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"Viel simpler zu fahren": Prost kritisiert aktuelle Formel-1-Autos

Die Rennlegende kreidet zu viel Gewicht und zu wenig Fahrgefühl an - Kristallklare Onboard-Aufnahmen würden den Eindruck von Playstation-Spielen erwecken

(Motorsport-Total.com) - Rennlegende Alain Prost hat Kritik an den aktuellen Formel-1-Rennwagen geübt. Im Gespräch mit 'Sky Sports F1' vergleicht er die Boliden von heute mit den Fahrzeugen aus seiner aktiven Zeit: "Sie fahren sich viel einfacher", moniert Prost. Seine Aussage fußt auf seinen sporadischen Tests jüngerer Modelle Renaults und Red Bulls sowie einer Ausfahrt mit seinem McLaren MP4-2b von 1985.

Alain Prost

Prost wünscht sich Zeiten herbei, in denen Formel-1-Autos noch 550 Kilo wogen Zoom

Als er sich im Rahmen der Legenden-Parade in Spielberg im vergangenen Jahr hinter das Steuer seines ersten WM-Autos klemmte, sei es "nach einer Runde ein Vergnügen" gewesen. "Ich konnte den Wagen förmlich spüren", schwärmt Prost und macht das Gesamtgewicht von 550 Kilogramm verantwortlich. Zum Vergleich: In der Saison 2019 bringen die Autos 733 Kilo auf die Waage.

Prost wünscht sich in Anlehnung an alte Zeiten "weniger Aerodynamik und mehr mechanischen Grip". Sein Weggefährte Niki Lauda betont, dass die Formel 1 einen Hauch Gefahr versprühen müsste: "Sicherheit ist wichtig, aber wenn wir es übertreiben, geh Interesse verloren", meint Mercedes' Team-Aufsichtsrat und nennt es schwierig, junge Menschen für den Motorsport zu begeistern.


Fotostrecke: Formel-1-Legendenparade in Spielberg

"Warum?", fragt Prost und denkt an die kristallklaren TV-Bilder. "Vielleicht, weil es nicht mehr außergewöhnlich wirkt. Weil die Leute denken, es wäre einfach. Aber das stimmt nicht." Der falsche Eindruck der Zuschauer entstünde auch die verbesserte Übertragungstechnik, glaubt der Franzose.

"Wenn man sich Onboard-Aufnahmen ansieht, merkt man, dass die Technik sehr gut geworden ist. Man könnte glauben, es wäre wie auf der Playstation, weil es genau so aussieht", so Prost, zu dessen aktiver Zeit die Bilder verwackelt waren und die Vibrationen derart heftig, dass in den Mikrofonen nicht das Motorengeräusch, sondern ein durch Schwingungen hervorgerufenes Knattern zu hören war.

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