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  • 22.02.2012 · 10:38

  • von Dieter Rencken

Senna: "In langsamen Kurven noch steigern"

Bruno Senna spricht über den ersten Testtag in Barcelona, die größte Schwäche des neuen Williams und die Saison 2012, die er erstmals richtig planen kann

(Motorsport-Total.com) - Nach einer (fast kompletten) Saison bei HRT und einigen wenigen Einsätzen für Renault im vergangenen Jahr steht Bruno Senna bei Williams möglicherweise vor seiner ersten kompletten Formel-1-Weltmeisterschaft. In Barcelona testete er das neue Auto gestern fast 100 Runden lang. Am Ende belegte er Platz acht unter elf Teilnehmern, zweieinhalb Sekunden hinter der Tagesbestzeit von Sebastian Vettel im Red Bull.

Bruno Senna

Bruno Senna freut sich auf seine erste volle Saison in der Formel 1

Frage: "Bruno, du bist fast 100 Runden gefahren. Wie kommt ihr mit dem Auto voran?"
Bruno Senna: "Wir sind heute viele Runden gefahren, die Zuverlässigkeit scheint also zu passen. Die Reifen verhalten sich hier anders als in Jerez. Jerez ist eine Strecke mit höherer Energie, dort haben es die Reifen leichter. Wir müssen genau verstehen, was wir hier anders machen als in Jerez, aber insgesamt haben wir wieder etwas über das Auto gelernt. Es gibt immer noch viel zu lernen. Die Themen in Bezug auf die Balance sind hier andere als in Jerez. Ich bin gespannt, was Pastor und Valtteri in den nächsten Tagen sagen, damit wir sehen können, wir es besser werden kann."

Andere Vorzeichen als in Jerez

Frage: "Barcelona ist eine repräsentativere Strecke als Jerez. Wie optimistisch bist du in Bezug auf die gezeigte Pace?"
Senna: "Das stimmt, aber es stimmt auch nicht. Die Temperaturen sind sehr niedrig und man sieht daher viel mehr Gummimurmeln auf der Strecke als in Jerez. Die liegen überall, was vielleicht der Grund dafür ist, dass die Reifen nicht so gut funktionieren. Das hilft den Jungs mit mehr Anpressdruck mehr als auf anderen Strecken. Ich bin gespannt, was mit der Balance passiert, wenn die Temperatur ansteigt. Einige fahren schnelle Zeiten, dann wieder langsamere. Das zeigt, dass verschiedene Benzinmengen verwendet werden. Was die Wahrheit ist, werden wir erst ein bisschen später erfahren."

Frage: "Ihr habt heute am Setup gearbeitet, denn eure Traktion in langsamen Kurven war beim letzten Test noch nicht berauschend. Ist das besser geworden?"
Senna: "Wir lernen da noch. Heute ist es uns nicht gelungen, uns so sehr zu verbessern, wie wir sollten. Sicher ist noch Spielraum für Verbesserung da. In den mittelschnellen und schnellen Kurven scheint unser Auto konstant zu sein, aber in langsamen Kurven müssen wir uns noch steigern. Aber wie gesagt: Ich hoffe, wenn meine Teamkollegen fahren, dass sie andere Perspektiven liefern werden, sodass es uns gelingt, die richtigen Lösungen zu finden."


Fotos: Bruno Senna, Testfahrten in Barcelona, Dienstag


Frage: "Ist es ein Setup-Problem oder ein konzeptionelles?"
Senna: "Wir müssen abwarten, wie die Änderungen für morgen und die restlichen Tage anschlagen. Ich hoffe, dass das reicht, und ich glaube, dass der Spielraum, den wir noch haben, groß genug ist. Heute hatten wir nicht genug Zeit, um genug auszuprobieren."

Motivation größer denn je

Frage: "Du kannst zum ersten Mal in deiner Karriere langfristige Pläne schmieden. Macht es einen Unterschied, dass du an einem Auto arbeitest, das du die ganze Saison fahren wirst? Ist das einfacher oder schwieriger?"
Senna: "Ich finde das toll, denn ich kann Input geben und das Team hört mir zu, weil ich der Fahrer bin, der das Auto fahren wird. Außerdem ist das Team sehr motiviert, das Auto für die Saison so konkurrenzfähig wie möglich zu machen. Momentan ist eine sehr aufregende Zeit für mich. Ich bin sehr motiviert."

Frage: "Williams hat Alexander Wurz engagiert, der dir und Pastor Maldonado als Fahrermentor Tipps geben soll. Hat es dir geholfen, dass er heute da war?"
Senna: "Alex ist eine tolle Ergänzung für das Team. Für uns ist es hilfreich, jemanden zu haben, der von außen beobachtet, was wir machen. Er ist schon lange genug dabei, um zu wissen, was ein Team voranbringen kann, und wie man etwas deuten muss, wenn wir etwas sagen. Ich bin mir sicher, dass Pastor und ich davon profitieren können, und ich habe mir vorgenommen, seine Hilfe so viel wie möglich zu nutzen."

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