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  • 26.07.2013 · 19:37

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Toro Rosso strauchelt: Vergne will's "radikal"

Der Franzose ist unzufrieden und flucht wegen überhitzender Hinterreifen - Teamkollege Ricciardo betreibt mit verbessertem Rennstart Eigenwerbung

(Motorsport-Total.com) - Nach vielen starken Rennen scheint Toro Rosso nach den Freien Trainings am Freitag auf dem Hungaroring wieder auf dem absteigenden Ast gelandet zu sein. Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne markierten gemeinsam mit Williams-Rookie Valtteri Bottas das Ende der etablierten Formel-1-Phalanx. Der Franzose hat die neuen Pirelli-Pneus, die noch beim Young-Driver-Test funktionierten, als Störfaktor ausgemacht: "Wir haben an diesem Wochenende Schwierigkeiten mit den Reifen", hadert er.

Jean-Eric Vergne

Trugbild: Schnecke Vergne überholte praktisch nur in der Boxengasse Zoom

Speziell die Hinterreifen treiben Vergne Sorgenfalten auf die Stirn: "Sie überhitzen", pustet der 23-Jährige durch und hat damit noch nicht das Ende der Fahnenstange des Wehklagens erreicht: "Dann haben wir noch allgemein an Leistung verloren und wissen nicht, ob es an den Pneus liegt." Das Fazit fällt bitter aus: "Ganz klar: Wir heute ins Straucheln geraten." Die Hitze in Budapest will Vergne nicht für den Leistungseinbruch verantwortlich machen. Noch haben Franz Tost und Co. kein Gegenmittel gefunden.

Dabei wurde am Auto von Ricciardo versucht, den Problemen mit anderen Maßnahmen entgegenzusteuern. "Wir haben verschiedene Dinge probiert, das Resultat war am Ende identisch", so ein enttäuschter Vergne. Er fordert: "Wir müssen am Samstag etwas Radikales probieren, um voranzukommen. Wir stehen nicht dort, wo wir sein wollen und sind ganz bestimmt nicht glücklich." Dem Mann aus Pontoise ist jedoch klar, dass mehr als Setupveränderungen nicht möglich sind. Das aber scheint nicht genug.


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Ungarn, Freitag


"Wir haben morgen trotzdem das gleiche Auto", flucht Vergne. Ricciardo scheint die Hoffnung auf ein erfolgreiches Qualifying schon begraben zu haben und richtet seine Aufmerksamkeit lieber auf das Rennen: "Samstag ist schön und gut, aber Punkte gibt es am Sonntag. Man braucht einen ordentlichen Wagen für das Rennen und ein bisschen Erfahrung sowie Aggression, um dort zu bleiben, wo man in der Startaufstellung steht." Der mögliche Mark-Webber-Nachfolger bei Red Bull traut sich dieses Kunststück in seiner zweiten vollen Saison in der Königsklasse zu.

Doch aller Anfang war schwierig, so Ricciardo über Startrunden der Vergangenheit: "Ich war von der Formel 1 ein wenig übertölpelt und habe Positionen verloren. Es braucht eben Zeit, um auf das Niveau anderer Fahrer zu kommen. Jetzt habe ich es drauf." Trotzdem würde er nie auslernen, betont der Australier und hätte das Megafon Richtung Christian Horner halten sollen: "Ich will mich verbessern und auf der ersten Runde Positionen gutmachen, statt sie zu verlieren. Sogar Kleinigkeiten wie die Boxeneinfahrt und Boxenausfahrt zählen."

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