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  • 15.01.2007 · 09:33

Todt kündigt "neuen Zyklus" bei Ferrari an

Ohne seinen Freund Michael Schumacher sprach Jean Todt am Rande der Präsentation in Maranello über den Beginn einer neuen Ferrari-Ära

(Motorsport-Total.com) - Alles neu für Jean Todt: Der vom Formel-1-Teamchef zum Geschäftsführer aufgestiegene Franzose verzichtete vergangene Woche auf die Teilnahme an den traditionellen Ferrari-Skitagen in Madonna di Campiglio, so dass er gestern im Rahmen der Präsentation des neuen F2007 in Maranello erstmals auf die internationale Presse traf.

Jean Todt

Jean Todts Saisonziel für Ferrari ist der Gewinn der Weltmeisterschaft Zoom

"Das Jahr 2007 ist aus vielen Gründen anders als die Jahre davor", eröffnete er seine Ansprache. "Für gewöhnlich spreche ich zum ersten Mal in Campiglio mit den Medien, aber ich blieb vergangene Woche hier, um an anderen Dingen innerhalb des Unternehmens zu arbeiten. Diese Tatsache hat Symbolcharakter für den neuen Zyklus bei Ferrari."#w1#

Todt war mit Schumacher in Mailand

"Gestern war ich mit Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) in Mailand zum Shopping. Wir redeten über viele Dinge. Jetzt gerade ist er in der Garage, um sich das Auto anzusehen, aber er ist nicht mehr unser Fahrer. Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) in Rot zu sehen, war ein komisches Gefühl, denn bis jetzt konnten wir über Interna nicht miteinander reden, aber jetzt ist das ganz normal", fuhr Todt fort.

Und weiter: "Ross Brawn ist gerade beim Fischen, den neuen Technischen Direktor Mario Almondo haben Sie ja bereits in Campiglio getroffen und heute waren auch noch Aldo Costa und Gilles Simon da, die Leiter der Chassis- beziehungsweise Motorenabteilungen", gab er zu Protokoll.

"Was die Organisation angeht, möchte ich unterstreichen, dass Ross Brawn Technischer Direktor mit Ausnahme des Motors war, während Almondo Technischer Direktor für Chassis und Motor ist. Diese Organisation ist interessant, denn Almondo hat viel Ferrari-Erfahrung. Er hat andere Aufgabengebiete als Ross. Auf der Strecke ist Baldisseri der Boss. Das ist eine neue Rollenverteilung als bisher", so Todt weiter.

WM-Titel ist das erklärte Ziel

Was die sportlichen Ziele angeht, erwartet der scheidende Teamchef von seinen Mannen den Gewinn des WM-Titels, schließlich wartet Ferrari nun schon seit 2004 auf eine Weltmeisterschaft. Angesichts der vielen Neuerungen ist dies zwar eine ehrgeizige Erwartungshaltung, doch laut Umfragen ist Räikkönen tatsächlich für die Mehrheit der Fans Titelfavorit Nummer eins.

"Die kommende Meisterschaft wird ein schwieriger Kampf, weil wir starke und ambitionierte Gegner haben", meinte Todt. "Wir waren immer ambitioniert - und wir werden wieder versuchen, stark zu sein. Natürlich müssen wir nun Taten sprechen lassen, die Zutaten dafür haben wir beisammen. Das Auto ist fertig und Massa wird morgen damit fahren, wenn es das Wetter zulässt."

"Was die Konkurrenzfähigkeit angeht, haben wir zumindest in den Simulationen in allen Bereichen Verbesserungen erzielt. Wir müssen das auf der Strecke noch bestätigen, denn schlussendlich zählt nur die Stoppuhr. Vergangenes Jahr waren wir konkurrenzfähig, aber nicht zuverlässig genug. Wir müssen jedenfalls wieder dort anknüpfen, wo wir in den Jahren 2000 bis 2004 waren", sagte er abschließend.

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