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  • 09.03.2014 · 13:27

  • von Dominik Sharaf

Turbo-Diät mal anders: Button kritisiert Magerwahn

Der McLaren-Pilot befürchtet, dass sich der Kampf um jedes Kilo auf die Gesundheit der Fahrer auswirkt: "Andere Athleten sind dünn, fit und gesund"

(Motorsport-Total.com) - Skispringen ist ein Beispiel dafür, dass Sportbehörden versuchen, einem Diätwahn der Athleten ein Ende zu setzen. Während auf den Schanzen der Body-Mass-Index (BMI) als Begrenzung für die maximale Skilänge eingesetzt und ein Gewichtsvorteil so relativiert wird, hat die Formel 1 noch keinen Modus gefunden, das Hungern zu Beginn der zweiten Turboära einzudämmen. Auch Jenson Button leidet. Der Triathlet, topfit und mit Tour-de-France-Profis im Radtraining, muss weiter "abspecken".

Jenson Button

Jenson Button ist einer der fittesten Formel-1-Piloten - und trotzdem "zu dick" Zoom

Obwohl er bei einer Größe von 1,82 Metern in durchaus muskulöser Verfassung nur 71 Kilogramm wiegt, muss ein weiteres Kilo runter. "Es klingt wenig, aber im Qualifying kann das eine oder zwei Positionen ausmachen, im Rennen fünf oder sechs Sekunden", sagt Button dem 'Mirror'. Grund für den Kampf mit der Waage ist das neue Reglement, das das Gewicht des Antriebsstrangs auf mindestens 145 Kilogramm festlegt. "Nehme ich nicht ab, sind uns bei der Gewichtsverteilung Grenzen gesetzt", so der Brite weiter.

Die kritische Marke, an der ein Vor- in einen Nachteil umschlägt, scheint soll laut Ex-Pilot Mark Webber bei 64 Kilogramm Körpergewicht liegen. Button ist nicht der einzige Fahrer, der leidet. Auch Ex-Teamkollege Hamilton, mit 1,74 Metern deutlich kleiner, hungert. "Ich habe mit Lewis darüber gesprochen", berichtet Button und meint, dass der Eindruck beim Mercedes-Star täuscht. "Er hat einen längeren Haarschnitt, der ihn größter wirken lässt. Er ist aber magerer, als ich ihn jemals erlebt habe und eigentlich nicht hoch aufgeschossen."

Der McLaren-Star, in seinem Leben noch nie zuvor so leicht, übt Kritik: "Momentan grassiert das Abnehmen. Man könnte es einen Teil des Berufs nennen, weil alle Sportler dünn sind. Aber das Problem ist, das sie sehr dünn, aber auch fit und gesund sind", so Button. In der Formel 1 jedoch wird gefastet ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie der Körper auf die verminderte Kalorienzufuhr reagiert: "Wir hingegen sind dünn, weil wir uns vorschreiben lassen müssen, wie viel wir essen dürfen", hadert der Ex-Weltmeister.

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