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"Unvorstellbar": Alonso und McLaren feiern Platz sieben in Spa

Ausgerechnet auf der Powerstrecke in Spa feiert Fernando Alonso mit Rang sieben ein starkes Ergebnis - Safety-Car und rote Flagge helfen dem McLaren-Piloten

(Motorsport-Total.com) - Abseits der großen Kriegsschauplätze sorgten Fernando Alonso und McLaren-Honda am Sonntag in Spa für die vielleicht größte Überraschung (Rennbericht). Der Spanier, der von Startplatz 22 ins Rennen gegangen war, kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf Rang vier nach vorne und beendete das Rennen auf einem starken siebten Platz. Überraschend ist das Ergebnis vor allem deshalb, weil die Powerstrecke in den Ardennen eigentlich pures Gift für den eher schwachbrüstigen Honda-Antrieb ist.

Fernando Alonso

Fernando Alonso konnte sogar einige Runden vor Lewis Hamilton fahren Zoom

Rückblick: Vor zwölf Monaten belegten Jenson Button und Fernando Alonso im Qualifying in Spa die Plätze 17 und 18. Langsamer waren lediglich die beiden Manor-Marussias. Im Rennen am Sonntag sahen beide die Zielflagge mit mehr als einer Runde Rückstand auf den Plätzen 13 und 14. Auch dort konnte man nur Roberto Merhi und Will Stevens hinter sich lassen.

Ein Jahr später fährt man auf der gleichen Strecke plötzlich gegen Mercedes, Ferrari und Co. "Ich bin glücklich. Das Rennen war aufregend", freut sich Alonso dementsprechend. Allerdings weiß der Spanier auch, dass man das gute Ergebnis auch den äußeren Umständen zu verdanken hat. "Es war definitiv ein gutes Rennen. Für all das Pech, das wir bisher an diesem Wochenende hatten, hatten wir jetzt im Rennen Glück", freut er sich.


Fotos: Fernando Alonso, Großer Preis von Belgien, Sonntag


Denn nachdem es im Training immer wieder technische Probleme an seinem Boliden gab, konnte der Spanier am Samstag nicht am Qualifying teilnehmen. Im Rennen lief dann aber alles für Alonso und McLaren. "Wir könnten alle Zwischenfälle vermeiden. Auch durch das Safety-Car und die rote Flagge kamen wir in eine sehr gute Position", berichtet Alonso, der sich zum Zeitpunkt des Abbruchs auf Platz vier befand.

Das war zwar ohne Frage glücklich, doch nach dem Restart bewies Alonso, dass die Platzierung auch nicht komplett zufällig war. "Wir konnten Sebastian (Vettel; Anm. d. Red.), Hamilton und Perez nicht halten, denn sie waren zu schnell. Aber ich denke, dass das Team durch Platz sieben sehr wichtige Punkte geholt hat", so der Spanier, der die Zielflagge lediglich 14 Sekunden nach Sebastian Vettel sah.


Fotostrecke: GP Belgien, Highlights 2016

Ebenfalls bemerkenswert: In der Schlussphase konnte er Kimi Räikkönen und die beiden Williams-Piloten Valtteri Bottas und Felipe Massa hinter sich halten. Vor einem Jahr wäre das noch undenkbar gewesen. "Gestern war Jenson im Qualifying in den Top 10, und heute haben wir es im Rennen in die Top 10 geschafft. Vor ein paar Monaten wäre das auf so einer Strecke noch unvorstellbar gewesen", weiß auch Alonso.

"Das Team macht sehr große Fortschritte", jubelt der Weltmeister von 2005 und 2006. Auch in der WM hat das Ergebnis einen großen Effekt, denn durch die sechs Punkte ist McLaren an Toro Rosso vorbeigezogen und liegt nun auf Platz sechs. Es bleibt abzuwarten, ob das Team aus Woking das tolle Ergebnis auch beim kommenden Rennen in Monza bestätigen kann - auf der nächsten Powerstrecke.