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Steiner: F1 kann schnell reagieren, wenn weitere Kostensenkungen nötig sind

Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt, dass die Formel 1 und ihre Teams bereit sind, schnell zu reagieren, falls 2021 weitere Sparmaßnahmen nötig werden sollten

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr schrieb die Formel 1 aufgrund der Corona-Krise einen Rekordverlust. Doch nicht nur Greg Maffei, der Präsident von Liberty Media, ist zuversichtlich, dass es für die Königsklasse 2021 finanziell schon wieder besser aussehen wird. Auch Haas-Teamchef Günther Steiner bleibt optimistisch.

Günther Steiner

Steiner weiß: Ohne Sparmaßnahmen hätte Haas die Saison 2020 nicht überlebt Zoom

"Es hat keinen Sinn, den Kopf zu verbinden, wenn er noch nicht gebrochen ist", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com' mit Blick auf die aktuelle Saison. Da bei einer Mehrzahl der 23 geplanten Rennen Zuschauer erwartet werden, rechnet er mit verbesserten Einnahmeströmen im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Vorschnell urteilen dürfe man jedoch nicht: "Ich denke, wir müssen ein bisschen abwarten und sehen, was tatsächlich passieren wird. Vergangenes Jahr hat es nicht wirklich lange gedauert und es gab große Veränderungen. Es wurde sehr schnell gehandelt. Ich denke, jeder ist bereit, erneut einen Schritt zu machen, wenn es nötig ist."

Damit spricht Steiner weitere mögliche Sparmaßnahmen an, nachdem bereits im Vorjahr einiges veranlasst wurde, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern - darunter die Verschiebung des neuen Reglements um ein Jahr, das Einfrieren von Chassis-Komponenten für 2021 und die Senkung der Budgetobergrenze.

"Es sieht nicht so aus, als ob es nötig wäre", sagt der Haas-Teamchef über weiterführende Änderungen, "also bleiben wir optimistisch. Aber wenn es nötig ist, haben wir vergangenes Jahr viel gelernt, vor allem dass wir schnell reagieren müssen, um in eine gute Position zu kommen." Das sei mit den Maßnahmen 2020 geglückt.


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"Wenn man bedenkt, dass es das Jahr der Pandemie war ... Das Concorde-Agreement musste unterschrieben werden und wir konnten alles erledigen, haben wir immer noch zehn Teams hier. Niemand ist abgesprungen oder musste abspringen", blickt Steiner zurück. Gerade kleinere Teams wie Haas standen auf der Kippe.

So analysiert der Teamchef: "Ohne das neue Concorde, ohne das neue Verteilungsmodell, glaube ich nicht, dass wir noch hier wären." Dabei hat vor allem die Budgetbegrenzung die Perspektiven für kleinere Teams verändert, auch wenn sie - wie im Fall von Haas - den veranschlagten Kostendeckel nicht komplett ausschöpfen.

"Vorher hatten die großen Teams 100 Prozent mehr. Jetzt haben sie vielleicht zehn Prozent mehr, was es enger macht", weiß Steiner. "Wir müssen immer noch einen guten Job machen, denn sie sind mit ihren Ressourcen weiter im Vorteil. Aber ich hoffe, dass es in kurzer Zeit das Feld nivellieren wird. Das wäre schon fantastisch."

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