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Valtteri Bottas: "Im Williams steckt Potenzial"

Valtteri Bottas sieht beim neuen Williams FW37 Fortschritte im Vergleich zum FW36 - In Jerez stehen schnelle Rundenzeiten nicht im Vordergrund

(Motorsport-Total.com) - An den ersten beiden Testtagen in Jerez de la Frontera sorgte Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel mit zwei Bestzeiten für Schlagzeilen. In der Boxengasse war McLaren-Honda ein großes Thema, denn der neue Bolide konnte an zwei Tagen nur zwölf Runden fahren. Weitestgehend problemlos lief der Wintertest bisher für Williams. Valtteri Bottas legte mit dem neuen FW37 schon 600 Kilometer zurück. Das erste Zeugnis für den Boliden im Martini-Design ist positiv.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas erkennt im Williams FW37 eine gute Basis und viel Potenzial Zoom

"Das Programm war etwas anders als gestern, denn am Sonntag haben wir am Vormittag etwas Zeit für Aero-Tests verloren. Es war heute in der Früh sehr kühl, also haben wir mit Aero-Tests begonnen", berichtet Bottas seinen Arbeitsalltag. "Der Tag verlief dann wieder problemlos und bis auf den letzten Versuch konnten wir das geplante Programm absolvieren. Es war wieder ein guter Tag und wir lernen immer mehr über das Auto."

"Am Nachmittag sind wir auch einige längere Versuche gefahren, haben an der Abstimmung gearbeitet und gesehen, wie das Auto auf Veränderungen reagiert." Bottas hat in diesen insgesamt 600 Kilometern auch ein gutes Gefühl für den FW37 gefunden: "Das Auto fühlt sich aerodynamisch konstant an und ist ganz sicher eine Verbesserung zum Vorjahr. Allerdings erwarten wir, dass sich jedes Team gesteigert hat."

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas und das Williams-Team verströmen Zuversicht Zoom

"Die Basis unseres Autos ist nicht komplett anders. Wir sollten also wieder einen guten Topspeed haben. Dafür muss man natürlich Einbußen in den Kurven hinnehmen." Die erfolgreiche Saison 2014 wirkt sich auch auf die Atmosphäre in der Williams-Garage aus. Das Team verströmt Ruhe und Optimismus. "Unsere Herangehensweise ist anders, denn alle im Team sind viel zuversichtlicher", ist Bottas der Unterschied zu den vergangenen Wintern aufgefallen. "Jeder weiß, dass wir ein guter Rennstall sind und wir um Podestplätze kämpfen können."

Rundenzeit in Jerez nicht wichtig

Wie konkurrenzfähig der FW37 im Vergleich zur Konkurrenz ist, lässt sich derzeit nur schwer erahnen. Williams geht in Jerez nicht auf Zeitenjagd, sondern arbeitet das Aufgabenheft ab. "Im Moment hat es noch keinen Sinn, Performance-Versuche zu fahren. Wir müssen Daten sammeln, damit die Jungs in der Fabrik weiterarbeiten können", beschreibt Bottas die analytische Arbeitsweise. "Rundenzeiten sind hier nicht wichtig. Wir wissen, dass wir noch viel Potenzial haben."

Am Montag reihte sich Bottas mit 1,3 Sekunden Rückstand auf Vettel auf dem dritten Rang ein. Im Laufe des Nachmittags fuhr der Finne einige Runden hinter Pastor Maldonado und überholte den Lotus schließlich auch. Lotus setzt in diesem Jahr ebenfalls auf den Mercedes-Antrieb. Bottas hat Lotus deshalb auf der Rechnung: "Ich denke, dass sie stärker sein werden, denn im Vorjahr waren sie kein Gegner. Mercedes wird wieder den besten Antrieb haben, aber erst in Melbourne werden wir sehen, wie groß der Abstand zur Konkurrenz ist."


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"Wir arbeiten noch mit Motormappings, aber der Motor fühlt sich nicht so anders wie im Vorjahr an. Potenzial ist vorhanden. Ich habe Vertrauen in die Arbeit von Mercedes", so Bottas. Über die neuen Pirelli-Reifen wurde bislang wenig gesprochen. Das hat laut dem Williams-Piloten einen Grund: "Sie sind nicht so anders, sind über die Distanz aber etwas konstanter. Vielleicht sind die neuen Reifen auch etwas schneller, aber es ist kein großer Unterschied zum Test in Abu Dhabi."

Im vergangenen Jahr etablierte sich Bottas im Spitzenfeld der Formel 1. Auf dem Weg zu WM-Platz vier kletterte der 25-Jährige sechsmal auf das Podest. Für den nächsten Schritt zum ersten Sieg hat er sich noch einiges vorgenommen: "Ich hätte einige bessere Starts zeigen können. Daran müssen wir auch als Team arbeiten. Im Moment sehe ich keine großen Probleme, aber ich möchte überall dazulernen. Bei jedem Test, in jeder Runde möchte ich etwas mitnehmen und will aus Fehlern lernen."

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