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Überholmanöver zu leicht: FIA könnte DRS-Zonen 2023 einkürzen

Weil einige Überholmanöver 2022 zu leicht waren, könnte die FIA den DRS-Effekt durch Kürzen einiger Zonen abschwächen

(Motorsport-Total.com) - Wird DRS in der kommenden Formel-1-Saison weniger kraftvoll sein? Die FIA überlegt, einige DRS-Zonen für 2023 einzukürzen, um ein zu einfaches Vorbeifahren zu verhindern. Denn den Verantwortlichen ist aufgefallen, dass einige Überholmanöver in der abgelaufenen Saison viel zu leicht gingen.

Valtteri Bottas (Alfa Romeo), Esteban Ocon (Alpine) und Max Verstappen (Red Bull) beim Formel-1-Rennen in Brasilien 2022

Flügel auf und los: Das soll in Zukunft erschwert werden Zoom

Die Formel 1 hatte für 2022 neue Aerodynamik-Regeln eingeführt, die das Überholen erleichtern sollten. Das hat auch funktioniert, sorgte allerdings auch dafür, dass einige Manöver durch das DRS zu einfach waren, weil der Hinterherfahrende näher am Vordermann war als früher.

Zudem war der Unterschied zwischen offenem und geschlossenem Heckflügel noch größer, sodass einige Manöver fast schon garantiert waren, wenn man im DRS-Bereich war. Erinnert sei hierbei an das Rennen in Saudi-Arabien, als Max Verstappen und Charles Leclerc verhindern wollten, dass sie als Erste durch den DRS-Messpunkt fahren, weil sie wussten, der Hintermann würde vorbeikommen.

Die FIA will nun einige Daten auswerten und schauen, welche Zonen man im kommenden Jahr kürzer machen kann. "In einigen Rennen müssen wir die DRS-Zonen vielleicht reduzieren", sagt FIA-Technikchef Nikolas Tombazis. "Wir wollen nicht, dass das Überholen unvermeidlich oder gar einfach wird. Es muss immer noch ein Kampf sein."

Er findet, dass ein einfaches Vorbeifahren und anschließendes Wegfahren noch schlimmer sei, als wenn ein Fahrer überhaupt nicht vorbeikommt, dafür aber kämpfen muss. "Wir müssen da sie richtige Balance finden", sagt er.


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Auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn mischt sich in die Diskussion ein und sagt, dass man sich nicht davor scheuen sollte, DRS-Manöver schwieriger zu machen: "Wir wissen, dass es die Fans nicht mögen, wenn ein Fahrer einfach DRS aufmacht, vorbeifährt und dann eine Lücke auffährt", sagt er gegenüber der englischsprachigen Version von 'Motorsport.com'.

"Ich denke, in einer idealen Welt wird DRS nur benutzt, um nah hinter jemandem zu sein, sodass man wirklich einen anständigen Angriff starten kann", so Brawn. "Ich denke, wir sollten keine Angst davor haben, das DRS an Orten wie Monza zu reduzieren, denn es scheint ein bisschen so zu sein, als ob man sich hinter jemanden setzt, den Knopf drückt und überholt."

"Das ist nicht sehr beeindruckend", findet er. "Wir sollten uns nicht scheuen, die Benutzung von DRS zu reduzieren, wo es eindeutig zu kraftvoll ist."

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