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Williams schafft Q2-Hürde knapp nicht: Russell hat "nicht damit gerechnet"

Williams hat Grund zur Hoffnung: George Russell scheitert im Qualifying zum Grand Prix von Österreich nur knapp an Q2 - Deutlicher Schritt vorwärts gelungen

(Motorsport-Total.com) - "Mit einem perfekten Windschatten hätte es klappen können", glaubt George Russell. Dem Williams-Piloten fehlten im Qualifying zum Grand Prix von Österreich nur 0,074 Sekunden auf den Einzug in das zweite Segment. Die Freude war dennoch groß, denn das gebeutelte Traditionsteam hat sich im Vergleich zu 2019 stark gesteigert und den Anschluss ans Mittelfeld gefunden.

George Russell

Williams schafft den Einzug in das Q2 in Spielberg knapp nicht Zoom

"In der Session davor hat mir Alex [Albon] einen perfekten Windschatten spendiert. So war ich zwar insgesamt gesehen auf die Runde schneller, aber auf den Geraden haben zwei Zehntel gefehlt." Rechnet man diese zwei Zehntelsekunden in seine Q1-Zeit ein, dann wäre Russell wohl eine Runde von 1:04.967 Minuten gefahren. Damit hätte er sich auf Platz 14 eingereiht.

"Ganz ehrlich: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so konkurrenzfähig sein würden", muss er nach dem ersten Zeittraining der Saison 2020 freudig feststellen. Das fühle sich gut an, nicht immer als 19. zu starten, schmunzelt er. Am Ende reichte seine Zeit (1:05.167 Minuten) für Rang 17. Er wird damit vor beiden Alfa Romeo starten.

Williams glaubt: Hätten Pace für Q2 gehabt

Seinen neuen Teamkollegen, Nicholas Latifi, konnte Russell um über sechs Zehntel schlagen. Aus den Reihen neun und zehn werden die Williams in den Österreich-Grand-Prix starten. "Wir haben schon gewusst, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Aber ich dachte, dass wir trotzdem in der letzten Reihe stehen würden."

Vergleicht man die Performance mit jener des Vorjahres so fällt ein deutlich positiver Trend auf: Um 0,737 Sekunden konnte sich die Mannschaft verbessern. Damit zählt Williams zu den großen Gewinnern des ersten Kräftemessens.

Und fast wäre Russell genau das gelungen, was ihm 2019 die gesamte Saison über verwehrt geblieben war. Nur im Qualifying zum Ungarn-Rennen im Vorjahr war er ebenso knapp am Q2-Einzug dran. In Österreich fehlten ihm im Vorjahr satte 1,1 Sekunden auf den zweiten Abschnitt.


Grand Prix von Österreich

"Im perfekten Fall hätte er wohl gerade noch die Pace gehabt, um durchzukommen", glaubt Performance-Ingenieur Dave Robson. "Ich vermute, dass es eine ganze Reihe von Fahrern gibt, die das Gleiche sagen würden, aber ja, ich glaube, wir standen genau an der Schwelle."

Er muss Russells Einschätzung beipflichten: "Um ehrlich zu sein, waren wir heute Nachmittag wahrscheinlich etwas konkurrenzfähiger, als wir erwartet hatten." Das "fast perfekte" Qualifying wurde am Ende von Lance Stroll ein wenig gestört, "der ein wenig im Weg war", berichtet Robson.

Kann der Williams gar auch im Rennen gegen Alfa Romeo und Haas kämpfen? "Das hoffen wir. Ohne Zweifel ist das Auto um einiges besser als jenes in Abu Dhabi im Vorjahr." Er hofft, dass Williams nun regelmäßig um den Einzug in das Q2 kämpfen kann.

Großer Teil des Erfolgs: Russell selbst

Robson gibt zu bedenken, dass im Rennen die Temperaturen wohl steigen werden. "Wir werden sehen, wie das Auto darauf reagiert und wie es mit den Reifen umgeht." Sein Wunsch: "Hoffentlich können wir gegen die Alfas hinter uns fahren, der Haas liegt knapp vor uns."

Teamchefin Claire Williams ist davon überzeugt, dass ein "Teil" des Erfolgs "zweifellos" von Russell selbst kommt. "Ich glaube, wir haben ziemlich viel darüber gesprochen, wie gut er sich in den letzten mehr als zwölf Monaten verbessert und entwickelt hat. Ein Teil davon wird sicherlich auf ihn entfallen."

Außerdem habe sich das Auto deutlich verbessert. "Das haben wir in Barcelona gespürt, sowohl die Art und Weise, wie das Auto mit den Reifen funktioniert, als auch die Art und Weise, wie die Fahrer es ausnutzen können. Ich glaube, es ist einfach überall ein bisschen besser." Das habe vor allem mit der Aerodynamik zu tun.

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