahr seine erste Formel-1-Saison Zoom

Gleich bei seinem Debüt in Bahrain holte er als Neunter zwei WM-Punkte. In den folgenden vier Rennen blieb er jedoch komplett ohne Zähler. "Bis zu 80 oder 70 Prozent [des Limits] war es nicht so schwierig", berichtet Tsunoda über seine ersten Formel-1-Erfahrungen und erklärt, dass es schwieriger werde, je näher man dem Limit komme.

"In der Formel 2 haben wir ein Auto, das vor allem am [Kurven-]Eingang instabiler ist. Deshalb spürt man das Auto mehr", erklärt er und ergänzt: "Aber wenn du in der Formel 1 über das Limit gehst, dann hast du einen Schnapper und fliegst in die Mauer. Bis man das Limit erreicht, ist es also nicht so schwierig."

Zu hohe Ziele nach Bahrain

"Aber es ist hart, ohne Crash oder Dreher 99 oder 100 Prozent des Limits zu finden", so Tsunoda, der zudem gesteht, dass er sich nach seinem guten Auftakt rückblickend zu hohe Ziele gesetzt hatte. "Obwohl ich Fehler im Qualifying machte und in Q2 ausschied, lief es trotzdem gut und ich holte Punkte im ersten Rennen", erinnert er an Bahrain.

Dort sei es "sehr, sehr gut" gelaufen, weshalb er sich danach "hohe" Ziele gesetzt habe. Gleich beim zweiten Rennen in Imola habe er die "Top 5" angepeilt. Doch stattdessen crashte er im Qualifying gleich in Q1. "Mein Adrenalin und meine Motivation waren so hoch, und dann landete ich in der Mauer", erinnert er sich.

Tsunoda fiel danach eher durch Ausraster am Funk als durch seine sportlichen Leistungen auf. "Selbst ich weiß nicht, warum ich mich so aufrege", gesteht der 21-Jährige und erklärt: "In Barcelona war ich komplett außer Kontrolle." In Spanien brüllte er sein Team über den Funk an - und entschuldigte sich später dafür.

"Ich weiß nicht warum, aber ich habe einfach den Funkknopf gedrückt", zuckt er die Schultern und erklärt: "Das ist definitiv mein Schwachpunkt." Er wolle sich in dieser Hinsicht "verbessern", denn er weiß: "Der Funkverkehr ist das Wichtigste in der Formel 1." Und da sei es kontraproduktiv, ausfallend zu werden.

Viele Schalter am Lenkrad ...

Gewöhnen musste sich Tsunoda in der Formel 1 laut eigener Aussage außerdem erst einmal an die vielen Schalter am Lenkrad. Er berichtet: "Wenn man bis zur Formel 2 ein großes Problem mit dem Auto hat, wie zum Beispiel zu viel Über- oder Untersteuern, muss man das Ende der Session abwarten."

Danach benötige man in der Box "viel Zeit", um das zu beheben. Ganz anders sei es in der Formel 1, wo man einfach nur einen Schalter am Lenkrad umstellen müsse. "Wenn du Übersteuern hast, muss man nur Knöpfe drücken, um es etwas stabiler zu machen", so Tsunoda. Man könne die Balance in jeder einzelnen Kurve anpassen.


Fotostrecke: Monaco: Fahrernoten der Redaktion

"Für mich ist das jetzt ganz natürlich", verrät er. Doch bei seinem ersten Formel-1-Test im vergangenen Jahr in Imola habe er teilweise noch "etwas vom Gas" gehen müssen, um auf seinem Lenkrad zu schauen, "welcher Knopf welcher ist". Tsunoda erinnert sich: "Die Runden waren sehr inkonstant, besonders in der Rennsimulation."

Mittlerweile habe er sich jedoch daran gewöhnt. "In Monaco ist es sehr, sehr schwierig, Schalter umzustellen, weil die Geraden sehr kurz sind. Aber ich bekomme das jetzt ziemlich sauber hin", so Tsunoda. Ein wichtiger Schritt, um wieder ein Stückchen näher ans Limit des AT02 heranzukommen.

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