Trotz Telemetrie-Ausfall: FIA hält an Elektronikanbieter fest

Die elektronische Übertragung der Flaggensignale ins Cockpit funktionierte 2013 bei keinem Rennen - Reaktivierung des Vorjahresanbieters dennoch kein Thema (mehr)

(Motorsport-Total.com) - Wie schon bei den vorangegangenen Rennen in Australien, Malaysia und China gab es auch Bahrain Probleme im Bereich der Telemetrie. Betroffen war nicht die Datenübertragung zwischen Teams und Fahrzeugen, sondern die Übertragung der von der Rennleitung abgegebenen Signale in die Cockpits der 22 Formel-1-Boliden. Aufgrund von Schnittstellenproblemen zwischen den Systemen der diesjährigen Elektronikanbieter (Riedel Communications und McLaren) mussten die Piloten bei den ersten vier Rennen des Jahres auf die klassischen Flaggensignale der Streckenposten vertrauen.

Titel-Bild zur News: FIA

Der Automobilweltverband FIA bekennt sich zur Technik von Riedel und McLaren

Im vergangenen Jahr wurde die Datenübertragung von einem anderen Anbieter, der spanischen Elektronikfirma EM, bereitgestellt. Angesichts der jüngsten Probleme mit der neuen Technik von Riedel und McLaren wurde bereits ein Zurückrüsten auf die EM-Technik angedacht. Da dieses jedoch Anpassungen an den Autos nach sich gezogen hätte, wurden die Pläne inzwischen wieder verworfen.

Wie unsere Kollegen von 'Autosport' erfahren haben, ist man nach dem Grand Prix von Bahrain auf Seiten der FIA mit den gesehenen Fortschritten zufrieden. So sei das System am vergangenen Wochenende nur aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt worden. Die grundsätzliche Funktionalität sei aber gegeben gewesen. Ausgehend von diesen Fortschritten ist die FIA gewillt, Riedel und McLaren weitere Zeit einzuräumen, um die Schnittstellenprobleme endgültig zu lösen. Man hofft, dass die Datenübertragung beim Grand Prix von Spanien (12. Mai) erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommen kann.