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Trotz Boxenstopp-Patzer: Mattiacci stärkt Crew den Rücken

Marco Mattiacci glaubt, dass Kimi Räikkönen besser als auf Platz sieben hätte abschneiden können, sieht im verpatzten Boxenstopp aber nicht den Grund

(Motorsport-Total.com) - Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen beendeten den Grand Prix von Brasilien durch weniger als zwei Sekunden voneinander getrennt auf den Plätzen sechs und sieben. Alonso legte im Verlauf der 71 Rennrunden wie im Voraus geplant drei Boxenstopps ein. Bei Räikkönen änderte man die Strategie kurzfristig von drei auf zwei Stopps, weil der "Iceman" mit den Pirelli-Reifen besser zurechtkam als erwartet.

Marco Mattiacci

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci stellt sich hinter die Mechaniker des Teams Zoom

Komplett reibungslos verlief Räikkönens Rennen aber nicht. Beim zweiten Boxenstopp in Runde 35 patzte die Ferrari-Crew. Der für den Wagenheber zuständige Mechaniker setzte diesen zunächst nicht richtig an. Daraufhin rutschte der Bolide herunter, wodurch wertvolle Sekunden verloren gingen. "Leider gab es bei Kimis zweitem Stopp ein Problem. So etwas passiert", sagt Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci, stärkt seiner Crew aber demonstrativ den Rücken.

"Ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs. Es sind erstklassige Jungs, die am gesamten Wochenende hervorragende Arbeit geleistet haben, um sicherzustellen, dass die Autos vorbereitet sind", so Mattiacci, der dabei allerdings vergisst, dass man den F14 T von Alonso am Samstag ohne aufgeladene Batterie ins Qualifying schickte...

Während Räikkönen angesichts des verpatzten Boxenstopps einem möglichen sechsten Platz oder besser im Rennen nachtrauert, glaubt der Teamchef nicht, dass der Zeitverlust einen Einfluss aufs Abschneiden des Finnen hatte. "Ich glaube nicht, dass dies unterm Strich einen Unterschied gemacht hat. Mit einem besseren Qualifying hätten wir aber vielleicht besser als auf Platz sieben abschneiden können", so Mattiacci rückblickend.