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Toto Wolff: 2021 hat viel mehr wehgetan als 2022

Auch wenn Mercedes 2022 im WM-Kampf keine Rolle spielte, die schlimmere Saison sei 2021 gewesen, sagt Toto Wolff und erinnert an das dramatische Saisonfinale

(Motorsport-Total.com) - Für Mercedes war es eine schwierige Formel-1-Saison, in der der achtmalige Konstrukteursweltmeister sein neues Auto nur langsam entschlüsseln konnte. Zwar näherte man sich in der zweiten Hälfte Red Bull und Ferrari an und feierte beim vorletzten Grand Prix den ersten Sieg, blieb aber insgesamt nur dritte Kraft.

Toto Wolff, Lewis Hamilton

Toto Wolff und Lewis Hamilton hängt Abu Dhabi 2021 noch immer nach Zoom

Trotzdem sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, dass das vergangene Jahr die schmerzhaftere Saison gewesen sei. "Ohne Zweifel, denn das vergangene Jahr war stark und endete innerhalb von ein paar Sekunden", erinnert er an den Titelshowdown in Abu Dhabi.

Damals profitierte Max Verstappen von einer späten Safety-Car-Phase und umstrittenen Entscheidungen des damaligen Renndirektors Michael Masi, um den bis dahin führenden Lewis Hamilton in der letzten Runde zu überholen, was ihm den Titel sicherte.

"Wir wussten, das war's. Es ist außer Kontrolle geraten, es liegt nicht mehr in unserer Hand", erinnert sich Wolff an die dramatische Titelentscheidung. "Und die Kontrolle zu verlieren, das war das erste Mal, seit ich ein Teenager war. In meinem Gerechtigkeitsempfinden war das total gegen meine Werte."

Wolff: Dieses Jahr lag es an uns

In diesem Jahr seien die Emotionen aber nicht so hochgekocht. "Weil wir von Anfang an wussten, dass das Auto nicht gut genug war", erklärt Wolff. "Wir haben verstanden, dass wir Schritt für Schritt vorgehen müssen, und wenn man denkt, man hätte das Problem gelöst, taucht das nächste und das nächste auf."

"Dann begannen wir zu erkennen, wo dieses Auto, das wirklich nicht gut war, performen konnte. Wir versuchten, uns auf diese Strecken zu konzentrieren, weil wir wussten, dass die schwierigeren Strecken wie Abu Dhabi in gewisser Weise Schadensbegrenzung sind."

"Das lag also an uns", hält der Mercedes-Teamchef fest. "Vergangenes Jahr in Abu Dhabi war das nicht der Fall. Aber jetzt war es unsere Verantwortung. Wir wussten, dass wir es falsch gemacht und andere einen besseren Job gemacht haben. Es entsprach einer absoluten Leistungsgesellschaft. Und das ist in Ordnung."


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Auf Hamiltons erste sieglose Saison seiner Karriere angesprochen, betont Wolff noch einmal: "Vergangenes Jahr war die Situation viel schlimmer. Denn es wurde uns nicht durch unser eigenes Fehlverhalten weggenommen. Aber dieses Jahr haben wir verdient verloren. Wir waren einfach nicht gut genug."

"Und was Lewis angeht, so war er dieses Jahr wirklich sehr, sehr gut. Man erwartet ja, dass ein Weltmeister, dem man den Titel weggenommen hat, hierher kommt und versucht, alle zu schlagen. Aber wir haben ihm kein Auto gegeben, das dafür gut genug ist."

Gute Zusammenarbeit mit George Russell

Trotzdem sei es Hamilton gewesen, der das Team motivierte, auch und gerade "an Tagen, an denen es für ihn schwierig war". Was die gerissene Siegesserie betrifft, glaubt Wolff nicht, "dass das eine große Rolle für ihn spielt". Der Fokus liegt bereits auf 2023.

"Die Partnerschaft mit George war wirklich gut. Sie haben das Auto gemeinsam entwickelt", lobt der Teamchef auch Hamiltons Umgang mit dem neuen Kollegen. "Für mich, der ich ihn seit zehn Jahren persönlich und menschlich kenne, war das außergewöhnlich - besser als alle Performances, die er im Auto hatte."

Auch wenn die Ergebnisse auf der Rennstrecke nicht wie erhofft ausfielen. "Für mich war seine Einstellung und Mentalität in diesem Jahr herausragend", betont Wolff.

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