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Gegenwind für Mercedes: Alonso und Ricciardo schneller

Fernando Alonso und Daniel Ricciardo haben im dritten Freien Training in Singapur mehr zugelegt als Mercedes und könnten "Silber" die Pole-Position streitig machen

(Motorsport-Total.com) - Die Konkurrenz ist näher dran als sonst. Das war die Erkenntnis vom Trainingsauftakt zum Großen Preis von Singapur. Doch inzwischen zeigt sich ein noch viel interessanteres Bild. Denn beim dritten Freien Training, der "Generalprobe" vor der Qualifikation, war plötzlich nicht mehr Mercedes vorn. Vielmehr sicherte sich Fernando Alonso (Ferrari) in 1:47.299 Minuten die Bestzeit in Singapur.

Fernando Alonso

Fernando Alonso fuhr bereits zur zweiten Bestzeit an diesem Wochenende Zoom

Auch Daniel Ricciardo (Red Bull) klassierte sich mit 1:47.350 Minuten vor dem besten Silberpfeil. Nico Rosberg (Mercedes) schaffte in 1:47.488 Minuten nämlich "nur" Rang drei. Und das hatte auch einen Grund: Während Alonso und Ricciardo mit den superweichen Reifen von Pirelli deutlich zulegen konnten, machten die Silberpfeile keinen so großen Sprung. Also ganz im Gegensatz zum Freitagstraining.

Am Vortag hatten die superweichen Reifen gegenüber den weichen Pneus einen Vorteil von rund 2,5 Sekunden bedeutet. Doch Regen am Vormittag in Singapur hat sämtliches Gummi von der Strecke gewaschen, sodass die Gripverhältnisse am Samstag zunächst schlecht waren. Und damit kamen Ferrari und Red Bull besser zurecht: Sie verbesserten sich um 1,5 Sekunden, Mercedes nur um eine Sekunde.

Keine Panik bei Mercedes

Aber Panik schieben die souveränen WM-Spitzenreiter deshalb noch lange nicht. "Es war ein ganz normales Freies Training", sagt Mercedes-Sportchef Toto Wolff auf 'Sky'. "Alles ist nach Plan verlaufen. Und es ist nur ein Training, kein Qualifying." Allerdings, so der Österreicher weiter, werde man sich die Ereignisse aus dem dritten Freien Training vor der Qualifikation "nochmals ansehen".


Großer Preis von Singapur

Und dabei werden die Mercedes-Ingenieure feststellen: Es gab einige Überraschungen. Zum Beispiel Jean-Eric Vergne (Toro Rosso). Er erzielte den starken vierten Platz, mit nur 0,394 Sekunden Abstand auf Alonso - und einem Vorsprung von 0,018 Sekunden auf Sebastian Vettel (Red Bull), der sich auf Rang fünf einreihte. Mit Lewis Hamilton (Mercedes) folgte der zweite Silberpfeil gar nur auf Position sechs.

Dahinter die beiden Williams-Piloten Felipe Massa und Valtteri Bottas, die sich sechs beziehungsweise neun Zehntel Rückstand eingehandelt haben. Allerdings waren sie auch mit gedämpften Erwartungen nach Singapur gereist. Positiv überrascht hat dagegen Esteban Gutierrez (Sauber) als solider Zehnter hinter Kimi Räikkönen (Ferrari), der deutlich langsamer war als Teamkollege Alonso.

Kaum Zwischenfälle im dritten Freien Training

Das gilt übrigens auch für Daniil Kwjat (Toro Rosso) und Adrian Sutil (Sauber) auf den Positionen 14 und 16. Sie verloren das Teamduell ähnlich deutlich wie auch Sergio Perez (Force India/15.) gegen Nico Hülkenberg (Force India/11.). Wenig spektakulär das "Kellerduell": Lotus hielt sich mit Romain Grosjean (17.) und Pastor Maldonado (18.) - im neuen Chassis - knapp vor Marussia und Caterham.


Größere Zwischenfälle blieben im dritten Freien Training aus. Lediglich zu Beginn der einstündigen Session wurden mehrere Verbremser beobachtet, was aber auf die nach dem Regen noch "grüne" Strecke zurückzuführen ist. Kleinere Ausflüge in die Auslaufzonen blieben ohne Konsequenzen, auch einzelne Mauerberührungen verliefen glimpflich. Neue Schäden hatte also niemand zu beklagen.

Vielmehr fragt sich das Formel-1-Fahrerlager nach der "Generalprobe", ob Mercedes in Singapur schlagbar ist oder nicht. Die Leistung auf den superweichen Reifen deutet ganz darauf hin. Und erschwerend hinzu kommt auf dem asiatischen Stadtkurs: Diese Pneus geben im Qualifying nur eine schnelle Runde her, fallen danach zu sehr ab. Die Leistung muss also auf den Punkt gebracht werden...

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