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Trotz Bestzeit "frustrierender Tag" für Red Bull

Aufgrund technischer Probleme konnte Red Bull auch am Donnerstag nicht im gewünschten Umfang testen - Jean-Eric Vergne nahe an den Zeiten der Stammfahrer

(Motorsport-Total.com) - Beim Blick auf die Zeitentabelle scheint für Red Bull bei den Young-Driver-Days in Abu Dhabi alles nach Plan gelaufen zu sein: Drei Testtage - drei Bestzeiten durch Jean-Eric Vergne. Am Donnerstag distanzierte der Franzose die Konkurrenz um fast zwei Sekunden und fuhr in 1:38.917 Minuten die schnellste Runde der Woche. Damit war er fast genau so schnell wie Mark Webber in der Qualifikation zum Grand Prix und nur knapp eine halbe Sekunde hinter der Pole-Zeit von Sebastian Vettel. Allerdings sind direkte Zeitenvergleiche wegen der unterschiedlichen Reifenmischungen mit Vorsicht zu genießen.

Jean-Eric Vergne

An Jean-Eric Vergne war in dieser Woche kein Vorbeikommen Zoom

Dennoch sagt Renningenieur Ian Morgan: "Es war ein frustrierender Tag. Ein paar kleine Probleme mit der Zuverlässigkeit haben uns am Nachmittag zurückgeworfen." Daher konnten die Reifentests nicht vollständig beendet werden, insgesamt fuhr Vergne am Donnerstag nur 46 Runden. Das dürfte bei ihm und seiner Crew für ein Déjà-vu-Erlebnis gesorgt haben, denn schon am Mittwoch stand der RB7 wegen Problemen mit einigen Sensoren länger in der Box, als dem Team lieb war.

Wohin mit Vergne?

"Es war ein frustrierender Tag." Ian Morgan

Allen technischen Schwierigkeiten zum Trotz nutzte Vergne, wie schon ein Jahr zuvor Daniel Ricciardo, die Young-Driver-Days, um eine eindrucksvolle Visitenkarte in der Königsklasse abzugeben. "Mit Blick auf Jean-Eric muss ich sagen, dass er uns bei diesem Test wirklich beeindruckt hat. Er hat nicht einen einzigen Fehler gemacht, ist konstant und kontrolliert gefahren. Er hat die Informationen gut aufgenommen und umgesetzt, und hat alle Aufgaben erfüllt, die wir ihm gestellt habe", lobt Morgan.

Nach der starken Vorstellung des 21-Jährigen hat Red Bull nun ein Luxusproblem. Wohin mit ihm in der nächsten Saison? Da Vettel und Webber gesetzt sind, bliebe nur Toro Rosso. Dort gibt es für die beiden Cockpits jedoch gleich vier Bewerber. Neben Vergne rechnet sich auch Ricciardo, der sich bei HRT kontinuierlich steigert, Chancen auf einen Vertrag als Stammfahrer aus. Und auch die aktuellen Fahrer Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari machen sich Hoffnungen auf eine Weiterbeschäftigung.


Fotos: Young-Driver-Test in Abu Dhabi


Eine weitere Saison in der Renault-World-Series, wo der Franzose in dieser Saison Zweiter der Meisterschaft wurde, wäre ein Stillstand in seiner Entwicklung. Um die GP2 machen die Red-Bull-Nachwuchspiloten seit einigen Jahren einen Bogen. Bliebe als nur die Formel 1, wo Vergne, wie schon aktuell seit dem Grand Prix von Südkorea, als Freitagstester bei Toro Rosso zum Einsatz kommen könnte.

Lernjahr bei HRT eine Option

"Ich habe gezeigt, dass ich schnell genug bin für die Formel 1." Jean-Eric Vergne

Sollte Ricciardo jedoch Buemi ablösen (diese Variante gilt im Fahrerlager derzeit als die wahrscheinlichste), wäre auch die Wiederholung eines Leihgeschäfts mit einem andern Team vorstellbar, wo Vergne eine Lernsaison absolvieren könnte. Höchstwahrscheinlich würde es wieder auf HRT hinauslaufen, wo Teamchef Colin Kolles die Red-Bull-Millionen sicherlich mit Handkuss nehmen würde.

Wo auch immer der Franzose im kommenden Jahr fahren wird - dass er reif für die Königsklasse ist, hat er in dieser Woche bewiesen. "Ich habe gezeigt, dass ich schnell genug bin für die Formel 1", sagt Vergne zu 'Autosport'. "Jetzt liegt die Entscheidung bei Red Bull. Ich habe alles gegeben, jetzt müssen sie entscheiden, was in Zukunft das Beste für mich ist."

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