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Williams korrigiert Gerüchte: Latifi fährt Saison 2022 zu Ende

In Kanada wurde diese Woche berichtet, dass das Williams-Team Nicholas Latifi bereits gefeuert habe, diese Berichte entpuppten sich aber als eine Ente

(Motorsport-Total.com) - Norris McDonald, der einzige Journalist, der je in die Hall of Fame des kanadischen Motorsports aufgenommen wurde, hat am Donnerstag mit einem Tweet, den er jedoch kurz darauf widerrufen musste, für Aufregung gesorgt.

Alexander Albon, Nicholas Latifi

Nicholas Latifi (rechts) wird die Saison 2022 vermutlich zu Ende fahren Zoom

"Torontos Nick Latifi von WilliamsF1 gefeuert", postete McDonald. "Zwei Dinge: Williams hat hoffentlich einen Haufen Geld, denn das wird einen dicken Gerichtsprozess geben. Und sein Nachfolger Nyck de Vries muss sich erstmal besser machen als er in dieser Scheißkarre, woran ich meine Zweifel habe."

Drei Stunden später musste er widerrufen: "Korrektur. Nick Latifi wird auf absehbare Zukunft als Williams-Fahrer weitermachen. Meine Informationen waren nicht korrekt. Ganz egal, wie alt man ist, man lernt immer wieder diese wichtige Lektion: Sei der Erste, aber sei vor allem sicher, dass es stimmt! Ich entschuldige mich bei Nick Latifi."

Journalist musste Tweet widerrufen

Woher der Journalist seine Informationen hatte, ist unklar. Nyck de Vries wurde aber schon einmal als Kandidat auf ein Williams-Cockpit gehandelt, bevor Alexander Albon für die Saison 2022 unter Vertrag genommen wurde.

Im Internet kursieren indes auch andere Gerüchte, nämlich dass Latifi durch Alpine-Junior Oscar Piastri ersetzt werden könnte. Piastri gilt als das heißeste Talent außerhalb der Formel 1, doch bei Alpine ist das Stammteam mit Fernando Alonso und Esteban Ocon besetzt. Ihn an Williams zu verleihen, erscheint von außen betrachtet als logisch.

Aber Williams-Teamchef Jost Capito versichert, dass an den Gerüchten nichts dran ist: "Wir haben mit beiden Fahrern einen Vertrag, und wir respektieren die Verträge", unterstreicht er im 'SPORT1 AvD Motor und Sport Magazin'.

Latifis Vertrag läuft Ende 2022 ohnehin aus. Capito wäre schlecht beraten, ihn vorzeitig rauszuschmeißen. Denn Latifi sen. ist einer der Geldgeber des Teams, und aktuell würde wohl auch der beste Fahrer der Welt keine nennenswert besseren Ergebnisse einfahren. Zumal Capito auf seinen Ruf, sich an Verträge zu halten und stets verlässlich zu sein, großen Wert legt.

Capito stellt klar: Fahrerwechsel kein Thema

"Nicky braucht ein bisschen mehr Zeit, um sich ans Auto mit dem neuen Reglement zu gewöhnen. Aber er hat da unsere volle Unterstützung", sagt Capito. "Für uns steht im Moment nicht in Frage, an unserer Fahrerpaarung im Laufe der Saison irgendwas zu ändern." Das ergebe auch keinen Sinn, solange man bei Latifi eine Verbesserung erkennen kann.

Dazu kommt: Mitten in der Saison einen neuen Fahrer in ein Team zu integrieren, "ist immer schwierig", weiß Capito und ergänzt: "Das schwächt auch das Team. Obwohl Oscar natürlich ein sehr vielversprechendes Talent ist und einen Sitz in der Formel 1 verdient hätte. Und ich bin auch sicher, er bekommt nächstes Jahr einen Sitz."

Ob das dann bei Alpine sein wird, bei Williams oder einem anderen Team, das sei dahingestellt. Vorerst bleibt es für den 21-jährigen Webber-Schützling bei Tests. Diese Woche saß er in Doha zwei Tage am Steuer eines Alpine A521 aus der Saison 2021, und demnächst wird er auch bei einem Privattest in Spielberg fahren.

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