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  • 26.08.2011 · 17:08

  • von Stefan Ziegler

Webber: "Immer noch ziemlich grün und rutschig"

Red-Bull-Fahrer Mark Webber sicherte sich am Freitag die Bestzeit von Belgien, hätte aber liebend gerne noch viel mehr Zeit auf der Strecke verbracht

(Motorsport-Total.com) - Mark Webber kehrte in Topform aus der Sommerpause der Formel 1 zurück. Der australische Red-Bull-Fahrer setzte sich im Freien Training von Spa-Francorchamps gegen seine Konkurrenten durch und markierte in 1:50.321 Minuten die erste Tagesbestzeit der Saison-Schlussphase. Trotzdem zeigt sich Webber nur bedingt zufrieden, denn allzu viel Abstimmungsarbeit war in Belgien nicht drin.

Mark Webber

Mark Webber markierte in Belgien 2011 den ersten Tagesbestwert der Formel 1

Die Wetterbedingungen ließen nämlich keinen ausgiebigen Fahrbetrieb zu. "Wir schauten uns die weiche und die mittlere Reifenmischung an. Pro Variante brachten wir aber nur zwei Runden zustande, also nicht allzu viel", fasst Webber seinen Freitag zusammen. "Wir erledigten einige Hausaufgaben wie das Einstellen der Fahrwerks-Höhe, der Bremsbalance und dergleichen mehr."

"Das muss sein, bevor wir mit dem Auto wirklich ans Limit gehen können. Zum Schluss war die Strecke recht trocken, doch es war immer noch ziemlich grün und rutschig. Einerseits müssen wir dann hinausfahren und Kilometer abspulen, doch andererseits sollten wir unsere Reifen für Samstag und Sonntag aufsparen", gibt der aktuelle WM-Zweite in Spa-Francorchamps erklärend zu Protokoll.

"Du willst halt nicht alle Pneus schon am Freitag verwenden und dann am restlichen Wochenende verhungern", meint Webber. Auch bei der Wahl der Getriebeübersetzung sei unbedingt Vorsicht geboten - die Wettervorhersage für Samstag und Sonntag ist äußerst vage. Spa-Francorchamps stellt aber auch aufgrund des besonderen Layouts des Kurses einige spezielle Herausforderungen.¿pbvin|512|3991||0|1pb¿

"Das wird nicht einfach, denn es gibt einen großen Unterschied bei den hohen Gängen - je nach dem, ob man mit viel Sprit oder wenig, mit aktiviertem oder nicht aktiviertem Heckflügel unterwegs ist. All dies gilt es zu beachten", erläutert Webber. "Am Sonntag wird es meiner Meinung nach ein paar nicht perfekt eingestellte hohe Gänge geben, weil wir am Freitag nicht genug Daten sammeln konnten."

Immerhin: Das gesamte Starterfeld sitze nach dem Freien Training im selben Boot. "Niemand fuhr mehr als alle anderen. So ist es nu einmal", sagt Webber, der seinerseits 30 Umläufe auf der rund sieben Kilometer langen "Ardennen-Achterbahn" zurückgelegt hatte. "Wir müssen nun das Beste daraus machen", hält der Australier fest. Dazu besteht schon im dritten Freien Training Gelegenheit.