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Vettel nach Crash: "Ziemlich eindeutig"

Vettel stellt seine Sichtweise über den Crash mit dem eigenen Teamkollegen, das vorzeitige Aus und die vergebene Chance auf den Doppelsieg dar

(Motorsport-Total.com) - Für Sebastian Vettel war der Große Preis der Türkei in Runde 40 vorzeitig gelaufen. Der Deutsche hatte ein Überholmanöver an Teamkollege Mark Webber gestartet, doch dieses ging gewaltig in die Hose. Webber ließ seinem deutschen Teamkollegen nur wenig Platz, Vettel ging zu früh leicht nach rechts und es kam zur Kollision.

Mark Webber, Sebastian Vettel

Webber rutscht geradeaus und Vettel kreiselt - das wollte der Chef nicht sehen... Zoom

"Wenn man die Szene sieht, ist es ziemlich eindeutig", so Vettel über das entscheidende Manöver, bei dem er mit einem Reifenschaden von der Strecke kreiselte, während Webber die Führung verlor und um zwei Plätze hinter die beiden McLaren-Mercedes-Piloten zurück fiel.#w1#

"Wir sind hier, um Rennen zu fahren. Natürlich passt man unter Teamkollegen immer ein bisschen mehr auf.", so Vettel. "Es ist gerade einmal das siebte Rennen. Am Ende zählt jeder Punkt, das wissen wir natürlich auch."

"Die Situation war ziemlich eindeutig. Wenn man sich die Fernsehbilder anschaut, so lag ich auf der inneren Seite, hatte also den Vorrang für die folgende Kurve. Ich habe mich nur auf das Anbremsen fokussiert. Dann hat es einen Schlag getan und das Rennen war schon vorbei. Da habe ich völlig überraschend die Kontrolle über das Auto verloren. Das tut weh."

Dass er den in Führung liegenden Teamkollegen angreift, ist in Vettels Augen normal: "Wir sind hier, um Rennen zu fahren, natürlich auch, um Spaß zu haben. Aber es ist natürlich auch ein bisschen Ernst bei der Sache. Leider Gottes passiert manchmal so etwas. Wenn so etwas unter Teamkollegen passiert, ist es natürlich doppelt hart. Offensichtlich bin ich jetzt nicht der glücklichste Mensch auf Erden. Da sind sehr wichtige Punkte für mich und auch für Mark, für das Team flöten gegangen."


Fotos: Red Bull, Großer Preis der Türkei, Sonntag


Auch von einem übermotivierten Verhalten möchte der Heppenheimer nichts wissen: "Ich hatte zwei, drei Runden vorher das Gefühl, dass ich schneller fahren kann. Ich bin rangefahren, hatte dann die Möglichkeit zu überholen, das ist mir bis zu der Kollision glaube ich auch gelungen. Ich war nicht zu übereifrig. Ich hatte ja doch einige Rundenzeit, um mir das Ganze anzuschauen."

"Ich denke, wir waren alle in etwa gleich schnell. Ich hatte das Gefühl, dass ich ein bisschen schneller kann. Ich habe meine Chance genutzt, ich denke, das habe ich richtig gemacht. Ich war auf der inneren Seite, viel mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen. Gerade unter Teamkollegen ist so etwas natürlich immer blöd, aber das sollte man sich auch gegenseitig den Platz geben."

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