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TV-Quoten Melbourne: RTL und ORF spüren das Sky-Comeback

Das TV-Publikum der Formel 1 im deutschsprachigen Raum entwickelt sich insgesamt positiv, Sky nimmt den Konkurrenten aber Marktanteile weg

(Motorsport-Total.com) - Nach einem Jahr Formel-1-Pause freut sich der Sky in Deutschland nach dem Grand Prix von Australien über ein hervorragendes Comeback. 370.000 Zuschauer sahen das Rennen in Melbourne beim Pay-TV-Anbieter. Das entspricht einem satten Plus von 45 Prozent gegenüber 2017 und der größten Reichweite, die Sky jemals bei einem Saisonauftakt verzeichnet hat.

Ralf Schumacher und Sascha Roos

Ralf Schumacher und Sascha Roos kommentieren die Formel 1 bei Sky Zoom

Der neue Experte Ralf Schumacher und Kommentator Sascha Roos, die von München aus durch den Grand Prix geführt haben, sprachen am Montagnachmittag im Formel-1-Podcast 'Starting Grid' über ihre Eindrücke des ersten gemeinsamen Auftritts. Schumacher wird nicht alle Qualifyings und Rennen 2018 kommentieren. Geplant sind 15 Wochenenden. Wer ihn bei den anderen Terminen vertritt, ist noch nicht bekannt.

Ob das Kommentatorenduo in Zukunft wieder von der Rennstrecke aus berichten wird, ist derzeit nicht klar. Zumindest die bevorstehenden Überseerennen soll es beim Set-up bleiben, dass Roos und Schumacher von München aus arbeiten und nur Reporterin Sandra Baumgartner mit ihrem Kamerateam vor Ort im Paddock unterwegs ist.

Während sich Sky über große Zuwächse freut, bekommen die anderen deutschsprachigen Sender den neuen Konkurrenten zu spüren. RTL zum Beispiel hatte 2018 noch von der Exklusivität profitiert. Das Rennen sahen durchschnittlich 1,63 Millionen Menschen beim Kölner Privatsender. 2018 waren es noch 2,58 Millionen gewesen. Der Marktanteil der 14- bis 59-Jährigen ging von 42,3 Prozent 2018 auf 31,6 Prozent 2019 zurück.

Einen leichten Rückgang verzeichnete auch der ORF in Österreich. Nach 214.000 Zuschauern 2017 und 251.000 2018 wurden am Sonntag 224.000 Zuschauer erreicht. Genau wie bei RTL lag das möglicherweise nicht nur an Sky. Auch die um eine Stunde frühere Startzeit (6:10 statt 7:10 Uhr) könnte eine Rolle gespielt haben.

Im Formel-1-Kernmarkt Großbritannien ist die Zuschauerentwicklung indes positiv. Der Pay-TV-Anbieter Sky vermeldet dort 2,1 Millionen Zuschauer am Renntag. Sky und Channel 4 gemeinsam erreichten sogar mehr als dreieinhalb Millionen Zuschauer. Unterm Strich also deutlich weniger als in Deutschland und auf dem deutschsprachigen Gesamtmarkt.

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