powered by Motorsport.com

Williams bleibt sich in der F1 treu: "Wir wollen kein B-Team werden"

Trotz der engeren Allianzen, die einige Rivalen mit den Topteams eingehen, bleibt Williams zurückhaltend - Man wolle kein Formel-1-B-Team werden, betont Roberts

(Motorsport-Total.com) - Aufgrund strengerer Kostenkontrollen und der Einführung einer Budgetobergrenze steuert die Formel 1 auf eine neue Ära begrenzter Ressourcen zu. In der Folge haben einige Teams begonnen, mehr zu kooperieren und Synergien zu nutzen.

Nicholas Latifi, Valtteri Bottas, Lando Norris

Williams will auch in Zukunft vor allem das eigene Knowhow setzen Zoom

So werden Red Bull und AlphaTauri ab dem kommenden Jahr viel enger zusammenarbeiten als bisher, während es auch starke Verbindungen zwischen Ferrari, Haas und Alfa Romeo sowie Mercedes und Racing Point gibt.

Williams hat es bisher stets vorgezogen, völlig unabhängig zu bleiben, und es sieht so aus, als ob sich dieser Weg trotz der Ankunft der neuen Eigentümer Dorilton Capital nicht ändern wird. So erklärt Teamchef Simon Roberts zwar: "Wir können die Vorteile sehen, aber wir wollen kein B-Team werden."

Roberts: Sich auf interne Stärken konzentrieren

"Wir wollen unsere Unabhängigkeit behalten, aber wir wollen wettbewerbsfähiger sein", sagt Roberts weiter. Daher sei man offen für eine potenzielle Ausweitung der Zusammenarbeit, "aber wie diese aussehen wird, hängt davon ab, was wir intern für stark halten und wo wir Hilfe und Unterstützung brauchen".


Talk: Wie sieht die Zukunft des Motorsports aus?

N. Haug, B. Mayländer, B. Schneider im Talk: Welche Technologien werden Einzug halten? Wie geht es mit der DTM weiter? Und wie gut ist Lewis Hamilton? Weitere Formel-1-Videos

"Einfach ausgedrückt: Wenn wir etwas gut können und es eigener Kraft schaffen, dann sollten wir uns darauf konzentrieren. Wenn es etwas gibt, das wir nicht so gut können, dann sollten wir bereit sein, das von demjenigen zu kaufen, der es zur Verfügung hat."

Dabei gelte es, genau abzuwägen, in welchen Bereichen man sich außerhalb des eigenen Unternehmens umsehen sollte, denn: "Unter dem Kostendach kann man es sich nicht leisten, ineffizient zu sein, und darauf konzentrieren wir uns", betont Roberts.

Williams will kulturellem Erbe treu bleiben

"Wir müssen sicherstellen, dass wir, wenn wir Chassis herstellen, wirklich gut darin sind und das auf alles im Auto anwenden. Aber wir sind unabhängig, wir werden unabhängig bleiben. Dennoch gibt es Möglichkeiten der Zusammenarbeit."

In nur in diesem Punkt verfolge Williams auch unter neuer Eigentümerschaft keinem großartig anderen Ansatz: "Von der kulturellen Übereinstimmung mit dem Team gibt es eine Menge Synergien zwischen der Roadmap, die Claire festgelegt hat, und wir bleiben dem sehr treu", goutiert Roberts die Arbeit seiner Vorgängerin.


Fotostrecke: Die Williams-Story

Und so versichert der Teamchef: "Wir wollen ein großartiger Ort zum Arbeiten sein. Wir wollen sicherstellen, dass wir fürsorglich und freundlich zu allen Menschen sind, die für uns arbeiten, und wir wollen einfach die richtigen Dinge tun."

Neue Investoren verfolgen Fünf-Jahres-Plan

"Was die Technologie angeht, haben wir jetzt die Möglichkeit zu investieren, und das tun wir auch. Damit haben wir bereits begonnen. Auf das Auto, mit dem wir jetzt fahren, hat das noch keinen großen Einfluss, aber das werden wir nächstes Jahr sehen."

Dieser Jahr sei als Teil einer langfristigen Strategie zu begreifen, die sich über die nächsten fünf Jahre langsam aufbauen werde, erklärt Roberts die generelle Marschroute bei Williams. "Das Wichtigste ist, dass wir klug investieren wollen. Wir wollen keine Fehler machen und das Spiel langfristig angehen. Das ist es, was wir tun."