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Vier Fehler, null Rhythmus: Hamilton wirft Baku-Qualifying weg

Lewis Hamilton leistet sich im Qualifying in Baku einen Fehler zu viel und startet am Sonntag nur von Rang zehn - Niki Lauda kritisiert den Weltmeister anschließend

(Motorsport-Total.com) - Schon wieder ein verkorkstes Qualifying für Lewis Hamilton. Bereits in China und Russland hatte der Brite mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen - und nun auch in Baku (zum Bericht). Der Unterschied: Während der Champion bisher lediglich von technischen Problemen eingebremst wurde, leistete er sich in Aserbaidschan gleich mehrere eigene Fehler. Nachdem sich Hamilton im Qualifying zuvor bereits dreimal verbremst hatte, warf er das Auto in Q3 zu allem Überfluss auch noch in die Mauer.

Lewis Hamilton

Statt der Pole-Position gab es für Lewis Hamiltons Auto einen Platz am Haken... Zoom

"Ich hatte gestern einen fantastischen Rhythmus - und heute gar keinen. Manchmal passiert das", ärgert sich der Brite nach dem Qualifying bei 'Sky Sports F1'. Hamilton hatte zuvor in allen drei Training die Nase vorne, doch ausgerechnet im Qualifying lief gar nichts mehr zusammen. Bereits in Q2 musste Hamilton nach einem Fehler auf seiner schnellen Runde lange zittern. Bis kurz vor Schluss lag er nur auf Rang zehn.

"Ich habe die Kurven nicht richtig erwischt, hatte die falschen Bremspunkte... Heute stimmte einfach gar nichts", erklärt der Weltmeister und ergänzt mit einem etwas gequälten Lächeln: "Es war einfach eine schwierige Session." Besonders bitter: Während Hamilton nur Zehnter wurde und am Sonntag von Rang zehn starten muss, geht Teamkollege und WM-Gegner Nico Rosberg von der Pole-Position ins Rennen.

Hamilton nimmt Schuld auf sich

"Das Auto war generell gut", sagt der Mercedes-Pilot und gibt ohne Einschränkung zu: "Es lag nur an mir." Niki Lauda verrät bei 'Sky': "Ich habe kurz mit ihm gesprochen und ihm in die Augen geschaut: Er ist sich seiner Schuld vollkommen bewusst, dass er es nicht genauso wie Nico gemacht hat. Fehler machen wir alle. Das war bei ihm nur ein entscheidender Fehler. Das Rennen morgen aus der Position zu gewinnen, wird schwierig sein."

"Das muss man akzeptieren. Er ist auch nur ein Mensch. Wichtig ist, dass er sich jetzt schnell wieder beruhigt, den Fehler einsieht und morgen neu beginnt." Hamilton selbst erklärt währenddessen: "Ich habe große Zweifel, dass ich das Rennen gewinnen kann." Im Hinblick auf Pole-Setter Rosberg ergänzt er: "Wenn er einen guten Start erwischt, dann wird er allen davonfahren."

Allerdings möchte der Brite keine Mutmaßungen darüber anstellen, was im Rennen noch möglich sein wird. "Jetzt habe ich gerade erst das Qualifying beendet, dazu kann ich ehrlich nichts sagen. Ich werde versuchen, morgen so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Ab hier geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Ich werde alles geben", verspricht der 31-Jährige seinen Fans.

Lauda kritisiert Hamilton

Lauda ergänzt kritisch: "Was ich nicht verstehe: Er hat sich zweimal verbremst. Immer, wenn es wichtig war, hat er sich selber das Leben schwerer gemacht, was dann leider so geendet ist, dass er gegen die Mauer gefahren ist. Da muss er selber drüber nachdenken, das hat heute fatale Folgen. Wenn beide Mercedes in der ersten Reihe gestanden hätten, wäre das Rennen für beide wesentlich einfacher."


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Stattdessen wird Daniel Ricciardo am Sonntag von Rang zwei ins Rennen gehen, dahinter lauern die standesgemäß schnell startenden Ferraris. Genau das könnte allerdings auch eine Chance für Hamilton sein, dann Rosberg wird er wohl nur dann einholen können, wenn dieser einen Fehler macht, oder gleich beim Start von ein oder zwei Gegnern überholt wird. Andernfalls könnte Hamilton, der in der WM gerade erst aufgeholt hat, wieder weit zurückfallen.

Übrigens: Dass Hamiltons Unkonzentriertheiten im Qualifying mit seiner Begleitung an diesem Wochenende, dem 22-jährigen Victoria's-Secret-Model Barbara Palvin, zu tun haben, glaubt Lauda nicht. "Soweit würde ich jetzt nicht gehen, das ist ja eine nette, junge Dame. Aber diese Schlussfolgerung lasse ich nicht zu. Der Lewis hat selber Fehler gemacht, mit oder ohne Frau", so der Österreicher.

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