Sergio Perez: Probleme mit dem Red Bull nicht einfach zu lösen

Sergio Perez konnte in der ersten Saisonhälfte noch nicht konstant die Leistungen zeigen, die Red Bull von ihm erwartet, aber der Mexikaner spürt Forstschritte

(Motorsport-Total.com) - Ein Sieg, aber nur ein weiterer Podestplatz und dreimal nicht in den Punkten: Für Formel-1-Fahrer Sergio Perez steht nach seiner ersten Saisonhälfte als Red-Bull-Pilot eine durchwachsene Bilanz zu Buche. Mit 104 Punkten ist der Mexikaner WM-Fünfter, vier Zähler hinter Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.

Titel-Bild zur News: Sergio Perez

Für Sergio Perez verlief die erste Saisonhälfte nicht nach Wunsch Zoom

Die Schwierigkeiten, mit denen Perez bislang kämpfte, seien dabei nicht immer gleich. "Es variiert von Strecke zu Strecke. Auf manchen Strecken habe ich bestimmte Probleme, auf anderen Strecken sind es andere. Ich denke, es geht um noch mehr Erfahrung, auch unter verschiedenen Bedingungen. Aber wir alle wissen, dass es kein einfaches Auto ist, um das in den Griff zu bekommen", sagt Perez.

Zuletzt hatte der 31-Jährige bereits von einer "anderen Welt" gesprochen, in der er sich mit dem Red Bull im Vergleich zu seinen vorherigen Autos bewege. "Es ist so, als hätte ich die Rennserie gewechselt", fügte er im Gespräch mit der Globalausgabe von 'Motorsport.com' an.

Perez: Der Red Bull ist ein ganz anderes Auto

Das Konzept des Red Bull stelle für Perez eine besondere Herausforderung dar. "Es ist ein ganz anderes Auto, eine ganz andere Philosophie mit dem High-Rake-Konzept. Es gibt für mich also einiges am Auto zu lernen und zu erforschen. Aber mit der knappen Zeit, mit den unterschiedlichen Bedingungen, die wir in jeder Session haben, ist es schwer, das Auto zu erforschen", erklärt er.

Doch die Fortschritte seien erkennbar, stellt er klar. "Ich fühle, dass ich das Auto immer weiter erforsche und verstehe. Ich kann das Team jetzt immerhin schon in bestimmte Richtungen lenken, wenn es darum geht, was ich während des Wochenendes fühlen will. Ich denke, mit der Zeit wird es nur besser", blickt er voraus.


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Für Perez geht es in der zweiten Saisonhälfte auch darum, seinen Platz bei Red Bull für kommende Saison zu sichern. Sein größter Konkurrent dürfte Pierre Gasly sein, der bei AlphaTauri erneut eine glänzende Saison fährt und unbedingt eine zweite Chance im A-Team haben will. Gasly selbst sprach vom "wahrscheinlich besten Saisonstart, den ich je in der Formel 1 erlebt habe".

Perez: Silverstone-Desaster war ein Ausreißer

Mit der Verpflichtung von Perez wollte Red Bull endlich den Nachteil der vergangenen Jahre kompensieren, als Mercedes meist die bessere Nummer zwei im Team hatte und damit auch strategisch einen Vorteil besaß.

An einigen Wochenenden konnte Perez diese Rolle des "Wingman" tatsächlich auch ausfüllen, etwa in Baku oder Le Castellet, an anderen Wochenenden fehlte ihm allerdings Welten auf Teamkollege Max Verstappen.


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Hinzu kommen auch eigene Fehler. In Silverstone etwa brachte er sich durch einen vermeidbaren Dreher im Sprint um alle Chancen im Hauptrennen am Sonntag. "Ich würde sagen, Silverstone war ein Ausreißer, um ehrlich zu sein. In Silverstone hatte ich große Probleme. Bis dahin lief es eigentlich gut", sagt Perez.

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