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Verstappen-Hamilton-Crash: FIA lehnt Antrag von Red Bull ab!

Die neuen Beweise, die Red Bull am Hungaroring vorgelegt hat, reichen nicht aus, um die Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton neu zu bewerten

(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat Red Bulls Antrag auf eine Neubewertung der Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton beim britischen Grand Prix in Silverstone 2021 abgewiesen und damit eine von Red Bull geforderte härtere Strafe für Hamilton verhindert.

Max Verstappen, Lewis Hamilton, Charles Leclerc

Red Bull kann nicht auf eine härtere Strafe für Lewis Hamilton hoffen Zoom

Red Bull hatte am vergangenen Freitag einen Antrag auf Neubewertung des Unfalls von Silverstone gestellt, konnte die FIA-Rennkommissare von Silverstone aber am Donnerstag vor dem Grand Prix von Ungarn (Formel 1 2021 live im Ticker) nicht davon überzeugen, dass ausreichend neues und relevantes Beweismaterial vorliegt, um den Fall neu aufzurollen.

Vertreter von Red Bull und Mercedes waren um 16:00 Uhr Ortszeit am Hungaroring per Videokonferenz mit den Kommissaren aus Silverstone (Loic Bacquelaine, Eric Cowcill, Dennis Dean, Emanuele Pirro und Nish Shetty) verbunden, um den Fall zu diskutieren.

Hätte Red Bull wie von Helmut Marko angekündigt neue Beweise vorlegen können, die "signifikant und relevant" gewesen wären, hätten die Rennkommissare anhand des neuen Beweismaterials theoretisch zu einer anderen Entscheidung kommen können. Red Bull hatte bis hin zu einer Rennsperre gefordert. Das Thema ist nun aber vom Tisch, und Hamilton darf seinen Sieg in Silverstone behalten.

Um 16:00 Uhr hatte die Anhörung begonnen. Mercedes war durch Sportdirektor Ron Meadows, den leitenden Renningenieur Andrew Shovlin und Chefstratege James Vowles repräsentiert. Red Bull durch Teamchef Christian Horner, Performance-Engineering-Chef Ben Waterhouse und Sportdirektor Jonathan Wheatley. Dazu kamen die besagten FIA-Kommissare und Rennleiter Michael Masi.

Doch aus Sicht der FIA waren die Beweise, die Red Bull vorgelegt hat, weder neu noch signifikant noch relevant. Dabei handelte es sich um eine Präsentation des Unfallhergangs, gefüttert mit GPS-Daten, Folien, auf denen Vergleiche mit Hamiltons späterem Manöver gegen Charles Leclerc aufgezeichnet wurden, und eine Darstellung der ersten Runde von Hamilton, inszeniert von einem anderen Fahrer (Alexander Albon).


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Im Laufe des Nachmittags hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass die Entscheidung negativ für Red Bull ausfallen könnte. Zuerst berichtete die niederländische Zeitung 'De Telegraaf' davon, dass der Antrag abgelehnt werden würden. Kurz darauf wurden die Verstappens mit gesenktem Haupt im Paddock am Hungaroring gesehen.

Max Verstappen hofft jetzt, dass solche Vorfälle in Zukunft anders gehandhabt werden: "Das muss ernsthaft untersucht werden. Die Topautos haben einen solchen Vorteil gegenüber dem Rest des Feldes, dass eine Zehn-Sekunden-Strafe nicht viel ausmacht", so der Niederländer.

Der 23-Jährige hat vor dem elften Saisonrennen in Budapest nur noch acht Punkte Vorsprung auf seinen großen WM-Rivalen. Bei den Konstrukteuren beträgt Red Bulls Vorsprung lediglich vier Punkte.

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