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Valtteri Bottas zu Ferrari? Felipe Massa kann es sich vorstellen

Während Felipe Massa glaubt, dass Valtteri Bottas zumindest 2016 noch für Williams fahren wird, hofft Pat Symonds auf einen langfristigen Verbleib des Finnen im Team

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton und Mercedes haben sich in dieser Woche bis einschließlich der Formel-1-Saison 2018 aneinander gebunden. Jetzt, da der prominenteste Name vom Transfermarkt verschwunden ist, konzentriert sich das Geschehen hinsichtlich möglicher Teamwechsel auf andere Piloten. Einer, dessen Name dabei stets genannt wird, ist Valtteri Bottas.

Valtteri Bottas © LAT
Sieht sich Valtteri Bottas ernsthaft nach einem neuen Arbeitgeber um?

"Es ist klar, dass sich alle großen Teams Gedanken über die Zukunft machen und ich weiß, dass Valtteri auf allen Listen ein potentieller Kandidat ist", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, nachdem der neue Dreijahresvertrag mit Hamilton unter Dach und Fach war. Bei der Frage, wohin es aktuellen Williams-Piloten Bottas ziehen könnte, gibt es eine Tendenz zu Ferrari, mehr aber auch nicht. Dass der Finne in Maranello irgendwann die Nachfolge seines Landsmanns Kimi Räikkönen antritt, ist derzeit nicht mehr als Spekulation.

Felipe Massa kann sich durchaus vorstellen, dass sein aktueller Williams-Teamkollege früher oder später die Fronten wechseln wird. "Er zeigt, dass er viel Talent hat. Er zeigt, dass er Rennen und WM-Titel gewinnen kann. Da ist es ja ganz normal, dass andere Teams ihre Fühler nach ihm ausstrecken", bemerkt der Brasilianer, der selbst acht Jahre lang für Ferrari ins Lenkrad griff, bevor er im Winter 2013/2014 zu Williams wechselte.

Massa: Wenn ein Topteam anklopft, muss man zugreifen

Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas

Der Gerüchteküche zufolge schielt Bottas auf den Platz von Räikkönen bei Ferrari Zoom

"Vielleicht ist es Ferrari, vielleicht Red Bull, vielleicht Mercedes, keine Ahnung", will sich Massa nicht direkt an den Ferrari-Gerüchten um Bottas beteiligen, sondern merkt lediglich an: "Ich denke, dass er im nächsten Jahr noch für dieses Team (Williams; Anm. d. Red.) fahren wird. Ich finde, wir arbeiten sehr sehr gut zusammen und helfen dem Team, besser zu werden. Über alles, was darüber hinausgeht, lässt sich schwer spekulieren. Wenn er die Chance hat, zu einem Topteam zu gehen, dann muss er sie ergreifen. Warum auch nicht, wenn der Zeitpunkt der richtige ist?"

Pat Symonds sieht es genauso und kann es absolut nachvollziehen, dass sich andere Teams für Bottas interessieren. "Er ist ein verdammt guter Fahrer, sicherlich einer der besten, die gerade nachrücken. So gesehen ist es keine Überraschung, dass andere Teams ein Auge auf ihn haben", sagt der Williams-Technikchef.

Ein Abschied des Finnen vom Rennstall aus Grove ist für Symonds aber noch lange nicht sicher: "Wir dürfen nicht unterschätzen, was Williams ihm bieten kann. Wir befinden uns als Team nach wie vor im Aufbau, sind über die vergangenen zwei Jahre sehr gut vorangekommen. Ich würde es gerne sehen, wenn Valtteri auch in Zukunft für uns fährt. Einfach, um zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können."

Pat Symonds hofft auf langfristige Zusammenarbeit mit Bottas

Felipe Massa, Pat Symonds, Valtteri Bottas

Der Williams-Vertrag von Massa läuft noch bis 2016, der von Bottas läuft aus Zoom

Zur Vertragssituation von Bottas, dessen Kontrakt mit Williams anders als der von Massa (Vertrag bis Ende 2016) zum Ende dieses Jahres ausläuft, will sich Symonds nicht äußern. "Mein Job ist es nicht, seine vertragliche Position zu kommentieren. Mein Job ist es, uns das bestmögliche Auto zu geben und die besten Fahrer unter Vertrag zu nehmen, die dieses Auto fahren wollen", stellt der Williams-Technikchef klar.

"Wir haben Pläne in der Schublade, dank derer wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern sollten. Ich glaube, damit können wir die Siege einfahren, die nicht nur Valtteri anpeilt, sondern die auch Frank, Claire und alle anderen anpeilen", blickt Symonds im Namen des gesamten Williams-Teams voraus und gibt Bottas einen Rat mit auf den Weg: "Wir haben in der Vergangenheit schon häufiger Fahrer gesehen, die zur falschen Zeit das Team gewechselt haben."

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