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Stefanovic: "Wir erfüllen alle Vorgaben"

Zoran Stefanovic und sein Stefan-Team sind bezüglich des 13. Startplatzes guter Dinge: Teambasis zunächst in Großbritannien, Eigenbau für 2011

(Motorsport-Total.com) - Die Zahl der Bewerber um den 13. Startplatz 2011 ist gering. Nachdem ART sein Ansinnen um einige Jahre zurückgestellt hat, scheinen nun nur noch vier Kandidaten im FIA-Lostopf zu sein: Durango/Villeneuve, Espilon Euskadi, die amerikanische Cypher-Gruppe und das serbische Stefan-Team. Geschäftsmann Zoran Stefanovic, der mit Toyota-Chassis zu Beginn der Saison kurzfristig den Platz von US F1 einnehmen wollte, treibt sein Projekt unermüdlich voran.

Zoran Stefanovic

Zoran Stefanovic hat sich um den 13. Startplatz in der Formel 1 beworben Zoom

"Wir werden im ersten Jahr unsere Basis in Großbritannien haben", sagt Stefanovic im Interview mit 'F1Pulse.com'. "Gleichzeitig bringen wir den Technologiepark in Belgrad voran. Der Plan ist es, Ende 2011 nach Belgrad umzusiedeln." Der Serbe muss seinen Formel-1-Traum nun eigenständig erfüllen. Der Kauf der für 2010 geplanten Toyota-Chassis ist endgültig vom Tisch.#w1#

"Die Toyota-Option ist nicht mehr möglich, weil sich die Regeln verändert haben", erklärt der Geschäftsmann. "Wir bauen ein eigenes Monocoque. Der Bau des Chassis geht gut voran. Der Designprozess läuft, gebaut wird der Wagen Ende September." Wer als Designer hinter dem Stefan-Auto steckt, ist derzeit noch unbekannt. Der ehemalige McLaren-Ingenieur Mike Coughlan habe auf jeden Fall nichts damit zu tun: "Er war an Bord, ist es aber nicht mehr. Ich glaube, er hat gar nichts mehr mit Motorsport zu tun."

Fest steht offenbar, dass sich Stefan ab 2011 mit Cosworth-Motoren in das Königsklassen-Getümmel stürzen würde. Man habe mit vier Herstellern gesprochen, sich dann aber für die Briten entschieden, so Stefanovic: "Wir sind überzeugt, dass es eine erfolgversprechende Variante ist. Sie haben das Potenzial, vorne mitzufahren. Williams hat das zweifellos gezeigt. Wichtig ist auch, dass es ein zuverlässiger Partner mit langer Tradition ist."

Zoran Stefanovic

Mit Toyota war sich Stefanovic vor der aktuellen Saison bereits einig Zoom

Unterstützt wird der Geschäftsmann von der serbischen Regierung. "Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um Unterstützung in vielen Bereichen. Sie sind von Anfang an dabei", sagt Stefanovic. Erst Ende August wird er erfahren, ob sein Traum vom Formel-1-Einstieg in Erfüllung geht. Denn erst dann wird die FIA eine Entscheidung verkünden. "Wir sind davon überzeugt, dass wir alle Vorgaben erfüllen, aber es liegt letztlich an der FIA. Die Situation ist kaum vorhersagbar."

Vor dem Start in die aktuelle Saison wollte Stefanovic mit Jacques Villeneuve, Kazuki Nakajima und Pastor Maldonado zusammenarbeiten. Jedoch dürfte der Japaner aus dem Rennen sein, weil es keine Beziehungen mehr zu Toyota gibt. "Wir haben mit 38 Fahrern für 2010 gesprochen, 30 Manager waren bei uns in Belgrad. Wir sind nun kurz vor einem Abschluss, aber wollen es noch nicht veröffentlichen. Man braucht für so etwas einen besonderen Anlass", sagt Stefanovic über die mögliche Cockpitbesetzung.

Während der Bau der Formel-1-Firma im neuen Technologiepark in Belgrad vorangetrieben wird, gilt der Serbe gleichzeitig auch als treibende Kraft hinter dem Neubau einer Strecke. Diese soll nahe der serbischen Hautpstadt entstehen. "Das ist ein eigenständiges Projekt und hat mit dem Team nichts zu tun", sagt der Stefan-Boss. "Wir sind seit zwei Jahren in der Planung, im Herbst beginnen wir mit dem Bau. Es lagen lange Zeit alle Pläne vor, wir mussten aber einige Anpassungen vornehmen."

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